VG PollingBiometric Go ergänzt PointID

Gut getroffen? In Polling erleichtert eine mobile Lösung die Aufnahme biometrischer Lichtbilder von Babys und Kleinkindern.
(Bildquelle: mshmeljov/123rf.com)
Die Bürgerinnen und Bürger der Verwaltungsgemeinschaft Polling können biometrische Lichtbilder jetzt direkt auf dem Amt machen lassen. Wie die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) berichtet, wird das Angebot gut angenommen. „Mittlerweile werden 80 Prozent der Lichtbilder auf dem Amt gemacht“, sagt Volker Mäusbacher vom Einwohnermeldeamt der Kommune. „20 Prozent bringen ein digitales Lichtbild mit, das beim Fotografen erstellt wurde.“
Für den Fotoservice ist die rund 4.100 Einwohner zählende Verwaltungsgemeinschaft Polling von der Bundesdruckerei standardmäßig mit PointID-Geräten ausgestattet worden, berichtet die AKDB. Dank einer Schnittstelle werden die hier erstellten Bilder gleich nach der Aufnahme in OK.EWO, das Fachverfahren des Einwohnermeldeamts, übernommen.
„Zu unseren Kunden zählen allerdings auch die Kleinsten – Babys und Kleinkinder, die nicht einmal sitzen können“, beschreibt Volker Mäusbacher ein Problem aus der Praxis. „Da stieß PointID an seine Grenzen. Es ist zwar höhenverstellbar, aber man kann damit schlecht ein liegendes Kind ablichten.“
Hier sorgte ein Tipp der Gemeinde Schwindegg für Abhilfe, heißt es vonseiten der AKDB. Die östlich von München liegende Kommune nutze in solchen Fällen Biometric Go, ein Handy, mit dem auch Kleinkinder flexibel abgelichtet werden können. Wiederum dank einer Schnittstelle könne die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Lösung die Lichtbilder direkt in die Antragsmaske in OK.EWO integrieren.
Einfache Installation und Anwendung
Diese Eigenschaften haben die Verwaltungsgemeinschaft Polling überzeugt. „Und so lichten auch wir mittlerweile Kinder bis zehn Jahren mit Biometric Go ab. Ab dem zehnten Lebensjahr setzen wir auf PointID“, berichtet Mäusbacher.
Das System ist für Sachbearbeitende einfach zu bedienen, erklärt die AKDB. Um eine Schnittstelle zwischen Antrag, Bürger und dem Foto zu schaffen, müsse lediglich ein QR-Code aus der OK.EWO-Antragsmaske abfotografiert werden. Nach Anfertigung des Fotos werde dieses automatisch im Antrag hinterlegt. Die Verwaltungsgemeinschaft stelle lediglich eine Stromversorgung und WLAN-Verbindung bereit, die Biometric-Go-Geräte werden standardmäßig mit SIM-Karte geliefert.
„Das Ganze war sehr einfach zu installieren“, berichtet Volker Mäusbacher. Auch habe die Einführung von Biometric Go kaum Schulungsaufwand verursacht. „Es gab ein Online-Schulungsvideo, das die wichtigsten Informationen abdeckte, aber die Bedienung des Gerätes ist eigentlich intuitiv.“
Für die Nutzung zahlt die Verwaltungsgemeinschaft 30 Euro monatlich, heißt es im Bericht der AKDB. In diesen Kosten seien fünf digitale Bilder enthalten. Jedes zusätzliche Bild koste sechs Euro. Diese zusätzlichen Kosten berechne die Verwaltung den Bürgern. Da insbesondere Kinder häufiger neue Fotos benötigen, sei eine stetige Nutzung der neuen Lösung sichergestellt und sie wirtschaftlich kalkulierbar.
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