IngolstadtBürgerbeteiligung stärken
Studierende haben die Bürgerbeteiligung in Ingolstadt unter die Lupe genommen.
(Bildquelle: Petra Dirscherl / pixelio.de)
Wie kann Bürgerbeteiligung in Ingolstadt noch besser werden? Mit dieser Frage haben sich Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt im Auftrag der Stadt beschäftigt. Im Wintersemester 2015/2016 wurden zunächst Experteninterviews mit Stadträten und Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt; die Ergebnisse aus diesem Teilprojekt wurden anschließend aufgegriffen und weiterentwickelt. Ziel waren die Erarbeitung eines Leitbilds und Handlungsempfehlungen. Beides liegt nach Angaben der Stadt Ingolstadt nun vor. Die Studie der Studenten kommt zu dem Ergebnis, dass Ingolstadt mit über 60 freiwilligen Beteiligungsoptionen, die regelmäßig oder bei Bedarf durchgeführt werden, bereits sehr gut aufgestellt ist. Anstatt zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen, solle versucht werden, die bereits vorhandenen Angebote zu stärken und zu schärfen. Empfohlen werden mehrere Maßnahmen, von denen die Stadt nach eigenen Angaben einige umsetzen wird. Wichtigste Neuerung ist laut der Ingolstädter Stadtverwaltung die Schaffung einer zentralen Koordinierungsstelle. „Es wird einen einheitlichen Ansprechpartner für die Bürger zu allen Fragen der Bürgerbeteiligung geben“, kündigt Oberbürgermeister Christian Lösel an. Der Ansprechpartner werde auch eine Vorhabensliste mit sämtlichen laufenden und kommenden großen und wichtigen Maßnahmen veröffentlichen und aktualisieren. Sie wird ab dem ersten Quartal 2018 auf der Online-Plattform zur Bürgerbeteiligung geführt. Dazu werden auch sämtliche Themen rund um die Bürgerbeteiligung gebündelt und regelmäßig aktualisiert, darunter die Bereiche Bezirksausschüsse, Bürgerhaushalt, Bürgerversammlungen und Beschwerde-Management. „Hier können sich die Bürger einfach und unkompliziert über laufende Bürgerbeteiligungsprojekte und deren Stand informieren“, so Lösel. Wie die Stadt Ingolstadt weiter mitteilt, werden die Möglichkeiten der Kinder- und Jugendpartizipation ebenfalls ausgebaut. Darüber hinaus würden zur Stärkung der Dienstleistungsorientierung Maßnahmen wie zum Beispiel die Online-Terminreservierung oder das E-Government erweitert.
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