Mittwoch, 28. Oktober 2026

WeißenburgDigitalisierung mit System

[21.01.2026] Die Stadt Weißenburg betreibt ihre Digitalisierung mit Struktur – und dem Nutzen im Blick. Viele Projekte sind bereits umgesetzt, weitere stehen kurz vor dem Start. Das Spektrum reicht dabei von Dokumentenmanagement und intelligentem Winterdienst bis hin zu KI und einer Stadt-App.
Historischer Stadtkern aus der Vogelperspektive, man sieht rote Ziegeldächer, Fachwerkhäuser und eine Kirche.

Alte Häuser, moderne Verwaltung - die Stadt Weißenburg berichtet über ihre digitale Transformation.

(Bildquelle: Stadt Weißenburg)

Die Stadt Weißenburg ordnet ihre Verwaltungsdigitalisierung schrittweise neu. Mit einer klaren Digitalstrategie, festen Zuständigkeiten und sichtbaren Ergebnissen habe die Verwaltung in den vergangenen Monaten entscheidende Fortschritte erzielt, berichtet die mittelfränkische Stadt. Koordiniert wird der Prozess von der Stabstelle Digitalisierung unter der Leitung von Simone Heckel (CDO), die die digitale Transformation strategisch steuert und bereichsübergreifend vorantreibt. Ein wichtiges Projekt, das kurz vor dem Abschluss steht, ist die Einführung des Dokumentenmanagementsystems (DMS). Damit verfügt Weißenburg über eine einheitliche, rechtssichere digitale Ablage als Basis für moderne Verwaltungsprozesse. Im kommenden Jahr soll auch die Eingangspost der Verwaltung vollständig digital verarbeitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau eines professionellen Prozessmanagements, um einheitliche Abläufe und kürzere Bearbeitungszeiten zu etablieren und damit bessere Services für Bürgerinnen und Bürger anzubieten.

Digitalisierung über das Rathaus hinaus

Auch jenseits des Bürgerservices sind mehrere digitale Projekte erfolgreich etabliert. So werden Rechnungen vollständig elektronisch verarbeitet, auch das Bewerbungsverfahren der Stadt läuft komplett digital. Für die Kommune bedeutet Digitalisierung laut eigenen Angaben aber nicht nur neue Technik, sondern vor allem Qualifizierung und Unterstützung der Beschäftigten. Dabei kommt die neue Lernplattform Lernß zum Einsatz. Mit deren Hilfe absolvieren Mitarbeitende Schulungen flexibel digital, Pflichtfortbildungen werden automatisch dokumentiert.

Die Digitalisierung der Stadt Weißenburg erstreckt sich auch nicht allein auf das Rathaus: Beim städtischen Bauhof ist der Winterdienst bereits komplett digital organisiert – von der Routenplanung über das Echtzeit-Tracking bis zur Dokumentation der Einsätze. Im nächsten Schritt soll auch die interne Verwaltung des Bauhofs digitalisiert werden.

KI und Stadt-App

Beim Thema Künstliche Intelligenz geht Weißenburg strukturiert vor. Eine interne Arbeitsgruppe erarbeitet derzeit klare Regeln für einen sicheren Einsatz von KI. Parallel werden Schulungen vorbereitet. Ein erstes konkretes Projekt ist bereits geplant: Die Protokollierung von Stadtratssitzungen soll künftig KI-gestützt erfolgen. Zur weiteren strategischen Steuerung soll zudem ein Lenkungskreis Digitalisierung eingerichtet werden, um gemeinsam über Prioritäten zu entscheiden. Fest steht: Die Stadt baut ihre Onlineservices weiter aus. Derzeit wird die Einführung einer Stadt-App geprüft.



Stichwörter: Bürgerservice, Weißenburg


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