Sonntag, 1. März 2026

AKDBCloudbasiertes Melderegister

[15.01.2026] Der Innovationswettbewerb „Register-as-a-Service“ von GovTech Platforms ist abgeschlossen. Ein von der AKDB geführtes Konsortium mit Komm.ONE, H&D, Scontain und mehreren Städten hat eine cloudbasierte Referenzlösung für das Melderegister entwickelt und erfolgreich in vier Kommunen erprobt.
Verschiedene Dokumente sind mit einer Wolke verbunden, im Hintergrund sieht man eine Computertastatur.

Ein cloudbasiertes Melderegister ist so flexibel, dass auch andere Registerarten betrieben werden können.

(Bildquelle: janews094/123rf.com)

Der Innovationswettbewerb „Register-as-a-Service“ (RaaS) von GovTech Platforms – einer zum Ökosystem von Govtech Deutschland gehörenden Gesellschaft – wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Wettbewerbs galt es, auf Basis einer modernen IT-Architektur eine digitale Registerlösung für die öffentliche Verwaltung zu entwickeln, die in der Cloud sicher und zuverlässig betrieben werden kann.

Drei Konsortien wurden mit der Entwicklung von Lösungen für Melderegister und Gewerberegister beauftragt, darunter auch ein Team unter der Leitung der AKDB. Das Konsortium, zu dem auch Komm.ONE, H&D, Scontain sowie die Städte München, Augsburg, Ulm und Heidelberg gehören, hat eine Referenzlösung speziell für das Melderegister entwickelt. Mit deren Hilfe sollen Registerdaten flexibel und sicher verwaltet werden können. Die Daten der Bürgerinnen und Bürger sind dabei laut AKDB besonders geschützt, und die Lösung kann von mehreren Kommunen gleichzeitig genutzt werden. Offene Schnittstellen ermöglichen außerdem den Zugriff auf andere Verwaltungsanwendungen und sind somit problemlos erweiterbar.

Erfolgreiche Praxistests

Das Konsortium hat die technische Grundlösung entwickelt, für das Melderegister angepasst und bereits in vier Städten in der Praxis erprobt. Die beteiligten Kommunen brachten dabei ihr Fachwissen ein und testeten die Lösung im Verwaltungsalltag. Dabei wurde deutlich, dass der Betrieb eines Melderegisters in der Cloud nicht nur zuverlässig und sicher, sondern auch sehr leistungsfähig ist – selbst bei hoher Auslastung. „Mit der Referenzimplementierung schaffen wir die technische Grundlage für eine moderne Registerlandschaft in Deutschland“, sagte Manfred Neidel, Projektleiter bei der AKDB. Auf Basis dieser Erfahrungen sollen nun weitere Register digitalisiert und nationale Standards weiterentwickelt werden.

Sichere und kostengünstige Register

Mit der Referenzlösung liegt laut AKDB-Angaben auch erstmals ein praktisches Beispiel vor, wie Bund, Länder und Kommunen digitale Register künftig schneller, sicherer und kostengünstiger betreiben können. Die offene und flexible Technologie soll es ermöglichen, auch andere Registerarten – wie Gewerbe-, Personenstands- oder spezielle Fachregister – einfach in die Cloud hochzuladen. Die Wettbewerbsergebnisse wollen GovTech Platforms und die Föderale IT-Kooperation (FITKO) in die Weiterentwicklung nationaler Standards einbringen und so die Modernisierung der Register in Deutschland weiter vorantreiben.





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