BayernModerne Technik für historische Gärten

Bayerische Schlösserverwaltung: Bei der Modernisierung des Baumkatasters sorgt der 10xx-GNSS-Sensor des Unternehmens ppm für exakte Positionsangaben.
(Bildquelle: ppm PRECISE POSITIONING MANAGEMENT GmbH)
Rund 160.000 verkehrssicherungspflichtige Bäume stehen in den Liegenschaften der Bayerischen Schlösserverwaltung und wollen regelmäßig gepflegt und kontrolliert werden. Zum einen, um die wertvollen, historischen Gartenanlagen zu erhalten, vor allem aber, um die Verkehrssicherheit der Bäume zu gewährleisten – eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe angesichts von Millionen Besuchern, die sich rund um das Jahr in den Parkanlagen tummeln.
Die Bayerische Schlösserverwaltung hat ihre Bäume dafür bereits vor einigen Jahren in einem digitalen Baumkataster erfasst. Dreh- und Angelpunkt für das Baum-Management sind exakte Positionsangaben. Denn, nachdem die Baumkontrolleure Maßnahmen für einen Baum bestimmt haben, beispielsweise das Entfernen von morschen Ästen, müssen die beauftragen Baumpfleger das entsprechende Gehölz im Gelände auch zuverlässig wiederfinden können.
Hochpräzise Messergebnisse
Bei der Ersterfassung für das Baumkataster zwischen 2008 und 2017 erfolgte die Positionsbestimmung über das integrierte GPS in den von der Bayerischen Schlösserverwaltung genutzten Tablets – was bisweilen zu einer extremen Ungenauigkeit führte. Zur Modernisierung des Katasters kommt daher der 10xx-GNSS-Sensor des Unternehmens ppm zum Einsatz. Dieser kann laut Hersteller die Signale mehrerer globaler Satellitennavigationssysteme (GNSS) verarbeiten und sorgt damit für hochpräzise Messergebnisse. „Mit dem alten System waren die Positionen teilweise bis zu 20 Meter neben dem eigentlichen Baum verortet“, erinnert sich Michael Degle, Landschaftsarchitekt bei der Bayerischen Schlösserverwaltung. „Mit dem ppm 10xx GNSS erreichen wir eine wesentliche Verbesserung.“ Der Sensor liefere sogar unter belaubten Bäumen Positionsdaten mit einer Genauigkeit im Zentimeterbereich, so Degle weiter: „Darüber hinaus ist das System so einfach in der Handhabung, dass auch weniger computeraffine Gärtnerkollegen alle Arbeiten selbst ausführen können.“
Für die Arbeit im Gelände befestigen die Baumkontrolleure den Sensor mithilfe eines Klemmsystems auf der Rückseite ihres Tablets und schließen ihn per USB-Verbindung an. Sobald die Satelliten die Position eines Baums gefunden haben, kann der Kontrolleur diesen Punkt über die Touch-Funktion in der Baumkontroll-App von Anbieter RIWA festschreiben und erforderliche Pflegemaßnahmen hinterlegen. Alle erfassten Daten werden im Geo-Informationssystem (GIS) von RIWA abgespeichert und stehen damit zentral zur Verfügung. Sobald sich die Baumpfleger zu ihrem Einsatzort begeben, nehmen auch sie ein Tablet mit und können darüber die exakte Position des Baums und die durchzuführenden Maßnahmen aus der Cloud abrufen.
Auch zur Denkmalpflege einsetzbar
Neben der Überarbeitung des bestehenden Baumkatasters müssen derzeit auch rund 14.000 verkehrssicherungspflichtige Einzelbäume an den Ufern der bayerischen Seen erfasst werden. Doch Michael Degle hat noch einen weiteren Verwendungszweck für den Satellitenempfänger. „Auch bei der Denkmalpflege leistet uns das Gerät wertvolle Dienste, beispielsweise bei der Vermessung von Wegen und Beeten“, so Degle.
Derzeit soll beispielsweise im Nymphenburger Schlosspark in München der Platz vor der Amalienburg mit Nachbauten historischer Bänke ausgestattet werden. Für die Planung ist es notwendig, ein Aufmaß des Geländes zu erstellen und die wassergebundenen Wege zu vermessen. Auch hierfür kam der ppm 10xx-GNSS-Sensor zum Einsatz. Degle lobt: „Ich konnte damit innerhalb von drei Stunden 700 Punkte vermessen. Früher hätten wir Tage dafür gebraucht.“
Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert
[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...
Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell
[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...
Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin
[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...
Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick
[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...
Braunschweig: Warum heißt die Straße so?
[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...
Darmstadt 3D: Grundgerüst für Urbanen Zwilling
[16.12.2025] Von Darmstadt gibt es jetzt ein maßstabsgetreues dreidimensionales Modell mit hoher Detailtiefe. In der browserbasierten Anwendung lassen sich beispielsweise Entfernungen und Flächen messen, Schattenwürfe simulieren oder Sichtbarkeiten analysieren. Perspektivisch bildet sie das Grundgerüst für einen Urbanen Digitalen Zwilling. mehr...
Karlsruhe: Digitaler Klimazwilling
[02.12.2025] In Karlsruhe soll die Klimafolgenanpassung messbar, vorausschauend und smart gestaltet werden. Mit diesem Ziel baut die Stadt im Projekt Sensor City einen Digitalen Klimazwilling auf, der Geodaten und die Messwerte von Internet-of-Things-Sensoren nutzt. mehr...
Ruderatshofen: Drohnenvermessung für Hochwasserschutz
[27.11.2025] Ruderatshofen will besser auf Starkregenereignisse und Überflutungen vorbereitet sein. Damit geeignete Schutzmaßnahmen erkannt werden können, hat GIS-Anbieter RIWA ein 3D-Geländemodell vom Gemeindegebiet und den umliegenden Flächen erstellt. Dank Drohnentechnologie konnten 19 Hektar Land innerhalb eines Tages erfasst werden. mehr...
Esri Konferenz 2025: GIS eröffnen neue Perspektiven
[21.11.2025] Dass Geo-Informationssysteme die Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Zukunft sind, soll auf der diesjährigen Esri Konferenz (26. bis 27. November 2025, Bonn) in über 100 Fachvorträgen, Live-Demos und Tech-Sessions demonstriert werden. Im Fokus stehen neueste Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, GeoAI, Digital Twins, Earth Intelligence und Enterprise IT. mehr...
Interview: Das Gold der Kommunen
[12.11.2025] Das Unternehmen RIWA, Spezialist für Geoinformationen, war auf der Messe Kommunale mit dem neuen Slogan „Daten gestalten Zukunft“ vertreten. Im Gespräch mit Kommune21 erklärte Geschäftsführer Reinhard Kofler, warum Daten das wichtigste Gut der Kommunen sind und wie aus ihnen konkrete Mehrwerte entstehen. mehr...
Wuppertal: Startschuss für DigiTal Zwilling
[28.10.2025] Die erste Ausbaustufe des DigiTal Zwilling Wuppertal ist online. Er umfasst unter anderem ein neues Geoportal, mit dem sich Daten im 3D-Raum visualisieren lassen und hilft dabei, Maßnahmen der Stadtplanung nachhaltiger umzusetzen und Zukunftsszenarien zu vergleichen. mehr...
Intergeo: Lösungen für eine Branche im Wandel
[07.10.2025] Heute startet in Frankfurt die Intergeo 2025 – das weltweit führende Event für Geodäsie, Geo-Information und Landmanagement. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge und Reality Capturing als Zukunftstreiber einer Branche im Wandel. mehr...
Geodatenmanagement: Mit Daten klimaresilient werden
[17.09.2025] In vielen deutschen Städten ist die sommerliche Hitzebelastung aufgrund des Klimawandels merklich angestiegen. Die Stadtplanung ist gefordert, Antworten darauf zu finden und gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen zu ergreifen. Dabei können Geodaten helfen. mehr...
BürgerGIS: Wie Maps, aber für Hanau
[02.09.2025] In Hanau ist das neue digitale Geoportal BürgerGIS online gegangen. Es bietet der Öffentlichkeit zahlreiche interaktive Funktionen für individuelle Auswertungen und ist auch die Basis für künftige Bürgerbeteiligungen. mehr...
Magdeburg: Modell für Sachsen-Anhalt
[29.08.2025] Ein Digitaler Zwilling soll Magdeburgs Stadtplanung effizient und nachhaltig gestalten. Die Landeshauptstadt setzt dafür eine cloudbasierte Software ein, welche die Stadt Halle (Saale) entwickelt hat. Damit leisten beide Kommunen Pionierarbeit für Sachsen-Anhalt. mehr...























