IT.NRWBasis der Modernisierung

Eine Multi-Cloud-Architektur ist für die IT.NRW-Strategie zentral.
(Bildquelle: rakibul0160/stock.adobe.com)
Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist eine der größten Herausforderungen und zugleich eine enorme Chance. Cloudtechnologien ermöglichen eine moderne, effiziente Verwaltung, indem sie IT-Ressourcen flexibel bereitstellen, Betriebskosten senken und Prozesse beschleunigen. Der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) verfolgt das Ziel, länderübergreifende IT-Lösungen für Verwaltungsaufgaben zu entwickeln und diese in eine leistungsfähige Multi-Cloud-Umgebung zu integrieren. Das stärkt die Zusammenarbeit zwischen Institutionen und bildet eine solide Basis für eine nachhaltige Digitalisierung. Dabei erfordert die wachsende Komplexität der Verwaltungsaufgaben eine skalierbare und sichere IT-Infrastruktur, die sich flexibel an neue Anforderungen anpassen kann. Cloudtechnologien bieten genau diese Anpassungsfähigkeit, indem sie IT-Ressourcen bedarfsgerecht bereitstellen oder reduzieren. So steigt die Effizienz, Kosten werden optimiert und gleichzeitig die Resilienz der Verwaltung erhöht.
Ein zentrales Element der Strategie von IT.NRW ist die Multi-Cloud-Architektur mit einer privaten, zertifizierten Cloud für besonders schutzbedürftige Anwendungen, externen Cloudlösungen für spezifische Anforderungen und der standardisierten Deutschen Verwaltungscloud (DVC) als interoperabler Plattform für alle Verwaltungsebenen. Diese Architektur fördert eine einheitliche, sichere und föderierte IT-Landschaft und stellt sicher, dass Verwaltungsprozesse nachhaltig betrieben werden können. Öffentliche IT-Dienstleister spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie sind nicht nur Anbieter von Clouddiensten, sondern gestalten die technologischen Grundlagen durch die Definition offener Schnittstellen, einheitlicher Standards und interoperabler Plattformen.
Sicherheitskonzept mit höchsten Standards
Eine harmonisierte Cloudarchitektur reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern und ermöglicht eine kontrollierte, schrittweise Migration bestehender IT-Dienste. Der Einsatz von Automatisierungstechnologien und agilen Methoden wie DevOps ermöglicht eine schnelle Bereitstellung und kontinuierliche Optimierung von IT-Diensten. Das senkt langfristig Kosten, reduziert den Verwaltungsaufwand und erleichtert die Integration neuer digitaler Lösungen.
Die Digitalisierung erfordert ein umfassendes Sicherheitskonzept mit höchsten Standards. IT.NRW wählt Cloudumgebungen gezielt nach Anwendungsfall und Schutzbedarf aus und sorgt für eine durchgängige Standardisierung und Harmonisierung der Sicherheitsanforderungen. Dies gewährleistet ein einheitliches Schutzniveau für alle Verwaltungsbereiche. Ein zentrales Security Operations Center und ein spezialisiertes Computer Emergency Response Team (CERT) sorgen für kontinuierliches Monitoring und Notfallmanagement. Cyberangriffe gehören zu den größten Bedrohungen für die digitale Verwaltung. IT.NRW begegnet diesen Risiken mit Echtzeitüberwachung, regelmäßigen Sicherheitsaudits und enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Sicherheitspartnern. Verschlüsselungstechnologien, Zugriffskontrollen sowie regelmäßige Stresstests und Sicherheitsprüfungen stärken die Widerstandsfähigkeit der IT-Infrastrukturen. Als zentraler IT-Dienstleister übernimmt IT.NRW eine tragende Rolle in der Sicherheitsarchitektur der Verwaltungs-IT. Die Abstimmung mit Cloudanbietern stellt sicher, dass Sicherheitsmaßnahmen konsequent geprüft und weiterentwickelt werden. Verwaltungen profitieren so von hohen Standards und sicheren Lösungen, welche die digitale Handlungsfähigkeit nachhaltig unterstützen.
Umfassende Beratung zur Cloudtransformation
Ein wesentliches Problem der Verwaltungsdigitalisierung ist die Fragmentierung der IT-Landschaft. Unterschiedliche Systeme, inkompatible Schnittstellen und proprietäre Lösungen erschweren die Zusammenarbeit zwischen Behörden. Öffentliche IT-Dienstleister müssen daher als technische Instanzen agieren, die einheitliche Standards definieren und durchsetzen. Die Entwicklung einer standardisierten Cloudarchitektur für die Verwaltung, die Einführung offener Schnittstellen (APIs) und die Definition gemeinsamer Sicherheitsrichtlinien gehören dazu. Eine Open-Source-Strategie trägt dazu bei, Abhängigkeiten von einzelnen IT-Anbietern zu reduzieren und Innovationen zu fördern. Ziel ist eine einheitliche, interoperable IT-Infrastruktur, die föderale Zusammenarbeit erleichtert und langfristige IT-Strategien unterstützt.
Die Einführung von Cloudtechnologien bedeutet mehr als eine technologische Umstellung – sie verändert grundlegend die Arbeitsweise und Organisation von IT-Diensten. IT.NRW unterstützt diesen Wandel mit umfassender Beratung zur Cloudtransformation, der Einführung agiler Methoden und der Automatisierung von Bereitstellungs- und Qualitätssicherungsprozessen. Nicht nur technische, sondern auch organisatorische Prozesse müssen weiterentwickelt werden. Die Einbindung von Mitarbeitenden und gezielte Schulungen sind entscheidend, um die Vorteile der Cloud optimal zu nutzen. Kontinuierliche Weiterbildung, neue cloudbasierte Arbeitsumgebungen und ein durchdachtes Change Management erleichtern den Übergang in die digitale Verwaltung. Ein zentrales Element dabei ist das Cloud Competence Center, das in NRW als erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Cloudleistungen fungiert. Es bietet umfassende Beratung für öffentliche Bedarfsträger, entwickelt gezielte Schulungsangebote und koordiniert die Einführung sowie Weiterentwicklung verschiedener Clouddienste und neuer Technologien. So wird die Cloudtransformation effizient gesteuert und nachhaltig vorangetrieben.
Schlüsselprojekt der kommenden Jahre
Mit einem strategischen Multi-Cloud-Ansatz, höchsten Sicherheitsstandards und konsequenter Nutzerorientierung schafft IT.NRW die Basis für eine zukunftssichere digitale Infrastruktur. Technologische Innovation, effiziente Prozessgestaltung und nachhaltige Ressourcennutzung machen die Cloudtransformation zu einem Schlüsselprojekt der kommenden Jahre. Die Verwaltung der Zukunft wird zunehmend von digitalen Plattformen und intelligenten Anwendungen geprägt sein. Cloudtechnologien ermöglichen eine bessere Vernetzung und Kooperation zwischen Behörden und bilden die Grundlage für datengetriebene Entscheidungen und innovative Verwaltungsdienstleistungen. Damit wird die Cloud zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer modernen Verwaltung, die den steigenden Anforderungen einer digitalen Gesellschaft gerecht wird.
Im Ausblick auf 2025 plant IT.NRW den weiteren Ausbau der Multi-Cloud-Plattform, eine stärkere Integration der Deutschen Verwaltungscloud sowie die kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheitsarchitektur und des Cloudmanagements. Durch den verstärkten Austausch mit anderen öffentlichen IT-Dienstleistern wird zudem eine engere Zusammenarbeit auf föderaler und länderübergreifender Ebene angestrebt, um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung nachhaltig und effizient zu gestalten.
Registermodernisierung: Gemeinsam zum cloudbasierten Register
[22.10.2026] AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport wollen eine gemeinsame Plattform für Register-as-a-Service entwickeln und betreiben. Cloudbasierte Dienste und standardisierte Adapter sollen den Anschluss von Registern an die Infrastruktur der Registermodernisierung vereinfachen. mehr...
Böblingen: IT-Support teilweise ausgelagert
[13.10.2026] Die Stadt Böblingen hat die Erstannahme von IT-Störungen und Anwenderanfragen an den IT-Dienstleister enthus vergeben. Damit will die Verwaltung ihre IT-Abteilung entlasten und Kosten sparen. Die Bearbeitung der Störungen und die Verantwortung für die Fachverfahren bleiben bei der Stadt. mehr...
Cloud-Infrastruktur: Souveräne Smart City
[07.10.2026] Smarter, vernetzter, bürgerfreundlicher und trotzdem digital souverän. Städte und Gemeinden müssen sich modernisieren und gleichzeitig die Herrschaft über ihre digitale Zukunft behalten. Eine standardisierte und interoperable Cloud-Architektur hilft dabei. mehr...
RPM Technical Solutions: Rechenzentren modernisieren – bei laufendem Betrieb
[06.10.2026] Rechenzentren müssen technisch up to date sein, um Performance und Sicherheit zu gewährleisten. Sie im Live-Betrieb ohne Ausfälle umzubauen, ist anspruchsvoll. Der Rechenzentrumsspezialist RPM Technical Solutions erläutert in einem Fachbeitrag, wie worauf es dabei ankommt. mehr...
KDN sozial: Registermodernisierung einfach erklärt
[01.10.2026] Die Registermodernisierung gilt als Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung. Doch was ändert sich dadurch eigentlich für die Hersteller und Anwender von Fachverfahren? Ein Informationsangebot von KDN.sozial erläutert die wichtigen Basics. mehr...
ZenDiS: openDesk-Partnerprogramm startet
[24.09.2026] Die Nachfrage nach der digital souveränen Office- und Kollaborationssuite openDesk ist hoch. Das ZenDiS, das die Lösung seit 2024 weiterentwickelt, reagiert darauf mit neuen Bezugswegen: Erstmals können neben öffentlichen IT-Dienstleistern auch privatwirtschaftliche Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister eigene openDesk-Enterprise-Angebote aufbauen. mehr...
Hessen: Land fördert Low Code für Kommunen
[17.09.2026] Der Main-Kinzig-Kreis will die Open-Source-Plattform Limbas für den Einsatz in Kommunalverwaltungen weiterentwickeln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt OSLOCO-Hessen mit rund 1,3 Millionen Euro. Verwaltungen sollen damit eigene Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnisse erstellen können. mehr...
Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau
[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...
Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe
[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...
IT-Dienstleister: Next Level IT
[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...
IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen
[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...
regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum
[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...
Darmstadt: Städtische IT ist zu alt
[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...
ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone
[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. mehr...
Hanau: Tablets im Einsatz
[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...



















