AugsburgDigitale Teilhabe ausgebaut

In einem der Gebärdensprach-Videos werden die Funktionen der Augsburg-Webseite erklärt.
(Bildquelle: Stadt Augsburg)
Die Stadt Augsburg baut ihr barrierefreies Informationsangebot weiter aus. Nach der Einführung eines Übersetzungstools für 15 Fremdsprachen auf der städtischen Website im Dezember 2025 und dem Angebot von Informationen in Leichter Sprache im Februar 2026 stehen ab sofort verschiedene Inhalte auf der Stadtwebsite auch in Gebärdensprache zur Verfügung. Die Stadt Augsburg möchte auf diese Weise kommunale Inhalte möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern verständlich zugänglich machen. Der Gebärdensprach-Service ist Teil des Augsburger Projekts zur gleichberechtigten Teilhabe im Recht auf Information und Austausch, das wiederum zum EU-geförderten Vorhaben DIWA 4.0 der Stadt gehört. Das EU-geförderte Projekt unter der Leitung des Büros für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg setzt sich aktiv für die gleichberechtigte Teilhabe und für ein respektvolles Miteinander ein.
Zugang zu Informationen in Gebärdensprache
Hör- und sprachbehinderte Menschen haben das Recht, mit Kommunen in Deutscher Gebärdensprache (DGS) oder anderen geeigneten Formen zu kommunizieren. Deutsche Gebärdensprache ist eine eigenständige Sprache mit eigener Grammatik; für viele gehörlose oder hörbeeinträchtigte Menschen ist sie die Erstsprache, während das laut- und schriftsprachliche Deutsch eine Fremdsprache darstellt.
Mit den neuen Videos schafft die Stadt Augsburg einen zusätzlichen barrierearmen Zugang zu digitalen Informationen, etwa zur Nutzung der städtischen Website und zur Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung. Über das Menü „Barrierefreiheit“ können Nutzerinnen und Nutzer die Videos direkt aufrufen. Drei der vier Inhalte sind gesetzlich vorgeschrieben.
Weitere Meilensteine erreicht
Neben den Gebärdensprach-Videos wurden noch weitere Teilprojekte aus Augsburgs Teilhabe-Vorhaben erfolgreich umgesetzt. So ist die Integreat App, die wichtige Informationen für Zugewanderte in 16 Fremdsprachen bereit stellt, ab sofort per Direktlink auf der Augsburg-Webseite erreichbar. Außerdem wird die Barrierefreiheit von augsburg.de jetzt mit dem Tool „Eye-Able Access“ überwacht und bei Bedarf direkt optimiert. Weitere Projektmaßnahmen zur digitalen Barrierefreiheit sind geplant.
„Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, die Informationen seiner Stadtverwaltung einfach zu verstehen und zu nutzen. Information ist die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Das neue Angebot hilft dabei, Barrieren abzubauen und die Kommunikation der Stadtverwaltung mit Bürgerinnen und Bürgern weiter zu verbessern“, so Oberbürgermeister Florian Freund. Teilhabe solle in Augsburg für alle möglich sein.
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