Montag, 29. Juni 2026

StudieFrauen in der Führungsetage 2021

[27.07.2022] Die Ergebnisse der FIT-Public-Management-Studie für das Jahr 2021 liegen vor. Knapp 2.000 öffentliche Unternehmen der kommunalen, Bundes- und Landesebene wurden untersucht. In kommunalen Firmen lag der Anteil von Frauen in Vorstand, Geschäftsleitung oder Geschäftsführung bei 20,6 Prozent.
Die FIT-Public-Management-Studie untersucht den Frauenanteil im Top-Management öffentlicher Unternehmen.

Die FIT-Public-Management-Studie untersucht den Frauenanteil im Top-Management öffentlicher Unternehmen.

(Bildquelle: pasiphae/123rf.com)

Im Jahr 2021 lag der Frauenanteil in Vorstand, Geschäftsleitung oder Geschäftsführung kommunaler Firmen bundesweit bei durchschnittlich 20,6 Prozent. In Bundesunternehmen waren es 27,9 Prozent. Schlechter schnitten Landesunternehmen mit durchschnittlich 20,4 Prozent Frauen in der Führungsetage ab. Darauf weist jetzt die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) hin und bezieht sich auf die Ergebnisse der FIT-Public-Management-Studie, durchgeführt von der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Als Langzeitstudie konzipiert, liefere sie als deutschlandweit einzige empirische Untersuchung vergleichende Übersichten zwischen Städten und den föderalen Ebenen zur Repräsentation von Frauen in Top-Management-Organen öffentlicher Unternehmen.
„Ich freue mich, dass wir als AKDB zum zweiten Mal diese wichtige Studie unterstützen“, sagt AKDB-Vorstandsmitglied Gudrun Aschenbrenner (wir berichteten). „Sie liefert nicht nur ein fundiertes Bild der Geschlechterverteilung in öffentlichen Unternehmen, sondern gibt auch unverzichtbare Impulse für den öffentlichen Diskurs über Gendergerechtigkeit und Diversität. Als Vorstandsmitglied eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens und Mitglied der Expertenkommission des D-PCGM fühle ich mich diesen Leitlinien und somit einer guten Public Corporate Governance besonders verpflichtet.“
Untersucht wurde laut den Herausgebern der Studie die Top-Management-Organe bei 1.966 öffentlichen Unternehmen von 69 Städten sowie der Bundes- und Landesebene. Spitzenreiter war demnach das hessische Offenbach mit einem Frauenanteil von 42,1 Prozent in den Topetagen öffentlicher Unternehmen, gefolgt von Gera (37,5 Prozent), Magdeburg (36,8 Prozent) und Berlin (36,4 Prozent). Überdurchschnittlich schnitten außerdem die Stadtstaaten Bremen und Hamburg ab. Deutschlandweit wurden laut der Untersuchung 32,1 Prozent der insgesamt 280 Toppositionen kommunaler Unternehmen im vergangenen Jahr mit Frauen neubesetzt. „Nach wie vor ist nicht genug Bewegung festzustellen, um die politischen Ziele in diesem Bereich zu erreichen“, kommentiert Professor Ulf Papenfuß, Inhaber des Lehrstuhls für Public Management & Public Policy und Leiter der Studie. In Deutschland verpflichtet das Grundgesetz in Artikel 3 den Staat zur Gleichbehandlung aller Menschen und weist ihm die explizite Aufgabe zu, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Nachteile hinzuwirken. Das am 12. August 2021 in Kraft getretene Führungspositionengesetz II sieht für öffentliche Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes und für weitere Körperschaften des öffentlichen Rechts zudem die Mindestbeteiligung einer Frau in Top-Management-Organen mit mehr als zwei Mitgliedern vor.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Personalwesen
bericht

TALENTpro Öffentlicher Dienst: Future of Work statt New Work

[18.06.2026] Wie sich Verwaltungen als attraktive Arbeitgeber positionieren können, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von KGSt, Kommunen und AKDB auf der TALENTpro Öffentlicher Dienst 2026 in München. Im Mittelpunkt der Kommune21-Podiumsdiskussion standen nicht Homeoffice-Regeln, sondern Sinn, Führung, Kultur und digitale Werkzeuge. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Blick in ein Büro in der Landeshauptstadt Stuttgart

Stuttgart: New Work ist kein Projekt

[26.05.2026] Stuttgart schafft mit goodwork@LHS die Rahmenbedingungen für neue Arbeitswelten in der Verwaltung. Kultur, Führung und Zusammenarbeit werden dabei mit einer verantwortungsvollen Flächen- und Ressourcenstrategie verbunden. mehr...

Taschenrechner und Gehaltsabrechung

Komm.ONE/VWA Baden: Kompetenzoffensive für die Entgeltabrechnung

[12.05.2026] Eine Kompetenzoffensive für die kommunale Entgeltabrechnung starten der IT-Dienstleister Komm.ONE und die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden (VWA Baden). Ein neuer gemeinsamer Lehrgang vermittelt aktuelle Rechtsgrundlagen und Praxiswissen. mehr...

eine Hand stellt einen Baustein, auf dem AI steht, hinter eine Reihe von Bausteinen, auf denen stilisiert weibliche und männliche Personen zu sehen sind

Personalwesen: KI als strategischer Hebel

[07.05.2026] Künstliche Intelligenz kann im Personalwesen als strategischer Hebel zur Neugestaltung von Prozessen, Entscheidungen und Interaktionen genutzt werden. Noch haben Organisationen aber nur begrenzten Einblick in die volle Bandbreite der möglichen Potenziale. mehr...

zwei weibliche Mitarbeitende mit Kaffeebechern in der Hand unterhalten sich während sie den Büroflur entlanglaufen
bericht

Mitarbeitendengespräch: Zukunftsdialog statt Pflichtübung

[24.04.2026] Das Instrument des Mitarbeitendengesprächs muss neu gedacht werden, um die Potenziale für Personalbindung oder Produktivität besser zu nutzen. Es gilt, den Fokus auf Zusammenarbeit und Entwicklung statt die reine Leistungsbewertung zu legen. mehr...

Landratsamt Kelheim Luftbild

Kelheim: Personalverwaltung neu gedacht

[20.04.2026] Als Pilotverwaltung hat sich der Kreis Kelheim aktiv in die Entwicklung der neuen HR-Komplettlösung OK.PERS+ der AKDB eingebracht. Und legt damit das langfristige Fundament für digitale, effiziente und zukunftsfähige Personalprozesse. mehr...

Moodlekurse Symbolfoto.
bericht

Bremerhaven: Erfolgsmodell E-Learning

[25.03.2026] Schulungen in Form von E-Learning-Kursen anzubieten, hat sich in Bremerhaven mittlerweile zu einem echten Erfolgsprojekt entwickelt. Die Stadt nutzt dafür die Plattform Moodle, die während der Coronapandemie zunächst als Testumgebung eingeführt worden war. Inzwischen ist darüber ein umfangreiches Angebot von mehr als 70 verschiedenen Kursen verfügbar. mehr...

Auf einem Tisch liegen ein Smartphone und ein papierbasierter Antrag zwischen einem Laptop und anderen Utensilien auf einem Tisch.

Lauf a.d. Pegnitz: Reisekosten werden digital abgerechnet

[26.02.2026] In Lauf a.d. Pegnitz werden Reisekosten von der Antragstellung über die Genehmigung bis hin zur Abrechnung komplett digital abgewickelt. Möglich macht das eine Software der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur, über der Symbole für Dokumente und digitale Ordner schweben.

Moormerland: Digitale Personalakte

[17.02.2026] Mit der digitalen Personalakte in P&I LOGA arbeitet die Gemeinde Moormerland seit fast zwei Jahren und zieht eine positive Zwischenbilanz. mehr...

Abstrakt dargestelltes leuchtendes Personalnetzwerk, im Hintergrund scrollt eine Person auf einem Tablet.

Komm.ONE: Neuen eXtra-Standard eingeführt

[12.01.2026] Mit Februar wird Version 1.5 des Kommunikationsstandards eXTra in der Software SAP HCM zur Pflicht. In einem Pilotprojekt hat IT-Dienstleister Komm.ONE als erstes kommunales Dienstleistungsunternehmen den Standard bundesweit bei seinen Kunden eingeführt.  mehr...

Porträtaufnahme eines jungen bärtigen Mannes mit VR-Brille vor blau-weißem Hintergrund

Bayern: Verwaltungstraining mit VR und KI

[29.10.2025] Das Bayerische Digitalministerium fördert die Entwicklung und den Betrieb einer digitalen Lernumgebung für Verwaltungsbeschäftigte. Praxisnahes Wissen wird auf innovative Weise vermittelt. Damit soll insbesondere die Zukunftsfähigkeit von Städten, Gemeinden und Landkreisen gestärkt werden. mehr...

Ein Mann tippt mit dem Finger auf ein Personensymbol, das mit zahlreichen anderen Personensymbolen vernetzt ist.
bericht

Personalwesen: Lücken schließen

[29.09.2025] SAP stellt im Personalwesen auf eine cloudbasierte Software um. Allerdings fehlen dieser noch bestimmte Funktionen, weshalb sie von den Kommunen nicht flächendeckend eingesetzt werden kann. Als Übergangslösung bieten sich hybride Systeme an. mehr...

Vektorgrafik symbolisch Zeiterfassungssystem

München: Abschluss von neoHR

[04.08.2025] Nach fünf Jahren schließt die Stadt München ihr umfassendes Modernisierungsprogramm neoHR Ende dieses Jahres planmäßig ab. Die erzielten Ergebnisse sollen zur langfristigen Digitalisierung des Personalmanagements beitragen. 
 mehr...

Mitglieder des alten und neuen Vorstand des KommunalCampus

KommunalCampus/EGovC: Kräfte gebündelt für digitale Weiterbildung

[18.07.2025] Die Weiterbildungsplattform KommunalCampus und das Unternehmen EGovC haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Kommunen sollen so künftig noch besser dabei unterstützt werden, ihre Mitarbeitenden fit für den digitalen Wandel zu machen. mehr...