HagenowKI für Kommunikation und Wachstum

Die in Hagenow eingesetzte Künstliche Intelligenz vereinfacht unter anderem redaktionelle Prozesse.
(Bildquelle: peshkova/123rf.com)
Zwei mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitende Lösungen unterstützen jetzt die externe Kommunikation der Stadt Hagenau. Wie das Unternehmen Reply Deutschland mitteilt, handelt es sich zum einen um ein KI-gestütztes Redaktionssystem, das die Erstellung von Marketing- und Kommunikationsinhalten erleichtert. Zum anderen soll ein Business-Chatbot die Wirtschaftsförderung der Region optimieren. Beide Projekte sind in Zusammenarbeit mit Go Reply, einem auf die Google Cloud spezialisierten Unternehmen innerhalb der Reply-Gruppe, entwickelt worden.
Das KI-gestützte Redaktionssystem hilft der Stadt beim Erstellen von Onlinetexten. Es unterstütze von Standortporträts über Pressemitteilungen bis hin zu Social-Media-Beiträgen automatisiert 15 verschiedene Formate. Zwei spezialisierte KI-Agenten stehen den Nutzerinnen und Nutzern dabei zur Seite. Der sogenannte Textcoach führe Schritt für Schritt durch die Texterstellung und erzeuge in kurzer Zeit präzise und fehlerfreie Inhalte. Der Content-Stratege kenne hingegen Zielgruppen und Formate und unterstützt bei der Planung, Anpassung und Wiederverwertung bestehender Inhalte. Dies sorgt laut Reply für eine konsistente Kommunikation über alle Kanäle hinweg.
Die Agenten arbeiten ausschließlich mit geprüften, kommunalrelevanten Inhalten und festgelegten Erzählformaten. Die Dialogpfade orientieren sich an rechtlichen Vorgaben und Kommunikationszielen. Erzählformen und Schreibstile seien im Google AI Studio hinterlegt. Das Redaktionssystem ist Teil dieser Google-Entwicklungsumgebung.
Alle Komponenten laufen in einer abgeschotteten Google-Cloud-Umgebung der Stadt, erklärt das Unternehmen des Weiteren. Verschlüsselung und Zugriffskontrollen stellen sicher, dass Daten und Anwendungen unter kommunaler Kontrolle bleiben. Die Open-Source-basierte Architektur setze auf die KI-Plattform LibreChat, sei flexibel anpassbar und vermeide Vendor-Lock-in. Durch die automatisierte Bereitstellung mittels Infrastructure as Code (IaC) sei das System in Hagenow innerhalb weniger Tage einsatzbereit gewesen.
Business-Chatbot vermittelt Innovationswissen
Mit dem Business-Chatbot will Hagenow regionales Wissen sichtbar machen und Unternehmen schnelle Antworten auf zentrale Standortfragen geben. Der Bot informiert über Förderprogramme, Unternehmensprofile, Multiplikatoren und die Forschungslandschaft und unterstützt damit auch Bürger und Investoren. Entwickelt wurde er über ein Innovationsteam der Stadt. Es verbinde Fachwissen aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und IHK mit den technologischen Kompetenzen von Google Cloud und Go Reply.
Der Chatbot sei gezielt mit relevanten Regionaldaten trainiert worden. Drei Herausforderungen standen dabei laut Reply im Zentrum: Verteilte Daten mussten zentral zugänglich gemacht, relevante Fragestellungen definiert und eine KI-Technologie für präzise Antworten gefunden werden. Im Ergebnis speichere nun der Google Vertex-AI-Search-Datastore sowohl strukturierte als auch ausgewertete unstrukturierte Daten sicher und durchsuchbar. Welche Fragen für Unternehmen, Investoren und weitere Akteure wichtig sind, haben Fachleute aus der Region festgelegt. Dieses Wissen forme das Trainingsgerüst des Chatbots und verbessere seine Antworten. Für präzise Antworten sorge wiederum die Gemini API. Sie analysiere die eingehenden Fragen, gleiche sie mit der Datenbasis ab und liefere passende Antworten inklusive Quellen. Die Entwicklungsplattform Dialogflow CX sorge zudem für eine robuste, dialogorientierte Nutzerführung.
Das Innovationsteam will die Basis der verfügbaren Technologiedaten noch erweitern. Künftig sollen außerdem zusätzliche regionale Daten – von Ausschreibungen in lokalen Handwerksbetrieben bis hin zu örtlichen Standortanalysen – eingebunden werden.
Bremen: KI-Assistenz für Behördendienste
[25.02.2026] Der Bremer Senat stellt 500.000 Euro für einen KI-Assistenten im Serviceportal bereit. Die Anwendung soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig verlässlich durch Verwaltungsleistungen führen und den Zugang zu digitalen Angeboten gezielt erleichtern. mehr...
IT-Verbund Landsberg: KI-Werkstatt eröffnet
[25.02.2026] Um konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu entwickeln, hat der IT-Verbund Landsberg eine KI-Werkstatt ins Leben gerufen. mehr...
Braunschweig: Chatbot Lio unterstützt Besucher
[23.02.2026] Mit Chatbot Lio will die Stadtverwaltung Braunschweig den Zugang zu ihren Dienstleistungen erleichtern. Der digitale Assistent steht rund um die Uhr auf der kommunalen Website zur Verfügung und kann ohne Registrierung genutzt werden. Der persönliche Kontakt bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des städtischen Serviceangebots. mehr...
Heidekreis: Niedersachsen fördert KI-Strategie
[18.02.2026] Der Heidekreis will eine Strategie für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung entwickeln und diese später mit anderen Kommunen teilen. Er lässt sich dabei vom Kompetenzaufbau bis hin zur Umsetzung wissenschaftlich begleiten und erhält dafür eine Förderung von rund 40.500 Euro aus dem Programm Zukunftsregionen in Niedersachsen. mehr...
Hanau: HUgo weiß die Antwort
[18.02.2026] Mit Chatbot HUgo ergänzt die Stadt Hanau ihr Informationsangebot auf der kommunalen Website. Der digitale Assistent kennt sich mit Behördenöffnungszeiten, Zuständigkeiten und Servicethemen aus. Für die Antworten fasst er Inhalte des Stadtportals zusammen. mehr...
Stade: Käpt’n Knut soll noch besser werden
[13.02.2026] Seit Januar unterstützt Chatbot Käpt’n Knut in der Hansestadt Stade den Kundenservice seitens der Verwaltung. Im ersten Monat haben knapp 900 Personen den Chatbot genutzt und fast 2.000 Nachrichten ausgetauscht. Erste Tests zur Entgegennahme von Anrufen durch Käpt’n Knut laufen bereits. mehr...
ÖFIT: Nachnutzung generativer KI-Systeme
[13.02.2026] Eine ÖFIT-Untersuchung zeigt: Die Nachnutzung bestehender generativer KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen ist möglich, die Schaffung einer Plattform für alle Akteure aber schwierig. Stattdessen empfiehlt die Studie eine gemeinsame Referenzarchitektur, basierend auf den Nutzerbedarfen. mehr...
Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice
[12.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...
Kreis Viersen: Sprach-KI nimmt Anrufe entgegen
[09.02.2026] Eine digitale Sprachassistentin beantwortet jetzt beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) die Anrufe der Bürgerinnen und Bürger. Die Künstliche Intelligenz greift dazu auf einen endlichen Wissensspeicher zurück und lernt ständig dazu. mehr...
Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet
[04.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...
Künstliche Intelligenz: Avatare für Barrierefreiheit
[03.02.2026] Das Unternehmen alangu hat sich auf die Entwicklung von KI-gestützten 3D-Gebärdensprach-Avataren spezialisiert. Wie diese gehörlosen Menschen den Zugang zur digitalen Welt erleichtern, erläutert Geschäftsführer Alexander Stricker im Kommune21-Interview. mehr...
Interkommunaler Hochwasserschutz: KI-gestütztes Frühwarnsystem
[30.01.2026] Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz will entlang des Flusses Paar ein Echtzeit-Frühwarnsystem aufbauen, das auf Sensortechnik, Satellitendaten und Künstlicher Intelligenz basiert. Ziel ist eine frühzeitige Warnung der Bürger und Einsatzkräfte über mehrere Plattformen. mehr...
KI: In risikoarmer Umgebung testen
[30.01.2026] Kommunen können geplante KI-Anwendungen nun vorab in einer geschützten Umgebung testen. Die von Ewerk Consulting bereitgestellte Infrastruktur basiert auf in Deutschland betriebenen Servern sowie Open-Source-Komponenten. mehr...
Düsseldorf: Chatbot als Pilot
[29.01.2026] Die Stadt Düsseldorf erweitert ihr Online-Serviceangebot um einen Chatbot. Der digitale Assistent läuft zunächst als befristetes Pilotprojekt und braucht noch einen Namen. Vorschläge aus der Bürgerschaft sind willkommen. mehr...






















