Kreis Dahme-SpreewaldIntelligenter Verwaltungsassistent im Test

Der intelligente Verwaltungsassistent iva.AT soll die Qualität digital eingereichter Unterlagen deutlich erhöhen und die Bearbeitung in den Ausländerbehörden beschleunigen.
(Bildquelle: aogreat/123rf.com)
Der Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald ist eine von bundesweit acht Kommunen, die in der Ausländerbehörde den intelligenten Verwaltungsassistenten iva.AT testen. Dabei handelt es sich um eine Künstliche Intelligenz, die bei Online-Anträgen auf Aufenthaltstitel unterstützt, erklärt die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB).
Der iva.AT erkenne bereits bei der digitalen Antragstellung, ob hochgeladene Dokumente tatsächlich den Anforderungen entsprechen, ob Angaben vollständig sind oder ob Widersprüche vorliegen. Bürgerinnen und Bürger erhalten unmittelbar Hinweise, wenn Unterlagen fehlen oder nicht in der richtigen Form vorliegen. Für die Mitarbeitenden in den Behörden bedeute das weniger zeitaufwendige Rückfragen und Nachforderungen, kürzere Bearbeitungszeiten und insgesamt eine höhere Qualität der Antragsdokumente. Zur Einführung konzentriere sich die KI-Komponente auf die vier meistgenutzten Antragsstrecken im Aufenthaltsbereich: Erwerbstätigkeit, Familiennachzug, Ausbildung und Niederlassungserlaubnis.
KI trifft keine Vorentscheidung
Wie die AKDB berichtet, ist das Pilotprojekt Teil des bundesweit etablierten Programms „Aufenthalt Digital“ und werde von dem kommunalen IT-Dienstleister technisch realisiert. Die acht Pilotkommunen verteilen sich auf Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen. Durch die geografisch und strukturell heterogene Auswahl soll das System unter verschiedenen organisatorischen Bedingungen getestet werden. Erste Auswertungen der laufenden Pilotierungen zeigen demnach positive Tendenzen: Fehlerquoten gehen zurück, die Bearbeitung wird schneller. Konkrete Zahlen werden nach Abschluss der Datenerhebung veröffentlicht.
Nach Abschluss der Pilotphase im ersten Halbjahr 2026 soll die Lösung schrittweise weiteren Ausländerbehörden zur Verfügung stehen, die bereits die Online-Dienste von Aufenthalt Digital einsetzen. Dabei haben sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch die Sachbearbeitenden die freie Wahl, ob sie die KI-Unterstützung aktivieren möchten, heißt es vonseiten des IT-Dienstleisters. Die KI liefere eine Vorabprüfung, welche die Arbeit erleichtert, ohne eine Vorentscheidung zu treffen.
Weitere Assistenten sind geplant
Parallel zum Projekt im Aufenthaltsrecht läuft seit Ende 2025 die Erprobung von iva.WG für Wohngeldämter, berichtet die AKDB. Auch hier übernehme die KI die Rolle eines intelligenten Assistenten, der Anträge prüft, auf fehlende Angaben hinweist und Arbeitsschritte automatisiert. Momentan werde iva.WG in fünf Kommunen getestet. Andere Kommunen haben ihr Interesse bekundet, Gespräche über neue Pilotierungen laufen bereits.
In den kommenden Monaten will die AKDB außerdem schrittweise weitere KI-basierte Verwaltungsassistenten unter dem Produktnamen iva.Services in Betrieb nehmen. Ziel sei es, Verwaltungsprozesse über unterschiedliche Fachbereiche hinweg zu standardisieren, Antragstellungen zu vereinfachen und den digitalen Bürgerservice nachhaltig zu verbessern.
AKDB-Kommunalforum: Bürgermeister setzen auf KI
[02.11.2026] Eine neue Studie der Universität Bremen und der KGSt zeigt: Künstliche Intelligenz ist in den Führungsetagen der Kommunalverwaltungen angekommen. 89 Prozent der Bürgermeister und Landräte in Deutschland unterstützen den KI-Einsatz, 44 Prozent nutzen die Technologie täglich. Allerdings fehlen vielerorts klare Zuständigkeiten für das Datenmanagement. mehr...
Kreis Bergstraße: EMMA entlastet die Verwaltung
[29.10.2026] Der Kreis Bergstraße setzt auf Robotic Process Automation (RPA) und die Software EMMA, um wiederkehrende Verwaltungsaufgaben zu automatisieren. Allein im Gesundheitsamt wurden rund 100 Prozesse auf ihr Automatisierungspotenzial untersucht. mehr...
Mecklenburgische Seenplatte: KI unterstützt beim Bauantrag
[22.10.2026] Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte setzt bei der digitalen Baugenehmigung auf Künstliche Intelligenz. Ein neuer KI-Assistent soll Antragstellende durch das Verfahren führen, Fragen beantworten und die Vollständigkeit der Anträge verbessern. mehr...
Mettmann: Metti gibt Auskunft
[21.10.2026] Die Stadt Mettmann setzt auf einen KI-basierten Bürgerassistenten, der rund um die Uhr Fragen beantwortet und Informationen in mehr als zehn Sprachen bereitstellt. Die Einführung verlief nach Angaben der Stadt unkompliziert und mit geringem technischem Aufwand. mehr...
BMDS: Neue Runde für KI-Agenten
[21.10.2026] Agentische KI kann Verwaltungen bei internen Abläufen, der Antragsbearbeitung und im Bürgerservice entlasten. Im Agentic AI Hub des BMDS erproben Kommunen und Start-ups entsprechende Anwendungen. Das Vorhaben geht nach einem vielversprechenden Start nun in die zweite Runde. mehr...
Interview: Viel mehr als ein Chatbot
[20.10.2026] Künstliche Intelligenz kann nicht nur Bürgeranfragen automatisiert beantworten. Welche Potenziale KI-Agenten für Kommunen und Stadtwerke bieten, erläutert Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin von Aristech, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...
Rheingau-Taunus-Kreis: Eigene KI für den Verwaltungsalltag
[19.10.2026] Texte entwerfen und zusammenfassen, Informationen schneller recherchieren oder Besprechungen automatisch dokumentieren: KI kann Beschäftigte in Verwaltungen bei vielen Aufgaben unterstützen. Der Rheingau-Taunus-Kreis will dafür ein eigenes KI-Sprachmodell aufbauen – Nachnutzung inklusive. mehr...
Wiesbaden: Stadtentwicklung mit KI erleben
[14.10.2026] Wie könnten öffentliche Räume künftig gestaltet werden? Mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ können Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Zukunftsszenarien für reale Orte in der Stadt entwerfen. Die Anwendung soll zum Nachdenken über Stadtgestaltung anregen. mehr...
AKDB: Weitere Kommunen können KAI nutzen
[13.10.2026] Nach einer dreimonatigen Pilotphase mit knapp 30 Kommunen stellt die AKDB ihren KI-Assistenten KAI nun weiteren Verwaltungen zur Verfügung. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Recherche, Texterstellung und Nutzung von Verwaltungswissen unterstützen. mehr...
Advertorial: KI im Posteingang der Verwaltung: was sie abnimmt und wo die Grenze liegt
[12.10.2026] Wenn KI Anträge, Rechnungen und Anfragen vorsortiert, bleibt in der Verwaltung mehr Zeit für die eigentliche Fallarbeit. Wie weit die Automatisierung des Posteingangs gehen kann – und warum die letzte Entscheidung beim Menschen bleiben sollte. mehr...
Bitkom: Ja zur Behörden-KI
[08.10.2026] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt wachsende Zustimmung zu KI bei Behördenanträgen. Meist soll ein Mensch an der Entscheidung beteiligt sein. Gefragt sind auch Behörden, die von sich aus aktiv werden, und mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung. mehr...
Arnsberg: Bürger können Arni fragen
[07.10.2026] Bürger der Stadt Arnsberg müssen nun nicht mehr auf Öffnungszeiten achten, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben, sondern können sich damit ab sofort an den KI-gestützten Chatbot Arni wenden. mehr...
deAI Labs: Marktstart für KI-Plattform daeo
[07.10.2026] Mit daeo bringt das deutsche KI-Start-up deAI Labs eine Plattform für Mittelstand und Verwaltung auf den Markt. Sie soll verstreute Daten für unterschiedliche KI-Anwendungen aufbereiten. Der kommunale Software-Anbieter komuna nutzt sie bereits in seinem Support. mehr...
European Public Sector Award: BärGPT auf Platz zwei
[06.10.2026] Der Berliner KI-Assistent BärGPT wurde beim European Public Sector Award für nutzerzentrierte Dienste auf regionaler und lokaler Ebene prämiert. Die Anwendung von Senatskanzlei und CityLAB Berlin hilft bei Recherche, Texterstellung und Dokumentenbearbeitung. mehr...
Komm.ONE: Beitritt zum KI-Netzwerk IPAI
[06.10.2026] Komm.ONE ist jetzt Mitglied des Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn. Der kommunale IT-Dienstleister will dort seine Expertise in der Verwaltungsdigitalisierung einbringen und Kommunen stärker mit Fachleuten für Künstliche Intelligenz vernetzen. mehr...


















