Donnerstag, 30. Juli 2026

KaiserslauternMehr Sicherheit bei Großveranstaltungen

[24.10.2025] In Kaiserslautern sorgen ab sofort vier eigens entwickelte mobile Teleskopmastsysteme (TEMES) für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen. Die TEMES können flexibel aufgebaut und beispielsweise mit Kameras bestückt werden. Sie verfügen über ein dauerhaft aktives Monitoring und Alarmierungssystem. Eine mobile Stromversorgung über mehrere Stunden ist möglich.
Ein Teleskopmast, der mit Beleuchtung, Richtfunk und steuerbarer Kamera ausgestattet ist.

Die Teleskopmasten können beispielsweise mit Beleuchtung, Richtfunk und steuerbarer Kamera ausgestattet werden.

(Bildquelle: KL.digital)

Nach mehreren Praxistests hat jetzt KL.digital vier mobile Teleskopmastsysteme (TEMES) an den Kommunalen Vollzugsdienst der Stadt Kaiserslautern übergeben. Wie die hundertprozentige Tochtergesellschaft der rheinland-pfälzischen Kommune mitteilt, sollen sie fortan für mehr Sicherheit bei Großveranstaltungen sorgen. Es handle sich um die neueste Eigenentwicklung des herzlich digitalen Teams. Nach Rainbow, dem sternförmigen Glasfasernetz, das viele Liegenschaften mit dem Rathaus verbindet, und MOGLI, der mobilen Glasfaserlösung, die bei Veranstaltungen – und auch im Falle einer Notlage – kurzfristig sichere Netze für Einsatzkräfte oder die Bevölkerung bereitstellen kann (wir berichteten), sei TEMES der nächste Schritt hin zu einer modernen, vernetzten Sicherheitsinfrastruktur. Eines der Mastsysteme ist laut KL.digital erfolgreich bei der Oktoberkerwe 2024, dem diesjährigen Altstadtfest sowie der Maikerwe eingesetzt. Entlang der dabei gewonnenen Erfahrungen sei TEMES optimiert worden.

Durch den modularen Aufbau können die Teleskopmasten je nach Einsatzszenario flexibel bestückt werden, sei es mit Kameras, Richtfunkstrecken, Access-Points oder Beleuchtung und perspektivisch auch mit Durchsagetechnologie. Der Aufbau sei schnell und unkompliziert. „Die Teleskopmasten sind extrem leicht und dadurch mobil einsetzbar“, erklärt Frank Huber, Geschäftsführer von KL.digital. „Sie lassen sich innerhalb weniger Minuten aufbauen und in den Einsatz bringen. Falls erforderlich auch an einem beliebigen Ort von einem Fahrzeug aus.“ Die im ausgefahrenen Zustand sechs Meter hohen Masten können für mehrere Stunden auch mittels mobiler Stromversorgung betrieben werden. Zudem verfügen die vernetzten Systeme über ein dauerhaftes aktives Monitoring und Alarmierungssystem, sodass etwaige Störungen oder Manipulationen schnell erkannt und behoben werden können. „Auch gegen Hackerangriffe ist es gewappnet, da es als geschlossenes IT-Ökosystem vollständig isoliert betrieben wird“, erklärt Huber.

Gemeinsam mit der ebenfalls übergebenen mobilen Videowall für das Lagezentrum sind die neuen Systeme laut KL.digital eine wertvolle Unterstützung für Veranstalter sowie für Einsatz- und Rettungskräfte. Sie sorgen für eine bessere Übersicht über das Veranstaltungsgeschehen und erleichtern so schnelle, fundierte Entscheidungen in Echtzeit. „Wir hatten beim Altstadtfest zwei Einsätze, bei denen die Technik entscheidend war“, berichtet Werner Schmidt, Abteilungsleiter des Kommunalen Vollzugsdienstes. „In einem Fall konnten wir eine Privatdrohne schnell erkennen und daraufhin reagieren und in einem weiteren Fall eine drohende Überfüllung eines Platzes frühzeitig identifizieren und vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Diese neuen Systeme sind für uns sehr, sehr wichtig. Die Technik ist für uns unabdingbar.

Die Entwicklung der TEMES wurde laut KL.digital durch Fördermittel im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities finanziert. Eigentümerin der Systeme sei die Stadt Kaiserslautern. Die leistungsstarke Technik sei kostengünstig und somit auch für andere Kommunen interessant und finanzierbar.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Luftbild der Gemeinde Eichenzell
bericht

Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe

[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...

Geschäftsmann hält Puzzle mit virtuellem Symbol.
bericht

IT-Dienstleister: Next Level IT

[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...

Lennart_Schaer_Stephan_Brinkmann
interview

IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen

[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...

drei Personen durchtrennen vor einem Gebäude ein rotes Band

regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum

[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...

rescueTablet bei Feuerwehr Hanau im Einsatz
bericht

Hanau: Tablets im Einsatz

[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...

Symbolbild Cloud Computing

GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf

[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...

Bremen-NRW_API-Strategie

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

Frauenhand die auf einem weißen Telefon eine Nummer eintippt

Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient

[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. 
 mehr...

Markus Bremkamp, Stephan Hauber Porträtfotos
interview

Interview: Zwischen Praxis und Politik

[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...

Kreishaus Düren

Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt

[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...

Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran

[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...

Grün eingefärbte Nahaufnahme einer Computer-Platine.
bericht

Green IT: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Digitalisierung

[08.04.2026] Angesichts der komplexen Aufgaben, denen sich der öffentliche Sektor in seiner digitalen Transformation gegenübersieht, haben Umweltaspekte oft eher niedrige Priorität. Klare Ziele und konkrete, einfache Maßnahmen helfen, Nachhaltigkeitsziele in digitale Strategien zu integrieren. mehr...