MagdeburgVR ergänzt analoge Beteiligung

Oberbürgermeisterin Simone Borris (l.) bei der virtuellen Begehung des Plangebiets Große Münzstraße im Elbedome des Fraunhofer IFF.
(Bildquelle: Fraunhofer IFF)
Magdeburg will jetzt erstmals Möglichkeiten der Virtuellen Realität (VR) nutzen, um Bürgerinnen und Bürger am Stadtplanungsprozess zu beteiligen. Wie Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt mitteilt, handelt es sich bei der Partizipativen Virtuellen Realität (Parti-VR) um ein gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF entwickeltes Forschungsprojekt. In dem Vorhaben soll erprobt werden, wie analoge Beteiligungsmethoden mit Virtual-Reality-Technologie verknüpft werden können. Erstmals eingesetzt werden soll diese Art der Öffentlichkeitsbeteiligung für das Bebauungsplangebiet Große Münzgasse, erklärt Magdeburg.
Für einen ersten Eindruck der Parti-VR-Lösung hat Oberbürgermeisterin Simone Borris den sogenannten Elbedome des Fraunhofer IFF besucht, eines der größten Mixed-Reality-Labore weltweit. Hier wurde das Plangebiet Große Münzstraße mithilfe modernster 360-Grad-Panorama- und Bodenprojektionen virtuell begehbar. Dieser neuartige Zugang zur Stadtplanung soll abstrakte Prozesse erlebbar machen. Die Bürgerinnen und Bürger können visuell erleben, wie das Quartier von morgen aussehen könnte, Varianten vergleichen, Ideen diskutieren und die Zukunft aktiv mitgestalten.
Neben dem Einsatz bei Workshops im Elbedome sei die Anwendung auch in mobiler Variante vorgesehen. Letztere werde der Öffentlichkeit am 27. Januar 2026 im Rahmen eines Workshops im Alten Rathaus zugänglich gemacht. Alle, die den Workshop nicht besuchen können, haben die Möglichkeit, über das Magdeburger Beteiligungsportal online an einer Umfrage teilzunehmen und so die verschiedenen Bebauungsvarianten für die Große Münzstraße zu bewerten.
Langfristig soll aus Parti-VR ein übertragbares Beteiligungskonzept entstehen, das auch in anderen Städten und Regionen eingesetzt werden kann, kündigt Magdeburg an. Das Projekt wird im Rahmen der Fördermaßnahme DATIpilot im Förderbereich Modul 1 – Innovationssprints vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
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