Freitag, 10. April 2026

DarmstadtEiniges geschafft, noch viel zu tun

[08.12.2022] Nach einem Jahr im Amt blickt Darmstadts Digitalisierungsdezernent, Holger Klötzner, auf Erfolge und Aufgaben bei der Schul- und Verwaltungsdigitalisierung. Die Schulen erhalten ein Interims-WLAN und einen zentralen Server, bei der Verwaltung steht die IT-Sicherheit im Fokus.
Holger Klötzner

Holger Klötzner, Digitalisierungsdezernent der Stadt Darmstadt

(Bildquelle: Privat)

Darmstadts Dezernent für Bildung und Digitalisierung, Holger Klötzner, ist seit gut einem Jahr im Amt und hat nun eine Zwischenbilanz seiner Arbeit bei der Schul- und Verwaltungsdigitalisierung gezogen.
Um Schülern beim Umgang mit Informationen aus dem Internet eine Orientierungshilfe zu geben, seien die Medienbildungs-App Buzzard entwickelt und die Medienpädagogik im Medienzentrum ausgebaut worden. Doch damit die digitale Bildung vorankommen kann, werde auch eine passende Infrastruktur benötigt, erklärte Klötzner. Bereits umgesetzt sei ein schulinterner Messenger-Dienst (wir berichteten). Zudem seien im Jahr 2022 Fortschritte bei der strukturierten Gebäudeverkabelung erzielt worden, bei der parallel professionelles WLAN eingerichtet wurde. Dieser Ausbau soll in den Jahren 2023 und 2024 fortgesetzt werden. Zusätzlich werde aufgrund des hohen Bedarfs ein Interims-Programm für WLAN aufgelegt, so Klötzner. Damit sollen die Schulen schneller mit einem vorläufigen, gut funktionierenden Netz ausgestattet werden.

Schluss mit Insellösungen

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Digitalisierung der Darmstädter Schulen ist der Ausbau der übergreifenden digitalen Schulinfrastruktur. Bislang seien viele schulische Digitalisierungsprojekte von versierten Lehrkräften auf lokalen Servern umgesetzt worden. Da eine zentrale Administration nicht möglich war, kam es immer wieder zu Problemen und Mehraufwänden. Aus diesem Grund wurde im Zuge der Umsetzung des Medienentwicklungsplans ein zentrales Server-System für alle Darmstädter Schulen beauftragt. Zur Finanzierung des rund 2,4 Millionen Euro teuren Zentral-Servers wurden DigitalPakt-Mittel herangezogen. An ersten Schulen in Darmstadt wurden mit Einführung der Schulplattform IServ alte Software-Produkte abgelöst. Nach Abschluss dieses Feldversuchs werde die Ausweitung auf die anderen Schulen in Darmstadt angestrebt, so Klötzner.

IT-Sicherheit für die Verwaltung

Neben den Schulen nahm Darmstadts Bildungsdezernent Holger Klötzner bei seinem Resümee die Verwaltungsdigitalisierung in den Blick. Diese könne helfen, Verwaltungsprozesse massiv zu vereinfachen und zu beschleunigen, so Klötzner. Anfang 2023 soll ein neues Web-Portal für Bürgerdienstleistungen online gehen, mit dem viele analoge Prozesse digitalisiert würden. Eine weitere wichtige Aufgabe angesichts der zunehmenden Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen sei die Gewährleistung der IT-Sicherheit. Eine „vollkommene Sicherheit vor Hacker-Angriffen“ sei nicht möglich, daher werde neben der Abwehr von Angriffen auch in Infrastruktur investiert, welche die Folgen von erfolgreichen Angriffen minimieren soll. Zudem sei in Darmstadt eine neue multiprofessionelle Arbeitsgruppe gegründet worden, die regelmäßig zur Verbesserung der IT-Sicherheit der Stadtverwaltung tagt. Des Weiteren wurde der Austausch zur Wissenschaft und zu lokalen Akteuren in diesem Bereich intensiviert.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem digitalen Monitor versammelt, auf dem der Aachener Konzept-O-Mat präsentiert wird.

Aachen: Automat für Medienkonzepte

[27.03.2026] Die StädteRegion Aachen bietet ihren Schulen ein Online-Tool an, mit dem sie ihre Medienkonzepte schneller und gezielter überarbeiten können. Der sogenannte Konzept-O-Mat erfasst den Ist-Zustand der Schule, zeigt Lücken im jeweiligen Konzept auf und gibt Verbesserungshinweise. mehr...

Aufsicht auf einen Schultisch, man sieht einen Laptop und eine Computermaus, auf der eine Kinderhand ruht.

Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...

Stadtrat Nürnberg

Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe

[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...

Mehrere Schülerinnen und Schüler arbeiten im Klassenzimmer mit Tablets.

Neuwied: 2,4 Millionen Euro für die Lerninfrastruktur

[13.03.2026] Mit einem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt Neuwied rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung städtischer Schulen bereit. Mit den Mitteln soll die Lerninfrastruktur weiter modernisiert und gesichert werden. Auch ein verlässlicher IT-Support ist vorgesehen. mehr...

Eine Person bedient den Touchscreen eines Tablets.

Niedersachsen: telli lehrt KI-Einsatz

[24.02.2026] Schule sollte junge Menschen dazu befähigen, KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen. Mit diesem Ziel nimmt jetzt Schul-Chatbot Telli in Niedersachsen seine Arbeit auf. Die datenschutzkonforme Open-Source-Lösung kann sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch das fächerübergreifende, individuelle Lernen herangezogen werden.  mehr...

Mehrere Schüler sitzen in einem Klassenzimmer, eine Lehrerin unterrichtet sie mit Unterstützung eines Whiteboards.

Digitalpakt 2.0: KISA begleitet Schulen

[23.01.2026] Mit dem Digitalpakt 2.0 geht das Förderprogramm zur Digitalisierung an den Schulen in die Fortsetzung. Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) unterstützt Schulen und Schulträger mit passgenauer Beratung, Betreuung und erprobter Hardware. mehr...

Screenshot des Titelblatts des Leitfadens.

Nordrhein-Westfalen: Leitfaden zum IT-Support an Schulen

[19.01.2026] In Nordrhein-Westfalen können Schulen, Schulträger und IT-Dienstleister einen Leitfaden zur „Effizienz in IT-Support und IT-Beschaffung“ an den Bildungseinrichtungen nutzen. Die praxisnahe Orientierungshilfe umfasst sowohl Empfehlungen als auch Best-Practice-Ansätze und berücksichtigt dabei landesweite Regelungen und Vereinbarungen. mehr...

Kinerhand, die auf einem Tablet herumwischt, im Hintergrund sieht man eine klassische grüne Schultafel.

Bayern: Eine Schul-IT-Förderung – statt zwölf

[06.01.2026] Bayern stellt die Finanzierung der digitalen Ausstattung seiner Schulen auf ein neues Fundament: An die Stelle zahlreicher komplexer, befristeter Förderprogramme tritt ab 2027 eine gesetzliche Leistung, die als Pro-Schüler-Pauschale direkt an die Schulaufwandsträger ausgezahlt wird. Gefördert werden Digitalinfrastruktur, Endgeräte, Bildungsmedien sowie IT-Wartung. mehr...

Ki hält in den Schulen von zwölf Bundesländern Einzug. Eine Umfrage des eco zeigt indes große Skepsis in der Bevölkerung.

Digitale Schule: Einigung auf Digitalpakt 2.0

[05.01.2026] Bund und Länder investieren bis 2030 fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen. Darauf verständigte sich die Bildungsministerkonferenz. Neu ist die Vereinfachung der administrativen Prozesse – der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger soll deutlich sinken. mehr...

Porträtaufnahme von Frank Schöneberg
bericht

Finanzierungsmodelle: Geliehene Schul-IT

[10.12.2025] Aufgrund der Investitionsrückstände in den Kommunen bleibt auch die Digitalisierung der Schulen oft Stückwerk. Frank Schöneberg, Vice President Sales Public & Healthcare bei CHG-Meridian, erklärt, wie Schulen der Finanzierung nach Kassenlage entkommen. mehr...

Eine Schülerin hält ein Smartphone in der Hand, im Hintergrund ist verschwommen ein Schulflur mit weiteren Schülerinnen und Schülern zu sehen.

Saarland: Mit telli KI verstehen lernen

[02.12.2025] Im Saarland können jetzt alle Schulen den auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot telli nutzen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erhalten damit einen datenschutzkonformen Zugang zu KI-gestützten Lernmitteln Die Lehrkräfte können den Bot unabhängig vom Kollegium einsetzen, sobald sie einen Zertifikatskurs absolviert haben. mehr...