KGStLeitfaden zu Robotic Process Automation vorgelegt

RPA setzt Software-Roboter ein, die regelbasierte und wiederkehrende Aufgaben automatisch ausführen.
(Bildquelle: 123rf/patrickdaxenbichler)
Kommunen können Robotic Process Automation (RPA) mit einem strukturierten Vorgehen einführen und auf weitere Verwaltungsprozesse ausweiten. Wie die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) berichtet, beschreibt die neue Publikation 11/2026 Robotic Process Automation – Prozessautomatisierung wirksam einführen und skalieren dafür einen praxisorientierten Ansatz.
RPA setzt Software-Roboter ein, die regelbasierte und wiederkehrende Aufgaben automatisch ausführen. Dazu zählen etwa das Übertragen von Daten zwischen IT-Systemen, die Verarbeitung von Dokumenten oder einfache Wenn-Dann-Entscheidungen. Die Roboter arbeiten dabei nach festgelegten Regeln. Anders als KI-Systeme lernen sie nicht selbstständig und können keine unstrukturierten Inhalte eigenständig interpretieren. Ihre Stärke liegt laut KGSt vielmehr darin, Routinetätigkeiten zuverlässig und mit geringer Fehlerquote auszuführen.
Im Mittelpunkt des Berichts stehen zwei miteinander verbundene Lebenszyklen. Der strategische Lebenszyklus umfasst fünf Phasen und beschreibt die organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz von RPA. Der operative Lebenszyklus besteht aus sieben Phasen und begleitet die konkrete Umsetzung einzelner Automatisierungsvorhaben.
Für die Umsetzung beschreibt die KGSt zudem ein Rollenkonzept. Es soll festlegen, welche Verantwortlichkeiten bei der Einführung und beim Betrieb von RPA in der Verwaltung bestehen. Praxisbeispiele aus 14 Kommunen ergänzen den methodischen Ansatz. Sie reichen vom ersten Pilotprojekt bis zur organisationsweiten Skalierung und zeigen, wie Kommunen RPA unter unterschiedlichen organisatorischen Bedingungen einsetzen können.
„RPA ist kein Selbstzweck und kein reines IT-Projekt. Richtig eingesetzt, übernehmen Software-Roboter monotone Routinen, entlasten Beschäftigte und schaffen Freiräume für komplexe und bürgernahe Aufgaben. Entscheidend sind die strategische Verankerung in der Gesamtverwaltung, klare Verantwortlichkeiten und eine kontinuierliche Nutzenprüfung“, sagt Klaus Effing von der KGSt.
Nach Einschätzung der KGSt entscheidet bereits die Wahl der technischen und organisatorischen Architektur darüber, welche Automatisierungspotenziale später erschlossen werden können. Der Bericht richtet sich daher nicht nur an IT-Verantwortliche, sondern auch an Beschäftigte aus den Bereichen Organisation und Digitalisierung.
Mitglieder der KGSt können die Publikation kostenfrei über das KGSt-Portal herunterladen.
Saarland: Standesamt wird digital
[05.08.2026] Standesämter im Saarland bieten zentrale Leistungen rund um Eheschließung und Personenstandsurkunden digital an. Neue Online-Dienste sollen Behördengänge reduzieren und Verwaltungsabläufe vereinfachen. mehr...
Dresden: Stadt-App mit neuem Konzept
[19.06.2026] Die bisherige Nachhaltigkeits-App Cleema startet unter neuem Namen und mit erweitertem Konzept in die Zukunft. In Zusammenarbeit der Firmen Sandstorm und der Stesad entwickelt sich Livi zur Plattform für alle, die Dresden erleben und mitgestalten möchten. mehr...
Mecklenburg-Vorpommern: Rechtsvorschriften durchgängig digital
[11.06.2026] Mecklenburg-Vorpommern erweitert mit dem technischen Dienstleister TSA Public Service das Modul „Kommunales Recht“ der Infodienste.MV. Kommunen sollen Satzungen, Dienstanweisungen und Verordnungen künftig digital erarbeiten, ausfertigen und bekanntmachen können. mehr...
Essen: Museum Folkwang digitalisiert Archivbestände
[05.06.2026] In Essen wurde ein Pilotprojekt zur Digitalisierung historischer Museumsakten abgeschlossen. Rund siebeneinhalb Regalmeter an Akten sind nun online recherchierbar. Das Besondere: Eine spezielle Lizenz erlaubt die rechtssichere Veröffentlichung ohne Schwärzungen. mehr...
Lippstadt: Stadtmarketing nach Jahreszeit
[04.06.2026] Ein neues Webportal bündelt das Angebot sommerlicher Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten in Lippstadt an einem Fleck – und geht über einen bloßen Veranstaltungskalender hinaus. Schon im Winter hatte die Stadt ein spezielles Webangebot für Adventsaktivitäten aufgebaut. mehr...
Baden-Württemberg: Digitaler Wohnberechtigungsschein
[26.05.2026] Der neue Onlineprozess zum digitalen Wohnberechtigungsschein soll die Kommunen in Baden-Württemberg entlasten, Bearbeitungszeiten verkürzen und Abläufe effizienter machen. mehr...
Osnabrück: Pilotkommune im DigitalPakt Alter
[15.04.2026] Der Digitalpakt Alter fördert Lern- und Beratungsangebote vor Ort, macht Angebote sichtbar und bietet Informationen online. Nun startete das Pilotprojekt „Kommunen im DigitalPakt Alter“, in dem Netzwerke zur Förderung digitaler Kompetenzen älterer Menschen aufgebaut werden sollen. Osnabrück wurde eine von zehn Pilotkommunen. mehr...
Kommunale Prozessmanager/in: Zweite Runde des Picture-Programms
[07.01.2026] Im Herbst 2025 hat Picture erstmals das Ausbildungsprogramm Kommunale Prozessmanager/-in angeboten. Wegen des großen Interesses kann im Oktober 2026 der zweite Jahrgang das Qualifizierungsprogramm absolvieren. mehr...
Thüringen: eWA erreicht über eine Million Bürger
[28.11.2025] In Thüringen sind zwischenzeitlich 84 Meldebehörden an die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) angeschlossen, sodass sie mehr als eine Million Thüringer nutzen können. Bis Ende 2026 will der Freistaat den Onlinedienst flächendeckend anbieten. mehr...
Sachsen: Elektronische Meldebescheinigung eingeführt
[25.11.2025] Auch in Sachsen können die Bürgerinnen und Bürger ihre Meldebescheinigungen ab sofort online beantragen und elektronisch erhalten. Maßgeblich begleitet wurden die Maßnahmen durch das Sächsische Innenministerium, die Staatskanzlei sowie den IT-Dienstleister SAKD. mehr...
Onlinezugangsgesetz: OZG-Erfahrungsaustausch in neuem Gewand
[18.11.2025] Das OZG-Programm-Management lud Akteure aus Bund, Ländern und Kommunen erneut zum OZG-Erfahrungsaustausch. Im Zentrum des Treffens, das erstmals unter einem neuen Namen stattfand, stand der Austausch von Praxiswissen. mehr...
Brandenburg: Förderung für Digitalisierung im Kulturbereich
[22.10.2025] Die Förderung und Begleitung des digitalen Wandels im Kulturbereich im Land Brandenburg wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Für neue Projekte stehen rund 400.000 Euro zur Verfügung. Bis zum 30. Oktober können sich beispielsweise Gemeinden und Gemeindeverbände darum bewerben. mehr...
Bauwesen: BIM-gestütztes Genehmigungsverfahren
[14.04.2025] Soll das Baugenehmigungsfahren effizient digitalisiert werden, müssen in der Kommunikation mit den Verfahrensbeteiligten durchgängig maschinenlesbare Daten verwendet werden. Das gilt auch für die Bauvorlagen. Building Information Modeling (BIM) macht dies möglich. mehr...
Bocholt: Digitales Fundbüro für analoge Fundsachen
[19.03.2025] Bocholter Bürgerinnen und Bürger können verlorene Gegenstände jetzt einfacher wiederfinden: Die Stadt ist an die Plattform fundbürodeutschland.de angeschlossen. So lassen sich Fundsachen online suchen und melden – auch überregional, was die Chancen auf Wiederauffinden erhöht. mehr...



















