MainzMit neuen Projekten voran

Mainz will mit zahlreichen Projekten auf dem Weg zur Smart City vorankommen.
(Bildquelle: Landeshauptstadt Mainz)
Im diesjährigen Smart City Index vom Bitkom (wir berichteten) hat die Stadt Mainz 68,5 von 100 Punkten erreicht und sich damit erneut gegenüber dem Vorjahr gesteigert (2024: 67,6; 2023: 62,2). Dennoch bleibt Mainz im Städtevergleich im Mittelfeld: Mit Platz 51 verliert die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt sechs Plätze gegenüber 2024, weil andere Städte schneller vorangekommen sind. Ein Jahr zuvor hatte Mainz eigenen Angaben zufolge noch überdurchschnittliche Wachstumsraten bei der Digitalisierung der Verwaltung und stieg nicht nur im Index, sondern auch im Vergleich.
Oberbürgermeister Nino Haase kommentiert: „Mein Ziel ist, das Tempo erheblich zu steigern. Angesichts der zahlreichen aktuellen Maßnahmen bin ich überzeugt, dass sich dies bereits kurz- und mittelfristig zeigen wird. Dank einer hochmotivierten Verwaltung haben wir nun Fahrt aufgenommen.“ Obwohl der Teilbereich der Verwaltung im Smart City Index mit 70,2 Punkten schon jetzt über dem Mainzer Gesamtschnitt liegt, sieht der Oberbürgermeister hier Potenzial für einen großen Sprung: „Wir haben die Grundlagen geschaffen und zahlreiche Projekte in der Pipeline, damit Mainz schneller digitaler wird.“
Projekte für 2025 und 2026
Zu den Maßnahmen, die jüngst abgeschlossen wurden oder gerade in Umsetzung sind, gehören nach Angaben der Stadt Mainz zahlreiche OZG-Leistungen und die Einführung der E-Akte in der Ausländerbehörde. In den Ämtern mit dem größten Digitalisierungspotenzial werde 2026 eine DigIT-Koordination eingeführt, um Projekte schneller und zielgenauer umsetzen zu können. Die städtische Website erhalte einen umfassenden Relaunch inklusive zeitgemäßem Bürgerservice und KI-Unterstützung. Die Einführung von Microsoft 365 soll nach den nun gefassten Beschlüssen – inklusive weiterer Vorarbeiten im Bereich des Datenschutzes – im Oktober 2025 starten. Die Kita-App mit einer zentralen Anmeldeplattform, an der sich neben der Stadt auch die freien Träger beteiligen, wird gerade entwickelt. Mit dem Relaunch von WebGIS im ersten Quartal 2026 wird die erste Stufe eines Digitalen Zwillings gestartet. Noch 2025 wird die Stadt Mainz gemeinsam mit drei weiteren Kommunen einen Förderantrag für ein Open-Data-Projekt einreichen.
Diese Projekte werden nicht nur die ämterübergreifende und interkommunale Zusammenarbeit stärken, sondern auch erheblichen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger bieten, so die Stadt Mainz.
Oberbürgermeister Haase: „Aus den Ergebnissen der Studie zeigt sich, dass die Städte im Vorteil sind, die früh und in hohem Umfang in die Digitalisierung investiert hatten. Wir werden nun aufholen, indem wir erstmals in eine wirklich stadtweite Strategie investieren. Die Einführung von Microsoft 365 ist dabei eines meiner Kernprojekte. Dabei wollen wir die Vorteile durch Digitalisierung und Automatisierung in den kommenden Jahren deutlich spürbar machen: im Service für die Bevölkerung und Wirtschaft sowie durch Arbeitsentlastung und Effizienzsteigerung in der Stadtverwaltung.“
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