Smart City Studie 2021Digitaler Fortschritt bleibt unzureichend
Kurz nachdem der Bitkom seinen jährlichen Smart City Index vorlegte (wir berichteten), hat nun auch die Unternehmensberatung Haselhorst Associates ihr Smart-City-Ranking veröffentlicht. Nach eigenen Angaben handele es sich dabei um den umfangreichsten Smart-City-Vergleich in Deutschland, der die 403 größten Städte Deutschlands ab 30.000 Einwohnern berücksichtige. Wie in den Vorjahren könnten auch in diesem Jahr vor allem die Millionenstädte als besonders gelten. München setze sich mit einem Digitalisierungs-Score von rund 48 Prozent knapp vor den letztjährigen Sieger Hamburg (47,7). Der Abstand zum Drittplatzierten Köln (46 Prozent) sei aber weiterhin gering und mache den sehr zähen digitalen Fortschritt ersichtlich, so Haselhorst Associates in einer Pressemitteilung. Erstmals seien in diesem Jahr zwei neue Smart-City-Bereiche berücksichtigt worden: Die Kategorien Digitaler Tourismus sowie Digitale Wirtschaft & Handel ergänzten die acht bisher schon untersuchten Kategorien (Strategie und Umsetzung, Digitale Infrastruktur, Digitale Mobilität, Digitale Energie & Umwelt, Digitale Gebäude & Quartiere, Digitale Gesundheit, Digitale Bildung und Digitale Verwaltung).
Digitaler Fortschritt trotz Ausnahmen unzureichend
Mit Blick auf die übrigen Top-10-Städte sei das Feld jedoch in Bewegung. So sei mit Bad Nauheim ein echter Hidden Champion auf dem fünften Platz (38 Prozent) gelandet – erstmals finde sich die hessische Kurstadt damit unter den besten Zehn des Rankings. Knapp vor der rund 32.000-Einwohner-großen Mittelstadt rangiere Darmstadt auf dem vierten Platz. Dies zeige, dass eine intelligente Stadtentwicklung keineswegs eine Frage der Bevölkerungszahl sei. Auch Kommunen weit unterhalb der Eine-Million-Einwohner-Grenze seien inzwischen anscheinend in der Lage, das Thema Smart City voranzutreiben. Dennoch sei der Digitalisierungsgrad deutscher Städte weiterhin recht niedrig. Noch nicht einmal die Spitzenreiter erreichten einen Digitalisierungsgrad von 50 Prozent, die Mehrheit der Kommunen weniger als 20 Prozent. Nach Einschätzung des Geschäftsführers von Haselhorst Associates, Arno Haselhorst, drohe Deutschland seine Klimaziele deutlich zu verfehlen, sollte sich daran nichts ändern. „Eine Energiewende ohne eine intelligente und ressourcenschonende Fortentwicklung der Kommunen ist schlichtweg nicht machbar“, so Haselhorst. Dass solche deutlichen Veränderungen in der kommunalen Weiterentwicklung möglich seien, zeige zumindest das gute Abschneiden Sindelfingens. Die etwa 65.000 Einwohner starke Kommune habe sich vom 322. Rang auf den 66. Platz verbessert. An zweiter Stelle der so genannten Emerging Cities rangiere Filderstadt mit einem Digitalisierungsgrad von inzwischen 24 statt 3 Prozent. Um zu verdeutlichen, wie die Aspekte Smart City und Nachhaltigkeit genau zusammenhängen, hat Haselhorst Associates neben dem Ranking auch einen Spezialbericht erstellt.
Kaiserslautern: KI optimiert Verkehrsmanagement
[29.10.2026] Kaiserslautern setzt auf Künstliche Intelligenz und vernetzte Verkehrstechnik, um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen stellte die Stadt ihre Projekte KIMONO I und AORTA vor. mehr...
Hamburg: Digitale Zwillinge gezielt fördern
[28.10.2026] Hamburg hat ein Zentrum Digitaler Zwilling gegründet und fördert erste Vorhaben über einen Zwillingsfonds. Die neuen Strukturen sollen Fachwissen in der Verwaltung bündeln und den Einsatz der digitalen Stadtmodelle über Ressortgrenzen hinweg voranbringen. mehr...
Dortmund: Smarte Mülltonnen für saubere Parks
[28.10.2026] In Grünanlagen und im Zoo der Stadt Dortmund melden smarte Abfallbehälter jetzt automatisch den Füllstand und ermöglichen so eine bedarfsgerechte Leerung. Das soll Fahrwege reduzieren, Ressourcen schonen und die Parks sauber halten. mehr...
Kirchheim b. München: Digitales Herz von Smartheim
[27.10.2026] Die Gemeinde Kirchheim bei München zeigt, dass auch kleinere Kommunen groß denken und die digitale Stadtentwicklung strategisch sowie mit konkretem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger gestalten können. Herzstück hierfür ist ein Digitaler Zwilling. mehr...
Wetzlar: Sensordaten für die Stadtentwicklung
[26.10.2026] Mithilfe von Lasertechnologie und der Verknüpfung verschiedener Datenquellen will die Stadt Wetzlar Verkehrs- und Besucherströme besser analysieren und steuern. Das Land Hessen fördert das Smart-City-Modellprojekt mit rund 515.000 Euro. mehr...
Freiburg: Beim Datenspaziergang die Smart City erleben
[21.10.2026] Wie werden Daten in einer Smart City erhoben und genutzt? Ein neuer Datenspaziergang in Freiburg zeigt an fünf Stationen, welche Technologien dahinterstecken und wie die gewonnenen Informationen zur Stadtentwicklung beitragen. mehr...
Pforzheim: Ideen für die Smart City
[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...
Apps: Smart City kann klein starten
[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...
Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft
[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...
Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern
[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...
Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen
[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...
Hamm: Digitaler Erfolgskurs
[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...
Köln: MobilitätsCockpit verstetigt
[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig
[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resilienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...
Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste
[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...



















