Montag, 5. Oktober 2026

InformationssicherheitIT-Check NRW startet

[05.10.2026] Nordrhein-Westfalen öffnet den IT-Check 2026 für alle Kommunen und kommunalen IT-Dienstleister. Das freiwillige Landesangebot prüft den Stand der Informationssicherheit nach BSI-Grundschutz und soll konkrete Handlungsempfehlungen für Verbesserungen liefern.
Person mit neongelbem Regenzeug von hinten, auf dem Rücken steht in schwarzer Schrift: Security

Mehr IT-Sicherheit: Der IT-Check 2026 steht ab sofort allen Kommunen und den kommunalen IT-Dienstleistern in NRW zur Verfügung.

(Bildquelle: daryl22996/123rf.com)

Mit dem „IT-Check 2026“ können Kommunen in Nordrhein-Westfalen ihren Stand der Informationssicherheit auf Basis des IT-Grundschutzes überprüfen lassen. Wie das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen mitteilte, steht das Angebot jetzt allen Kommunen sowie den kommunalen IT-Dienstleistern offen. Die Teilnahme ist freiwillig. Finanziert wird das Landesangebot über das Digitalbudget des Gemeindefinanzierungsgesetzes. Bei der ersten Runde im Jahr 2024 hatten sich landesweit knapp 330 Kommunen beteiligt.

Vergleichbare Sicherheitsstandards für alle

Die 427 Kreise, Städte und Gemeinden des Landes haben nach Angaben des Ministeriums unterschiedliche Voraussetzungen. Größere Städte verfügen häufig über eigene, umfangreiche IT-Abteilungen. Für kleinere und ländlich gelegene Kommunen ist es hingegen oft schwieriger, die erforderlichen IT-Fachkräfte zu gewinnen. Das Land will vergleichbare Sicherheitsstandards schaffen. „Informationssicherheit schützt dreifach: die Daten der Menschen und Unternehmen, die Handlungsfähigkeit der Verwaltung und das Vertrauen in den Staat vor Ort“, sagte Digitalministerin Ina Scharrenbach.

Handlungsempfehlungen für die Kommunen

Das Angebot orientiert sich am IT-Grundschutz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gemeinsam mit kommunalen Bedarfsträgern, den kommunalen Spitzenverbänden sowie Fachleuten der Landesverwaltung wurde der Check weiterentwickelt. Bei einer europaweiten Ausschreibung setzte sich der IT-Dienstleister Bechtle durch. „Durch den standardisierten Ansatz nach BSI-Grundschutz werden konkrete Verbesserungspotenziale systematisch identifiziert und nachvollziehbare Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des Informationssicherheitsmanagements abgeleitet“, erläuterte Frank Wrede, Geschäftsführer von Bechtle Westfalen-Niederrhein.

Grundlage für Investitionen des Landes

Aggregierte Übersichten zur Lage der Informationssicherheit sollen laut Ministerium auch künftig eine Grundlage für zentrale Investitionsentscheidungen des Landes bilden. Als Beispiel nennt es den 2025 eingerichteten landesweiten Incident-Response-Retainer „Digi-SOS“. Das Land und der Digitalbeirat im Ministerium begleiten das Verfahren. In dem Gremium arbeiten Land und Kommunen an der Weiterentwicklung der Verwaltungsdigitalisierung. Informationssicherheit ist dabei eines der Schwerpunktthemen.





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