Mittwoch, 28. Oktober 2026

DortmundSmarte Mülltonnen für saubere Parks

[28.10.2026] In Grünanlagen und im Zoo der Stadt Dortmund melden smarte Abfallbehälter jetzt automatisch den Füllstand und ermöglichen so eine bedarfsgerechte Leerung. Das soll Fahrwege reduzieren, Ressourcen schonen und die Parks sauber halten.
Zwei Frauen und vier Männer stehen neben einem der neuen smarten Mülleimer in Dortmund.

In Dortmunder Grünanlagen und im Zoo sollen smarte Mülleimer und das Angebot Pottpicker künftig für mehr Sauberkeit sorgen.

v.l.: zwei Mitarbeitende des Teams Smart City Dortmund; Thomas Krüger, Regionaldirektor bei Future Street; Dortmunds Stadtdirektor Christian Uhr; Heiko Just, Leiter des Grünflächenamts; Daniel Kozik, Entwickler des Pottpicker.

(Bildquelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki)

Die Stadt Dortmund hat 92 smarte Abfallbehälter in Grünanlagen und im Zoo aufgestellt. Dank integrierter Sensoren und solarbetriebener Müllpressen sollen die neuen Behälter das Abfallmanagement effizienter gestalten, Leerungsfahrten reduzieren und für sauberere Parks sorgen.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, erfassen die sogenannten Big-Belly-Abfallbehälter von Anbieter Future Street ihren Füllstand automatisch und übermitteln die Daten per Mobilfunk an das Grünflächenamt. Die Mitarbeitenden können so erkennen, welche Behälter geleert werden müssen, und ihre Routen bedarfsgerecht planen. Bislang erfolgte die Leerung häufig nach festen Zeitplänen. Zudem bieten die neuen Behälter ein größeres Fassungsvermögen und verhindern durch ihre geschlossene Bauweise, dass Tiere den Abfall verteilen.

„Wir nutzen die Technik ganz gezielt dort, wo sie das Leben der Menschen vor Ort spürbar besser und unsere Stadt lebenswerter macht“, erklärt Dortmunds Digitaldezernent Christian Uhr. Das intelligente Abfallmanagement könne CO₂-Emissionen reduzieren und gleichzeitig für sauberere Parks sorgen.

Auch das Grünflächenamt verspricht sich Vorteile. „So können wir unnötige Fahrwege vermeiden, Abläufe wirtschaftlicher gestalten und gleichzeitig Ressourcen schonen“, sagt Amtsleiter Heiko Just. „Durch eine bessere Kontrolle der Füllstände versprechen wir uns natürlich auch weniger Müll neben den Mülleimern, da auf einen vollen Mülleimer schneller reagiert werden kann.“ Der gezielte Einsatz von Mitarbeitenden schaffe zudem Kapazitäten für zusätzliche Reinigungen. So falle zum Beispiel nach einem heißen Sommertag, den die Menschen gerne draußen verbringen, deutlich mehr Müll in den Parks an. Langfristig sollen die Sensordaten zudem Aufschluss darüber geben, an welchen Standorten besonders viel oder wenig Abfall anfällt. Auf dieser Grundlage könnten die Behälter künftig bedarfsgerechter verteilt werden.

Ergänzend setzt Dortmund auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: An zunächst acht Stationen im Zoo und im Westfalenpark können Besucher sogenannte Pottpicker ausleihen. Die Müllgreifer funktionieren nach dem Einkaufswagenprinzip mit Münze oder Chip und ermöglichen es, herumliegenden Abfall unkompliziert einzusammeln. Erfunden hat den Greifer der Dortmunder Familienvater Daniel Kozik. „Der Pottpicker beweist, dass eine smarte Lösung nicht immer hochdigital sein muss“, betont Christian Uhr. „Mit dieser einfachen, cleveren Idee geben wir den Bürgerinnen und Bürgern eine unkomplizierte Möglichkeit an die Hand, direkt mitanzupacken und Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen.“ Die Stadt prüft bereits weitere Standorte für das Angebot.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Frau mit VR-Brille schaut durch ein Panoramafenster auf eine Stadtlandschaft

Hamburg: Digitale Zwillinge gezielt fördern

[28.10.2026] Hamburg hat ein Zentrum Digitaler Zwilling gegründet und fördert erste Vorhaben über einen Zwillingsfonds. Die neuen Strukturen sollen Fachwissen in der Verwaltung bündeln und den Einsatz der digitalen Stadtmodelle über Ressortgrenzen hinweg voranbringen. mehr...

Ein Mann und eine Frau blicken mit einem Tablet in der Hand auf einen Park, dessen digitale Version auf dem Tablet zu sehen ist
bericht

Kirchheim b. München: Digitales Herz von Smartheim

[27.10.2026] Die Gemeinde Kirchheim bei München zeigt, dass auch kleinere Kommunen groß denken und die digitale Stadtentwicklung strategisch sowie mit konkretem Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger gestalten können. Herzstück hierfür ist ein Digitaler Zwilling. mehr...

Altstadt von Wetzlar mit Fachwerkhäusern

Wetzlar: Sensordaten für die Stadtentwicklung

[26.10.2026] Mithilfe von Lasertechnologie und der Verknüpfung verschiedener Datenquellen will die Stadt Wetzlar Verkehrs- und Besucherströme besser analysieren und steuern. Das Land Hessen fördert das Smart-City-Modellprojekt mit rund 515.000 Euro. mehr...

Radzählstation an der Wiwilibrücke

Freiburg: Beim Datenspaziergang die Smart City erleben

[21.10.2026] Wie werden Daten in einer Smart City erhoben und genutzt? Ein neuer Datenspaziergang in Freiburg zeigt an fünf Stationen, welche Technologien dahinterstecken und wie die gewonnenen Informationen zur Stadtentwicklung beitragen. mehr...

ein orangenes Winterdienstauto von hinten

Pforzheim: Ideen für die Smart City

[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...

bericht

Apps: Smart City kann klein starten

[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...

Vier Personen stehen rund um einen hohen Tisch auf dem beschriebene karten zu sehen sind

Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft

[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...

Wie sehen die Städte der Zukunft aus?

Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern

[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Hamm: Digitaler Erfolgskurs

[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...

Reihe von Autos, Nahaufnahme, im Hintergrund orangefarbenes Bokeh

Köln: MobilitätsCockpit verstetigt

[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...

Visualisierung des smarten Pfaff-Quartiers in Kaiserslautern.
bericht

Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig

[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resi­lienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...

Holzblöcke vor blauem Hintergrund bilden eine aufsteigende Treppe mit einem roten Block ganz oben. Symbol für eine Rangliste

Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste

[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern der Urban Stack Community

Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack

[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...