PaderbornLernstatt Paderborn wird erweitert
Das Projekt Lernstatt Paderborn bietet Schulen seit dem Jahr 2001 eine einheitlich durch die Stadt betreute lernförderliche, wartungsarme Infrastruktur. Wie die nordrhein-westfälische Kommune berichtet, stellt sie den beteiligten Schulen darüber zentrale Services und Lösungen bereit, stattet sie mit einheitlichen Geräten aus, berät in Fragen der Umsetzung und unterstützt bei der technischen Wartung. Die Lernstatt sei für das Lernen im Präsenzunterricht ausgerichtet gewesen. Dann habe die Corona-Pandemie mit dem Lernen auf Distanz ganz neue Anforderungen an Schulen, Schüler und somit auch an die Lernstatt Paderborn gestellt. Diese neuen Bedarfe seien in einem Gespräch mit allen Paderborner Schulleitern und Bürgermeister Michael Dreier sowie den Verantwortlichen der Lernstatt diskutiert und formuliert worden. Während der Sommerferien fanden in intensiver Zusammenarbeit der Schulen, der Stadt und regionalen Unternehmen notwendige Abstimmungen zur Einführung weiterer Anwendungen statt, welche die Abläufe für die Schüler und die Lehrkräfte vereinfachen.
Neues Angebot
„Die Corona-Krise hat allen noch einmal drastisch vor Augen geführt, wie dringend wir moderne Technik für die Schulen, aber auch die Schüler brauchen,“ erklärt Burkhard Pöhler, Leiter des Projekts Lernstatt Paderborn. „Sie hilft nicht nur beim Lernen auf Distanz, sondern auch im täglichen Präsenzunterricht durch bessere Kommunikation, transparente Ablage der Unterlagen und vereinfachte Zusammenarbeit im Kollegium.“ Ein neues Angebot der Lernstatt, welches nun in acht Pilotschulen erprobt werde, sei die Plattform Microsoft Teams. Sie biete nicht nur ein Video-Konferenz-Tool, sondern eine verbreitete Software-Lösung zur digitalen Zusammenarbeit mit Chats, Online-Gruppenarbeit und gemeinsamer Dokumentenablage. „Microsoft Office 365 und Teams führen viele bislang getrennte Einzelfunktionen zusammen und funktionieren auf einem breiten Spektrum an Endgeräten“, schildert Pöhler die Produktauswahl. Zudem sei die Version der Software explizit auf den Schulgebrauch abgestimmt. Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit den in Paderborn beheimateten IT-Unternehmen aXon und Net at Work. „Unser Projekt ‚Lernstatt Paderborn‘ ist bundesweit ein überaus erfolgreiches Leuchtturm-Projekt für die digitale Schule, von dem Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam profitieren“, sagt Bürgermeister Dreier. „Die Lernstatt wollen wir stetig weiterentwickeln und an die Bedarfe anpassen und freuen uns über die Unterstützung durch die Expertise zweier lokaler Unternehmen.“
Gute Ausgangsbasis geschaffen
Während an Grundschulen zunächst nur das Lehrerkollegium die neue Plattform nutzen wird, ist für die weiterführenden Schulen auch die Nutzung durch die Schüler geplant, so der Bericht aus Paderborn. Hierfür sei durch die Lernstatt bereits eine gute Ausgangsbasis geschaffen worden: Alle Lehrräume seien mit moderner Präsentationstechnik ausgestattet. Es seien 2.000 Tablets im Einsatz, 6.500 weitere werden über den DigitalPakt Schule angeschafft. Auch hätten sämtliche Schüler und Lehrkräfte eine eigene E-Mail-Adresse, die selbst bei einem Schulwechsel weiterbestehe. Für die verschiedenen Jahrgänge, Klassen und Kurse würden nun Teams auf der Plattform angelegt, über welche die Nachrichten, Lehrmaterial und Aufgaben verteilt, Fragen beantwortet und bedarfsweise Online-Unterricht per Video-Konferenz durchgeführt werden können. Personenbezogene Daten, etwa Zensuren oder Klassenbucheinträge, würden hier selbstverständlich nicht veröffentlicht.
Sichere Umgebung
Nicole Michaelis, Schulleiterin des Gymnasium Theodorianum, erklärt: „Aus der sicheren Umgebung der Lernstatt heraus ermöglicht uns Teams am THEO ein prozessuales Lernen und Arbeiten, in dem deutlich stärker individuelle Lernwege eröffnet werden können, als es bisher in einer reinen analogen Lernumgebung möglich war. Wir sehen Teams bei uns am Gymnasium als nächsten Schritt in dem seit 2017 konsequent verfolgten Schulentwicklungsprozess, der die Zusammenarbeit aller an Schule Beteiligten einfordert und nachhaltig stärkt.“ Im Anschluss an die aktuell laufende Pilotierung mit acht verschiedenen Schulen sollen nach den Herbstferien alle restlichen der 35 Schulen ausgestattet werden, informiert die Stadt Paderborn. Dazu werde derzeit ein Starterpaket entwickelt, sodass die neu teilnehmenden Schulen schnell einsteigen und sofort von den Erfahrungen der Pilotschulen profitieren können.
Datenschutz im Fokus
Die konkrete Umsetzung an den jeweiligen Schulen koordinieren aXon und Net at Work, während die Lernstatt gemeinsam mit dem IT-Partner OWL-IT die langfristige Betreuung übernimmt. Im Fokus aller Beteiligten stehe, neben den Verbesserungen durch die Plattform, die strikte Einhaltung des Datenschutzes. Dazu seien gemeinsam die notwendigen Richtlinien zum Datenschutz und zur Governance unter Einbeziehung des Datenschutzbeauftragten erarbeitet worden. Von 2015 bis heute wurden laut Paderborn bereits 8 Millionen Euro in die Lernstatt investiert, der laufende Betrieb koste 1,2 Millionen Euro. Es gäbe etwa 17.000 Schülerkonten und 2.000 Lehrerkonten, welche mit E-Mail, Datenspeicher und Datenablagen für Gruppen verbunden sind. Neben der Möglichkeit zum individuellen und kooperativen Arbeiten der Schüler, bietet die Lernstatt den Lehrern auch Fortbildungen über Webinare an, teilt die Kommune abschließend mit.
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