Mittwoch, 5. August 2026

StudieMobile Verwaltung

[18.11.2013] Behörden investieren verstärkt in mobile Anwendungen für Bürger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Steria Mummert Consulting.

Bis 2015 wollen 40 Prozent der Behörden in Deutschland in Mobile Government investieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Branchenkompass 2013 Public Services“ von Steria Mummert Consulting, für die 100 Entscheider aus 100 deutschen Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen befragt wurden. Demnach wollen die Behörden mit Dialog- und Mitmachplattformen künftig auf eine stärkere Bürgerbeteiligung setzen. Immer mehr Entscheider weisen dem laut der Studie eine enorme Bedeutung zu. „Mobile Anwendungen für Bürger könnten die Verwaltungen mittelfristig erheblich entlasten“, erklärt dazu Peter Krolle von Steria Mummert Consulting. „Dadurch können Ressourcen eingespart oder sinnvoller eingesetzt werden.“ Zudem gewährleiste diese neue Form der Bürgerbeteiligung eine schnellere Erfassung und Bearbeitung von Störungen und Schäden. So könnten Meldungen über defekte Straßenlaternen oder Asphaltschäden von jedem Bürger einfach per Smartphone an die zuständige Behörde weitergeleitet werden. Damit solche spezifischen Angebote der Verwaltungen auch gefunden werden, hat die Bundesregierung bereits im Jahr 2012 den App-Store GovApps ins Leben gerufen (wir berichteten). Wie aus der Studie weiter hervorgeht, gibt es bei der Einschätzung der Bedeutung von Mobile Government jedoch starke regionale Unterschiede. So haben im süddeutschen Raum bereits neun von zehn Verwaltungen in entsprechende Maßnahmen investiert oder planen, dieses zu tun. In ostdeutschen Behörden sind es hingegen nur 16 Prozent. Unabhängig davon, inwieweit einzelne Verwaltungen bereits in Richtung Mobile Government investiert haben, ist die Skepsis noch recht groß: 88 Prozent der befragten Verwaltungsentscheider sehen in der Umstellung auf digitale Anwendungen die größte Herausforderung für den Behördensektor. Denn mit einfachen technischen Maßnahmen ist es nicht getan. Es müssen Mitarbeiter geschult und bereitgestellt werden, die derzeit nicht ausreichend vorhanden sind. „Hier ist ein grundlegender Mentalitätswandel gefragt“, meint Peter Krolle. Denn für viele Behördenmitarbeiter sei das Thema Bürgerbeteiligung generell noch Neuland. 65 Prozent der befragten Entscheider sehen entscheidende Hindernisse beim Umstieg auf neue Kommunikationswege in der Verwaltungskultur. Eine der ersten Aufgaben müsse es also sein, die Vorteile digitaler Anwendungen aufzuzeigen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Social Media
Screenshot von www.trier.de/social-media

Trier: Website bündelt Social-Media-Beiträge

[24.07.2026] Ihre Social-Media-Beiträge stellt die Stadt Trier jetzt allen Interessierten gebündelt auf ihrer Website zur Verfügung. mehr...

Hände einer Person mit Smartphone, darüber schweben Social-Media-Icons und Emojis
bericht

Social Media: Persönlichkeit wagen

[14.07.2026] Kommunale Kommunikation braucht Social Media. Accounts, hinter denen echte Amtsträger stehen, erreichen mit Authentizität neue Zielgruppen, sie informieren und klären auf. Eine Bürgermeisterin und ein Landrat berichten über die Arbeit als Content Creator. mehr...

Mikrofone auf einem Schreibtisch im Vordergrund das Logo des Magdeburger Verwaltungspodcast Vordergrund

Magdeburg: Stadtverwaltung startet Podcast

[09.07.2026] In ihrem neuen Podcast „Mit Brief und Siegel“ gibt Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg ab sofort immer montags Einblicke in die Arbeit der Stadtverwaltung. mehr...

Benedikt Döllmann_Tübingen
interview

Social Media: Kommunalpolitik gut erzählt

[16.06.2026] Ein junger Tübinger Kommunalpolitiker erreicht via Instagram mit Videos über Gemeinderat, Klimaschutz und Lokalpolitik ein großes Publikum. Im Interview spricht Benedikt Döllmann über Authentizität und darüber, warum Social Media wichtig ist. mehr...

Social Media: Leitplanken für Behörden-Accounts

[08.06.2026] Der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte hat einen neuen Handlungsrahmen für die Social Media-Nutzung öffentlicher Stellen vorgelegt. Soziale Medien sind für die Behördenkommunikation wichtig – es braucht aber klare Nutzungskonzepte und auch alternative Informationswege. mehr...

Screenshot des Krefelder Kanals auf Mastodon.

Krefeld: Mastodon stärkt digitale Souveränität

[03.03.2026] Mit ihrem neuen Social-Media-Kanal bei Mastodon will die Stadt Krefeld ihre Kommunikation unabhängiger von großen, werbefinanzierten Social-Media-Plattformen aus den USA gestalten und alternative digitale Infrastrukturen stärken. Die etablierten Social-Media-Kanäle bei Facebook, Instagram, YouTube, LinkedIn und Bluesky bleiben bestehen. mehr...

Aachen: Jetzt auch auf WhatsApp

[20.02.2026] 
Wer sich über Neues aus der Verwaltung der Stadt Aachen auf dem Laufen halten will, kann dazu jetzt den neuen WhatsApp-Kanal der Kommune nutzen. mehr...

Einige abgestellte Polizei-PKWs

Polizeipräsidium Reutlingen: Informieren über WhatsApp

[13.02.2026] Immer mehr öffentliche Stellen nutzen die Kanalfunktion von WhatsApp, um Bürgerinnen und Bürger über ihre Arbeit, aber auch über aktuelle Lagen zu informieren. Ab sofort ist auch das Reutlinger Polizeipräsidium darunter, das gleich vier Landkreise abdeckt. mehr...

Kassel_start_Amtfluencer auf LinkedIn

Kassel: Amtfluencer auf LinkedIn

[01.12.2025] Das Pilotprojekt Amtfluencer hat die Stadt Kassel auf LinkedIn gestartet: 13 Beschäftigte aus allen Teilen der Verwaltung geben persönliche Einblicke in ihren Berufsalltag und zeigen, wie vielfältig die städtischen Aufgaben sind. mehr...

Instagram-Kanal der Stadt Oldenburg auf Handy in der Hand angezeigt

Oldenburg: Feedback zu Instagram

[19.09.2025] Die Stadt Oldenburg fragt ihre Nutzer nach Feedback zum städtischen Instagram-Auftritt. Die Teilnahme an der Online-Umfrage ist bis Ende September möglich. mehr...

Eine Hand hält ein Smartphone, auf dessen Bildschirm der neue WhatsApp-Kanal der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit Informationen zu Veranstaltungen, Freizeitangeboten und Verkehrshinweisen angezeigt wird.

Darmstadt: Erfolgreiche Kommunikationsstrategie

[15.09.2025] 
Sozialen Medien kommt im Kommunikationsmix der Stadt Darmstadt eine wichtige Rolle zu. Um die Social-Media-Präsenz auszubauen, ist zum Beispiel die Einführung weiterer Kanäle wie LinkedIn oder TikTok geplant. Zudem will die Stadt einen Newsroom etablieren. mehr...

Mannheim: Feuerwehr startet auf Social Media

[12.09.2025] Auf Instagram und Facebook ist jetzt die Feuerwehr Mannheim vertreten. Darüber werden Sofortmeldungen bei Gefahrensituationen sowie Einsatzberichte und Einblicke in den Alltag der Feuerwehr geteilt. Informationen zu Einstellungsverfahren und Ausbildungsmöglichkeiten runden das Angebot ab. mehr...

Screenshot TikTok-Kanal Hannover

Hannover: Kanal für die junge Community

[04.09.2025] Über einen eigenen Kanal auf TikTok verfügt jetzt Niedersachsens Landeshauptstadt. Hannover hat sich für einen offiziellen Kanal auf der Plattform entschieden, um in den Austausch mit jungen Menschen zu kommen. mehr...

Ein Mann filmt eine junge Frau vor dem Kasseler Rathaus.
bericht

Kassel: Vom Experiment zur Strategie

[27.08.2025] Soziale Medien sind in Kassel längst ein zentraler Bestandteil der Stadtkommunikation. Dabei liked und shared die Stadt auf verschiedenen Kanälen – und erreicht mit kreativen und unterhaltsamen Videos über TikTok auch eine jüngere Zielgruppe. mehr...

Ein Mann bedient ein Smartphone, über dem unterschiedliche Emojis schweben.
bericht

Social Media: Amtfluencer als Megatrend

[14.08.2025] Amtfluencer machen Behörden und Kommunen in sozialen Medien sichtbar. Sie berichten persönlich, glaubwürdig und oftmals aus freien Stücken über ihren Berufsalltag – und vermitteln so höchst erfolgreich zwischen Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürgern. mehr...