Samstag, 21. März 2026

BraunschweigSchul-Digitalisierung kommt voran

[05.12.2022] In Braunschweig soll ein Medienentwicklungsplan dazu beitragen, die digitale Ausstattung der Schulen systematisch zu verbessern. Ein aktueller Sachstandsbericht zeigt klare Zuwächse etwa beim Internet-Zugang per Glasfaser und bei der Ausstattung mit WLAN sowie digitalen Tafeln.

Bereits seit 2005 hat die Stadt Braunschweig einen Medienentwicklungsplan (MEP) für Schulen, mit dessen Hilfe die Medien- und IT-Ausstattung der Schulen sowie deren Vernetzung vorangebracht werden soll. Inzwischen gilt die 3. Fortschreibung des MEP für den Planungszeitraum 2019 – 2023. Diese nimmt insbesondere den Ausbau von Netzwerken (per Kabel und WLAN) innerhalb der Schulen und eine Bandbreitenerhöhung der Internet-Zugänge in den Fokus.
Nun berichtete die Stadtverwaltung dem Schulausschuss in einem Sachstandsbericht zur bisherigen Umsetzung. Dank des MEP und der Unterstützung aus dem DigitalPakt sei die Digitalisierung der Schulen seit 2019 deutlich vorangekommen. So hätten 83 Prozent der Schülerinnen und Schüler im November 2022 Zugang zum Internet über das städtische Glasfasernetz. Beim Bericht vom Februar 2022 waren es 63 Prozent, Anfang 2019 20 Prozent. Auch die Ausstattung der Unterrichtsräume mit WLAN-Access-Points sei deutlich verbessert worden. Hier sind mittlerweile 68 Prozent ausgestattet, Anfang 2021 waren es noch etwa 40 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich auch die Ausstattung mit digitalen Präsentationsflächen von knapp 30 auf 43 Prozent erhöht.

Fördermittel sind unerlässlich

Seit 2019 sind im Rahmen des aktuellen MEP der Stadt Braunschweig 17,2 Millionen Euro in die Digitalisierung an Schulen geflossen. Darin sind auch Mittel aus dem DigitalPakt des Bundes und der Länder enthalten; den restlichen Betrag hat die Stadt selbst investiert. Bisher wurden der Stadt 7,5 Millionen Euro Förderung aus dem DigitalPakt bewilligt. Weitere Anträge sollen fristgemäß bis zum Frühjahr 2023 gestellt werden, um in den Folgemonaten umgesetzt zu werden.
Es habe sich gezeigt, dass die Stadt in den vergangenen Jahren zügig Mittel abgerufen und umgesetzt habe, so Oberbürgermeister Thorsten Kornblum. Derzeit sei es noch offen, ob es einen weiteren DigitalPakt geben werde. Dieser werde jedoch auf alle Fälle nötig sein, so der Oberbürgermeister. Braunschweig habe noch einen langen Weg vor sich und brauche dafür weiter finanzielle Unterstützung. Kornblum wies auch darauf hin, dass die Stadtverwaltung mit Sanierung und Neubau von Schulgebäuden gewaltige Mittel in die Hand nehme, ohne dass es dafür eine echte Kompensation gebe. Zudem sollen bis Ende 2023 alle Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen sein. Diese Anschlüsse werden vollständig von der Stadt finanziert.
Die weitere Fortschreibung des Medienentwicklungsplans für Braunschweigs Schulen wird bereits in einem groß angelegten Prozess mit allen Beteiligten erarbeitet und soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 vorgestellt werden.





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