MülheimApp laden fürs Abladen

Mülheim: Mit der Abfall-App lassen sich jetzt auch Fahrten zum Wertstoffhof besser planen.
(Bildquelle: Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG))
Der Besuch beim Wertstoffhof der Stadt Mülheim an der Ruhr lässt sich jetzt bequem von zu Hause aus planen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Hierfür steht ein neues Feature in der Abfall-App von IT-Dienstleister regio iT zur Verfügung, das gemeinsam mit der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG) entwickelt wurde und von der MEG mit dem Slogan „App laden fürs Abladen“ beworben wird. „Wir wollten die Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzen, vor der Abfahrt zu entscheiden, ob es sich lohnt“, erläutert Thorsten Gerbitz, MEG-Verwaltungsleiter und Initiator des Features „Wartezeit Wertstoffhof“, die Ursprungsidee. Die Entsorgungsgesellschaft wiederum könne so saisonalen oder witterungsbedingten Spitzen vorbeugen.
Die App zeigt laut regio iT auf einen Blick, was vor dem Mülheimer Wertstoffhof aktuell los ist. Wartezeiten seien dabei durch Farben kenntlich gemacht: grün bedeute eine Wartezeit von fünf Minuten, orange zehn bis zwanzig Minuten, bei rot müssten die Bürger rund 30 Minuten Wartezeit einplanen. „Das sind keine ganz exakten Werte“, erläutert regio iT-Kunden-Manager Thomas Möllers. Schließlich könne sich die Situation während der Fahrt zum Wertstoffhof noch verändern. Zur Orientierung aber „ist das super“, so Möllers.
Möglich wird das Feature Wartezeit durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Dazu wurde die Straße vor dem Gelände des Wertstoffhofs in drei virtuelle Abschnitte eingeteilt, deren Messpunkte von einer Kamera erfasst und im Zwei-Minuten-Takt abgetastet werden. Die Informationen werden an das Rechenzentrum von regio iT weitergeleitet, im Back End wird der aktuelle Wert gebildet – von „Straße leer“ bis „alles voll“ – und sofort eine entsprechende Push-Nachricht an die App geschickt. Das System lernt stetig dazu: „Wir liegen schon bei einer Zuverlässigkeit von über 90 Prozent“, sagt MEG-Verwaltungsleiter Thorsten Gerbitz.
„Es muss nicht die Kamera sein“, ergänzt Thomas Möllers. Sensortechnik oder Schleifen im Boden könnten die benötigten Daten ebenfalls erfassen und weitergeben. „Wir sind für jeglichen Input gerüstet“, meint der Kunden-Manager. „Die App ist ein Türöffner für viele weitere sinnvolle Anwendungen“. So habe regio iT für die Stadt Kronberg beispielsweise eine internetbasierte Wasserampel entwickelt und in die Abfall-App integriert. Weiterentwicklungen wie diese oder das Feature „Wartezeit Wertstoffhof“ kämen dann auch anderen Kommunen zugute.
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