BrandenburgNeues Landesverwaltungsnetz
Brandenburg will sein Landesverwaltungsnetz auf eine neue Entwicklungsstufe stellen. Wie das Ministerium des Innern und für Kommunales (MIK) mitteilt, hat das Land nach einer europaweiten Ausschreibung jetzt entsprechende Verträge mit dem Unternehmen T-Systems unterzeichnet. Bis Ende 2019 soll das bestehende Netz schrittweise durch das neue Landesverwaltungsnetz abgelöst werden. Es sollen Standorte des Landesverwaltungsnetzes mit bis zu zehn Gigabit angebunden werden und so bis zu zehnfach höhere Bandbreiten als bislang genutzt werden können.
„Die elektronische Kommunikation und das dabei übertragene Datenvolumen nehmen rasant zu“, sagt Innenstaatssekretärin Katrin Lange. „Auch von der Verwaltung wird heute zu Recht erwartet, dass sie ihre Leistungen elektronisch anbietet. Das Landesverwaltungsnetz bildet hierfür das Rückgrat, das auch die Kommunen unseres Landes mit anbindet.“ Mit der Weiterentwicklung werde das Netz leistungsfähiger, schneller und sicherer und sei eine Kernkomponente bei der Digitalisierung der Verwaltung in Brandenburg.
„Den Bürgerinnen und Bürgern können damit in Zukunft verschiedene Verwaltungsleistungen digital angeboten werden. Die Sicherheit steht dabei ganz oben. Deshalb werden wir das neue Netz durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizieren lassen“, kündigte die Innenstaatssekretärin an. „Schon heute gewährleistet das bestehende Netz hohe Leistungs- und Sicherheitsstandards“, sagt Josef Nußbaum, Erster Geschäftsführer des IT-Dienstleisters ZIT-BB, der den Betrieb des Netzes steuern wird. „Anfang des Jahres hat das BSI bereits die Sicherheit des Netzübergangs zum deutschlandweiten Verbindungsnetz zertifiziert. Auf der neuen Stufe wird das Landesverwaltungsnetz eine Qualität erreichen, die auch zukünftigen Aufgaben der IT-unterstützenden Leistungserbringung und den stetig wachsenden Anforderungen an die IT-Sicherheit gerecht wird. Davon profitieren alle Verwaltungsbereiche, denn in Brandenburg vereint das Landesverwaltungsnetz alle bestehenden Fachnetze einschließlich des Polizeibereichs und der Steuerverwaltung.“
Patrick Molck-Ude, der das Telekommunikationsgeschäft mit den Großkunden des Unternehmens Deutsche Telekom verantwortet, fügt hinzu: „Das Land bekommt nun ein modernes All-IP-Netz. Es ist nicht nur schneller. Die Telekom führt mit Unified Communications auch eine neue Kommunikationstechnik für die Verwaltung ein. Es ist die Grundlage für ganz neue Möglichkeiten: etwa Teamwork über Telefonkonferenz, Video und Chat oder das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten.“ Der neue Vertrag gilt laut Ministerium zunächst für fünf Jahre und kann bei Bedarf um bis zu drei Jahre verlängert werden. Das Vertragsvolumen belaufe sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
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