Samstag, 18. April 2026

MünchenOpen Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen.
Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

Die Anwendung Ehrenamtjustiz soll in München die Abläufe rund um die Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern erleichtern.

(Bildquelle: psisa/123rf.com)

Zur Berufung von Schöffinnen und Schöffen beim Amtsgericht sowie ehrenamtlichen Richterinnen und Richtern am Verwaltungsgericht führt das IT-Referat der bayerischen Landeshauptstadt München die Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz ein. Das moderne Fachverfahren soll Sachbearbeitende bei der Erfassung, Verwaltung und Auswahl geeigneter Bewerber für die oben genannten Ämter unterstützen – diese Arbeit sei mit der bisher genutzten Software namens Schöffenverwaltung komplex und zeitintensiv gewesen, teilt die Stadt München mit. 

Mithilfe der Lösung Ehrenamtjustiz könnten Bewerbungen zentral erfasst und verwaltet werden; Vorschlagslisten würden auf Grundlage eines präzisen Abgleichs der Bewerberdaten mit dem Melderegister automatisiert erstellt. Gleichzeitig eröffne die Anwendung einen digitalen Weg für die Bürgerinnen und Bürger: Wer sich für das Schöffenamt oder das Amt als ehrenamtlicher Richter interessiere, könne online mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt treten und sich für die Vorschlagslisten vormerken lassen. Das senke Hürden – und stärke die Beteiligung an der ehrenamtlichen Justiz.

Technisch basiert die Anwendung nach Angaben des Münchner IT-Referats auf der bewährten it@M-Referenzarchitektur und wird auf der OpenShift-Plattform betrieben. Die Architektur gewährleiste eine klare Trennung von Komponenten und biete standardisierte Schnittstellen zu externen Systemen wie dem Einwohnermelderegister und Änderungsdiensten.





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