StudieOnline-Angebote nicht top
Düsseldorf hat zwar eines der besten, nicht aber ein Top-Online-Angebot, so das Ergebnis einer McKinsey-Studie.
(Bildquelle: Uwe Wagschal / pixelio.de)
Die digitalen Angebote deutscher Kommunen und Behörden sind noch zu wenig an den Bedürfnissen von Bürgern und Unternehmen ausgerichtet. Die Web-Portale vieler Städte bieten mittlerweile zwar eine Vielzahl an Informationen. Demgegenüber bieten sie aber nur eingeschränkte Möglichkeiten, Behördenangelegenheiten tatsächlich online zu erledigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von McKinsey & Company mit dem Titel „E-Government in Deutschland – eine Bürgerperspektive“. Das Unternehmen hat dafür das Digitalangebot von zehn Städten untersucht, die bei einer Vorgängerstudie im Jahr 2012 als die besten von insgesamt 200 Kommunen abgeschnitten haben (wir berichteten). Berlin, Düsseldorf und Hamburg zählen in der aktuellen Studie erneut zu den Städten mit dem vergleichsweise besten Online-Service. Im Mittelfeld listet die Studie Bonn, München und Frankfurt. Auf den hinteren Plätzen folgen Stuttgart, Nürnberg, Gummersbach und Gladbeck.
„Selbst bei den Spitzenreitern klafft immer noch eine gewaltige Lücke zwischen dem Angebot und den Bedürfnissen der Bürger“, sagt Sebastian Muschter, Co-Leiter der deutschen Public Sector Practice von McKinsey. E-Information gehöre auf den Websites zwar in fast allen untersuchten Städten mittlerweile zum Standard. Aber simple Prozesse wie das Ändern der Steuerklasse, das Einholen einer Meldebescheinigung oder die Namensänderung auf dem Ausweis erforderten in der Regel weiterhin den Gang zur Behörde. „Vielerorts laufen Behördenprozesse immer noch so ab, wie vor 30 Jahren. Sie enden an den Zuständigkeitsgrenzen der Behörden, auch wenn die Bürgerbedürfnisse darüber hinausreichen“, kommentiert Muschter.
McKinsey hat laut eigenen Angaben für die Studie sechs Ereignisse im Leben eines Bürgers untersucht, die intensiveren Behördenkontakt mit sich bringen: Geburt eines Kindes, Übergang von Schule in den Beruf, Eheschließung beziehungsweise Verpartnerung, Gründung eines Unternehmens, Jobverlust, -suche und -wiederaufnahme sowie ein Todesfall in der Familie. Am besten klappt der Online-Service demnach bei einer Unternehmensgründung. Das ist laut der Meldung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie Richtlinie 2006/123/EG geschuldet. „Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig gesetzliche Vorgaben sind, um durchgängige Angebote unabhängig von Behördengrenzen zu schaffen“, sagt Muschter. Der Bund könnte laut Muschter stärker auf die Kommunen einwirken, ihre Online-Services auszubauen. Bereits verabschiedete Gesetze und Richtlinien müssten dafür mit Leben gefüllt und ihre Umsetzung forciert werden. Um das Wissen, die Kosten und die Vereinheitlichung von E-Government-Angeboten zu verbessern, schlägt die Studie den Einsatz des so genannten Benchlearning vor. Dabei entwickeln Städte einen gemeinsamen E-Service und stellen ihn anderen Städten zur Verfügung. Muschter: „Der Aufbau von E-Government-Angeboten kostet viel Geld, rechnet sich aber in wenigen Jahren – und wird preiswerter, wenn nicht jede Kommune das Rad neu erfindet.“
S-Public Services: PublicFlow für Prozesse
[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...
Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone
[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...
Leipzig: Vieles ist schon online möglich
[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...
Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet
[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...
Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen
[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...
Mainz: Neues Zeitalter der Online-Präsenz
[16.03.2026] Einen umfassenden Relaunch hat der Internetauftritt von Mainz erfahren. Er wartet mit einer neuen technischen Basis, neuen Funktionalitäten und inhaltlich mit starkem Fokus auf Services der Stadtverwaltung auf. Weiterentwicklungen sind bereits in Planung. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Digitale Eingangstür zur Verwaltung
[12.03.2026] Eine verwirrende Vielzahl von Verwaltungsportalen erschwert den Zugang zur benötigten Verwaltungsleistung. Nordrhein-Westfalen betreibt nun eine Portalkonsolidierung: Statt sich durch verschiedene Portale zu navigieren, genügt ein Einstiegspunkt, der – per KI – den Weg zum passenden Angebot weist. mehr...
Barrierefreiheit: Studie sieht Stuttgart auf Rang vier
[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal. mehr...
Kreis Neuwied: Website erneuert
[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...
Rosengarten: App schafft digitale Nähe
[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...
Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus
[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...
Augsburg: Informationen in Leichter Sprache
[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...
Weimar: Leben in der Stadt im Überblick
[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...
Essen / Kaiserslautern / Würzburg: Integreat-App unterstützt Zugezogene
[03.02.2026] Um zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen in der Stadt zu erleichtern, greifen jetzt auch Essen und Würzburg auf die Integreat-App zurück. Kaiserslautern bietet die Open-Source-Anwendung bereits seit sechs Jahren an und stellt sie neuerdings in 13 Sprachen zur Verfügung. mehr...
Kreis Wittenberg: Service im Portal
[30.01.2026] Im Serviceportal der Kreisverwaltung Wittenberg können Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden. Das Online-Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Der Verwaltung ist aber auch der persönliche Kontakt wichtig. mehr...























