HessenUnterstützung für civento

Ein Mitarbeiter der Verwaltung Nidderau zeigt Hessen-CIO Patrick Burghardt, wie ein Ausweis komplett digital beantragt werden kann.
(Bildquelle: Hessische Staatskanzlei)
Hessen-CIO Patrick Burghardt hat sich bei seinem Besuch in der Stadt Nidderau (20.000 Einwohner) über den Einsatz der Antragsmanagement-Plattform civento sowie den Stand der Digitalisierung informiert. Das teilt das hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mit. Mit der Plattform civento von IT-Dienstleister ekom21, die aktuell von rund 70 hessischen Kommunen genutzt wird, können Verwaltungsprozesse elektronisch definiert und ausgeführt werden. Dazu zählen Vorgänge wie die Beantragung eines Bewohnerparkausweises ebenso wie verwaltungsinterne Prozesse wie die digitale Aktenablage. Der Vorteil für Bürger und Unternehmen liegt laut Ministeriumsangaben in einer einfacheren, orts- und zeitunabhängigen Beantragung. Für die Behörden würden Aufwand und Fehleranfälligkeit reduziert. Zudem würden einmal definierte Prozesse zentral gespeichert und stünden somit allen civento-Nutzern zur Verfügung.
In Nidderau ist civento nach Angaben des Digitalministeriums seit 2015 im Einsatz. Aktuell könnten darüber zum Beispiel Anträge zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsflächen oder Förderanträge durch Vereine gestellt werden. Die Vereine werden zum Beispiel durch automatisierte Schreiben daran erinnert, die jährliche Vereinsförderung zu beantragen. Der Antrag könne dann direkt elektronisch gestellt werden. Die Ermittlung der Förderbeiträge und die Erstellung des Bewilligungsbescheids erfolgten automatisiert durch das System. Momentan werde an einem Verfahren gearbeitet, das die Nutzung von Bürgerhäusern samt automatisierter Gebührenberechnung online ermöglicht. Auch Serviceleistungen wie etwa die gewünschte Bestuhlung könnten hinzugefügt werden, während das System anhand der eingegebenen Informationen zum Beispiel darüber entscheidet, welche Brandsicherheitsauflagen notwendig sind. Ein weiteres Vorhaben, das sich laut der Pressemeldung des Ministeriums in der Umsetzung befindet, ist die An- oder Abmeldung von Hunden mittels eines Online-Formulars.
Unabhängig von civento werden in Nidderau nach Aussage von Bürgermeister Gerhard Schultheiß mehr als 30 verschiedene Software-Anwendungen in allen Fachbereichen eingesetzt. „Die Herausforderungen der Zukunft, speziell das Onlinezugangsgesetz, können wir nur gemeinsam mit dem Land Hessen und der ekom21 meistern“, betonte Schultheiß.
Förderprogramm für Digitalisierung
Wie der Pressemeldung des Ministeriums weiter zu entnehmen ist, ist die flächendeckende Einführung der Digitalisierungsplattform civento eine von drei Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung, die den Kommunen mit dem Programm Starke Heimat Hessen angeboten werden. Die insgesamt rund 100 Millionen Euro, die zwischen 2020 und 2024 zur Verfügung stehen, würden neben der Bereitstellung von civento für eine finanzkraftabhängige Förderung von Digitalisierungsvorhaben im Jahr 2020 in allen hessischen Kommunen verwendet. Die Mittel könnten etwa für die Erarbeitung von Digitalisierungsstrategien, die Beschaffung von Infrastrukturen oder Hardware sowie die Digitalisierung von Prozessen eingesetzt werden.
Die weiteren Mittel entfielen auf die Förderung kommunaler Gemeinschaftsvorhaben in den Jahren 2021 bis 2024. Hierbei sollen jährlich sechs Zusammenschlüsse mit jeweils etwa vier Kommunen innovative Projekte in bestimmten Themenfeldern der Digitalisierung durchführen. Das Spektrum reiche von Vorhaben im Bereich der Mobilität über den Energie- und Umweltbereich bis hin zu Projekten innnerhalb der Verwaltung, wie etwa die Einführung der E-Akte. Die Projektpartner sollen ihre Erfahrungen und Lösungen dokumentieren und Konzepte erstellen, um weitere hessische Kommunen bei der Digitalisierung zu unterstützen.
„Die Mittel aus dem Kommunalen Stärkungsprogramm sollen einen Digitalisierungsschub in die Kommunen bringen, um sie auf dem Weg zum Digitalen Rathaus zu unterstützen. Durch die Offenheit des Programms kann jede Kommune flexibel und ihrem Bedarf entsprechend die Mittel für die Digitalisierung einsetzen“, sagte Hessen-CIO Patrick Burghardt.
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