Sonntag, 8. November 2026

KGSt-FORUM 2026Wie bleiben Kommunen handlungsfähig?

[22.09.2026] Wachsende Aufgaben, knappe Ressourcen: Beim KGSt-FORUM in Leipzig diskutierten Fachleute über Wege zu einer leistungsfähigen kommunalen Verwaltung. Erstmalig vertreten war Vitako. Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister stellte unter anderem bewährte Praxislösungen vor.
Große , dreidimensionale Buchstaben "KGST" vor einer rosa beleuchteten Wand, dahinter und dazwischen stehen Menschen

Austauschen, vernetzen, voneinander lernen: Beim KGSt-Forum 2026 in Leipzig kamen 5800 Teilnehmende aus 530 Kommunen und Institutionen zusammen.

(Bildquelle: KGSt)

Mit 5.800 Teilnehmenden aus 530 Kommunen und Institutionen ging das KGSt-FORUM 2026 in Leipzig zu Ende. Vom 16. bis 18. September befassten sich Vertreterinnen und Vertreter aus kommunaler Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft unter dem Motto „NETZWERK.KOMMUNE.“ mit der Frage, wie Städte, Kreise und Gemeinden trotz wachsender Anforderungen und knapper Ressourcen handlungsfähig bleiben können. Auf dem Programm standen nach Angaben des Veranstalters, der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), unter anderem stabile Haushalte, die Gewinnung und Entwicklung von Fachkräften, zeitgemäße Verwaltungsstrukturen, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie eine wirkungsorientierte Steuerung.

Neben Fachveranstaltungen, Workshops und Vorträgen bot das Forum mehrere dialogorientierte Formate. Auf dem KGSt-Playground konnten die Teilnehmenden Methoden und Arbeitsweisen ausprobieren, die 360-Grad-Talkarena diente offenen Diskussionen. Beim Markt der Möglichkeiten standen die Erfahrungen kleiner Kommunen im Mittelpunkt. Zudem präsentierten 22 Start-ups ihre Angebote für den öffentlichen Sektor. An der begleitenden Fachausstellung beteiligten sich nach Angaben der KGSt 180 Unternehmen, Verbände und Institutionen. Die Stadt Leipzig steuerte als Mitgastgeberin eigene Praxisbeispiele und Fachbeiträge bei.

Staatsmodernisierung geschieht in den Kommunen

Erstmals war auch Vitako, die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, mit einem eigenen Gemeinschaftsstand vertreten. Gemeinsam mit acht Mitgliedern stellte der Verband Lösungen für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung vor. Das Spektrum reichte von Künstlicher Intelligenz und digitaler Souveränität über Registermodernisierung und Cyber-Sicherheit bis hin zu Fachverfahren. In mehr als 20 Veranstaltungen berichteten Fachleute aus dem Vitako-Netzwerk über kommunale Anwendungsfälle und Erfahrungen aus der Praxis.

Ein weiterer Schwerpunkt war Open-Source-Software. Gemeinsam mit der KGSt und dem Kommunalen Open-Source-Board stellte Vitako eine Umfrage zum Einsatz offener Software in Kommunen und bei kommunalen IT-Dienstleistern vor. Über die Umsetzung digitalpolitischer Vorhaben sprachen Vertreter von Vitako sowie der kommunalen IT-Dienstleister ekom21 und votegroup mit dem Digitalpolitiker Ralph Brinkhaus. Dieser hob die kommunale Ebene als Ort der praktischen Staatsmodernisierung und Digitalisierung hervor.

Nächstes Forum 2029 in Düsseldorf

KGSt-Vorstand Klaus Effing hob zum Abschluss vor allem den Austausch zwischen den Kommunen hervor. „Kommunen müssen nicht jede Lösung für sich allein entwickeln, sondern können voneinander lernen“, sagte er. Die während des Forums geknüpften Kontakte und diskutierten Ansätze müssten nun in den Verwaltungsalltag übertragen werden. Das nächste KGSt-FORUM soll vom 28. bis 30. November 2029 in Düsseldorf stattfinden.





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