Mittwoch, 5. August 2026

Werra-Meißner-KreisStandardisierung von Prozessen

[24.07.2025] Mit einem vom Land Hessen unterstützten Projekt will der Werra-Meißner-Kreis eine Standardisierung der Anbindung von Fachverfahren an Dokumentenmanagementsysteme erreichen. Andere hessische Kommunen sollen die Schnittstelle ebenfalls nutzen können.
laptop-tastatur, torso dahinter drückt auf ein Ordner-Symbol

Eine standardisierte Schnittstelle zur Anbindung von Fachverfahren an DMS entwickelt der Werra-Meißner-Kreis.

(Bildquelle: amperespy/123rf.com)

Um Verwaltungsprozesse in Kommunen effizienter und smarter zu gestalten, will der Werra-Meißner-Kreis das Projekt „CMIS: Smart Upgrade für Kommunen“ starten. Das Vorhaben wird vom hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation mit 285.750 Euro aus der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen“ unterstützt. Staatssekretär Stefan Sauer hat den Bescheid an Landrätin Nicole Rathgeber überreicht.

„Mit dem Projekt wird ein bedeutender Schritt in Richtung einer effizienten, modernen und serviceorientierten Verwaltung unternommen, die den Bedürfnissen der Bevölkerung sowie der Beschäftigten optimal gerecht wird. Denn durch eine Standardisierung können Verwaltungsangebote schneller und einfacher online zur Verfügung gestellt werden. Den Kommunen wiederum spart eine einheitliche Lösung Zeit und Geld. Nach einer erfolgreichen Umsetzung können davon alle Kommunen in Hessen profitieren“, sagt der Staatssekretär.

Standardisierung der Anbindung von Fachverfahren an DMS

CMIS steht für Content Management Interoperability Services. Dies beschreibt einen offenen, herstellerunabhängigen Standard als Schnittstelle, so die Pressemeldung des Digitalministeriums. Mit dem Projekt soll eine Standardisierung der Anbindung von Fachverfahren an Dokumentenmanagementsysteme erreicht werden. Aktuell stellten der Anschluss und die Anpassung häufig eine erhebliche finanzielle und zeitliche Belastung für die Kommunen dar, heißt es im Antrag. Durch ein standardisiertes und übertragbares Verfahren könnte dieser Prozess erheblich vereinfacht und die Kosten für die Kommunen gesenkt werden. Ein einheitliches und übertragbares Verfahren zur Anbindung der Fachverfahren könnte dann von allen hessischen Kommunen genutzt werden. Die Einführung der CMIS-Schnittstelle bilde hierfür eine wichtige Grundlage. 

Neben der einfacheren und kostengünstigen Anbindung macht auch das Onlinezugangsgesetz eine Standardisierung notwendig. Denn die Kommunen sind verpflichtet, die Verwaltungsleistungen online verfügbar zu machen. Bisher bedienten sich die meisten hierfür teurer Lösungen von professionellen Anbietern und seien auch nach der Anbindung aufgrund fehlender Ressourcen auf die Pflege durch die Externen angewiesen. Daher gehöre zu den Kernaspekten des Projekts die Entwicklung von Lösungen, die den hessischen Kommunen eine selbstständige Pflege und Anpassung ihrer Systeme ermöglichen.

„Die Digitalisierung für die Verwaltung und damit vor allem auch für die Bürger voranzubringen, ist uns ein wichtiges Kernanliegen“, erläutert Landrätin Nicole Rathgeber und ergänzt: „Die Schnittstellenthematik ist dabei ein wichtiger Schritt, um eine bessere und günstigere Anbindung von Fachverfahren und letztlich einen digitalen Dokumentenaustausch sicherstellen zu können.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Abgedunkelter Saal mit Holzvertäfelung, Blick über Zushcauerköpfe aufs Podium, wo man eine grüße Projektion und verschiedene Flaggen sieht.

Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau

[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...

Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...

rescueTablet bei Feuerwehr Hanau im Einsatz
bericht

Hanau: Tablets im Einsatz

[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...

Symbolbild Cloud Computing

GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf

[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...

Bremen-NRW_API-Strategie

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

Frauenhand die auf einem weißen Telefon eine Nummer eintippt

Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient

[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. 
 mehr...

Markus Bremkamp, Stephan Hauber Porträtfotos
interview

Interview: Zwischen Praxis und Politik

[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...

Kreishaus Düren

Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt

[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...

Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran

[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...