Essen / Kaiserslautern / WürzburgIntegreat-App unterstützt Zugezogene

Um die Integration Zugewanderter zu unterstützen, hat die Stadt Essen die Integreat-App gestartet.
v.l.: Michael Mittag, Digitalfabrik gGmbH – Tür an Tür; Vivien Münstermann, Kommunales Integrationszentrum Essen; Hanimgül Ilhan, AWO Essen; Galina Borchers, Fachbereichsleitung Kommunales Integrationszentrum Essen; Moritz Becker, ProAsyl – Flüchtlingsrat e.V. Essen; Jörg Lehmann, Diakoniewerk Essen
(Bildquelle: Moritz Leick, Stadt Essen)
Um die Integration Zugewanderter zu unterstützen, hat die Stadt Essen die Integreat-App gestartet.
v.l.: Michael Mittag, Digitalfabrik gGmbH – Tür an Tür; Vivien Münstermann, Kommunales Integrationszentrum Essen; Hanimgül Ilhan, AWO Essen; Galina Borchers, Fachbereichsleitung Kommunales Integrationszentrum Essen; Moritz Becker, ProAsyl – Flüchtlingsrat e.V. Essen; Jörg Lehmann, Diakoniewerk Essen
(Bildquelle: Moritz Leick, Stadt Essen)
Mit Essen und Würzburg bringen nun zwei weitere Kommunen die Integreat-App (wir berichteten) an den Start. Die beiden Städte wollen damit zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen erleichtern. In der ständig gepflegte Integreat-Datenbank finden sich regionale Informationen beispielsweise über Behörden, Beratungsstellen, Sprach- und Bildungsangebote sowie zu den Themen Wohnen, Arbeit und Gesundheit. Hinzu kommen allgemeine Informationen beispielsweise darüber, wie man ein Bankkonto eröffnet oder was eine Haftpflichtversicherung ist.
Da es sich bei der ursprünglich in Augsburg entwickelten Anwendung um eine Open Source Software handelt, können Kommunen vorgefertigte Module nutzen oder diese an ihre Bedürfnisse anpassen. Dank Künstlicher Intelligenz (KI) können die Informationen außerdem in den vor Ort relevanten Sprachen zur Verfügung gestellt gestellt werden, wobei sich die Übersetzungs- und Entwicklungskosten solidarisch auf alle teilnehmenden Kommunen verteilen. Integreat steht nicht nur als App sondern auch als Browserversion zur Verfügung. Die App ist nach dem Download auch offline nutzbar. Über 130 Kommunen machen in Deutschland von der App Gebrauch.
Würzburg bereitet Roll-out vor
In Würzburg sollen die App und Plattform ab Sommer 2026 ausgerollt werden, kündigt die Stadt in Bayern an. „Der Wunsch nach einer einfach zu bedienenden App, die Integration und Teilhabe von Migranten fördert, besteht hier schon lange“, erklärt Würzburgs Sozialreferentin Eva von Vietinghoff-Scheel. „Bislang waren aber die Rahmenbedingungen nicht gegeben. Durch die Finanzierung dank einer Erbschaft wie auch die Weiterentwicklung der App können wir nun endlich diesen wichtigen Schritt gehen und bieten bald einen Baustein zu mehr Orientierung und Teilhabe an.“
Die App wird nach Angaben der Stadt eine Hilfe für Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund für ihr tägliches Leben in Würzburg sein. Sie werde aber auch Mitarbeitende in Behörden, Beratungsstellen und weitere Anbieter von Unterstützungen entlasten. Papierausdrucke in den Beratungen würden redundant, Fragen können schnell, einfach und zielgerichtet beantwortet werden – ohne Missverständnisse und ohne Sprachbarrieren. Zunächst müsse die App aber mit den lokalen Angeboten gefüttert und hernach von Akteurinnen und Akteuren, die in der Integrationsarbeit tätig sind, regelmäßig aktualisiert werden. In einer Kick-off-Veranstaltung mit Politik, Wohlfahrtsverbänden und Integrationslotsen seien daher Angebote, Links und Ideen für die zu bespielenden Themenfelder Behörden/Beratungsstellen, Arbeiten, Familie und Gesundheit zusammengetragen worden.
Mehrere Rubriken geplant

Im Bereich Behörden und Beratungsstellen sollen übersichtliche Informationen zu Zuständigkeiten und Angeboten etwa vom Jobcenter oder von der Ausländerbehörde zur Verfügung gestellt werden. Im Bereich Arbeit werde die App Angebote ehrenamtlicher Jobcoaches zur Verfügung stellen und über das Arbeitsrecht, den Arbeitsschutz und die Anerkennung von Berufsabschlüssen informieren. Unter der Rubrik Familie sollen niedrigschwellige Hilfen von der Schwangerschaftsberatung bis hin zu Betreuungsangeboten über das städtische Portal Early Bird gebündelt werden. Die Kategorie Gesundheit werde Informationen zum Apothekennotdienst sowie zum deutschen Gesundheitssystem, zur Facharztsuche und zur Nutzung von E-Rezepten abrufbar sein.
Die App kann modular erweitert werden, beispielsweise mit Nachrichten oder Veranstaltungshinweisen. „Ohne unser gutes und großes Netzwerk wird die App nicht funktionieren“, sagt Victoria Jung, die im Fachbereich Integration, Inklusion und Senioren hauptverantwortlich für die App ist. „Der Kick-off war daher ein sehr wertvoller und ergebnisreicher Fachaustausch, bei dem alle Akteurinnen und Akteure mitwirkten und auch die künftige Pflege der App signalisiert haben.“ Was jung bei der App fehlt ist die Community-Funktion. Hier komme in Würzburg die Smarte Region ins Spiel, die den Heldenhelfer und den Hilfekompass aufbaue. Im zweiten Quartal 2026 sollen die beiden Plattformen an den Start gehen.
Für Essen bereits am Start
In Essen ist die App bereits an den Start gegangen. Wie die Stadt in Nordrhein-Westfalen mitteilt, umfasst die Anwendung neben den Kontaktdaten der unterschiedlichen Beratungsstellen beispielsweise Informationen über das deutsche Schulsystem, Mietrecht und Ehrenamt. Auch über Integrationskurse, den ÖPNV und den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt werde informiert. Die Angaben stehen nicht nur in Deutsch, sondern auch in Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Englisch, Farsi, Französisch, Kroatisch, Kurmandschi, Paschto, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch zur Verfügung. „Mit diesem Angebot tragen wir dazu bei, dass sich Zugezogene aus anderen Teilen Deutschlands und aus dem Ausland schneller in unserer Stadt mit ihren zahlreichen Angeboten, Aktivitäten und Anlaufstellen zurechtfinden können“, erklärt Galina Borchers, Integrationsbeauftragte der Stadt Essen. „Gleichzeitig bieten wir mit der App eine gute Orientierung diverser Ansprechpersonen und Behörden in Essen.“
Initiiert und begleitet wurde das Vorhaben vom Facharbeitskreis Integration, in dem die freien Träger sowie Vertreter der Stadt Essen organisiert sind, umgesetzt unter Federführung des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM). Zusätzlich habe eine Begleitung von der AG Integrationsmanagement stattgefunden, bei der es sich um eine Bündelung von unterschiedlichen Institutionen, den Verbänden und der Verwaltung im Rahmen der Landesprogramm Kommunales Integrationsmanagement handelt. Eine Projektgruppe hat laut Essen umfangreiche Informationen aus vielen verschiedenen Bereichen zusammengetragen und in die App eingepflegt. KIM sei angesiedelt beim Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Essen und hat als Schwerpunkt die Unterstützung der Integration von Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Das Programm werde – ebenso wie die App – gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW.
Kaiserslautern bietet App nun in 13 Sprachen an
Kaiserlautern wiederum bietet Integreat bereits seit sechs Jahren als Orientierungshilfe an und liefert ein Beispiel dafür, wie das Angebot im Laufe der Zeit kundenfreundlicher werden kann. Wie die rheinland-pfälzische Stadt mitteilt, steht die App dort nun in vier weiteren und somit in insgesamt 13 Sprachen zur Verfügung. Auch neue Inhalte werden fortlaufend eingepflegt. In Kaiserslautern stellt Integreat neben Adressen und Kontaktdaten Sachinformationen für den Alltag an. Mit dem Lehrstellenradar und der IHK-Praktikumsbörse helfe die App außerdem bei der Jobsuche weiter.
Die Plattform erfreue sich in Kaiserslautern großer Beliebtheit. Mit jährlich mindestens 31.800 messbaren Zugriffen habe sie maßgeblich dazu beigetragen, die Integrationsarbeit in der Stadt zu unterstützen und zu erleichtern.
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