Sonntag, 22. Februar 2026

Softplan InformatikZielsicher in die Zukunft

[28.09.2016] Unter dem Motto „Zielsicher in die Zukunft“ folgten mehr als 300 Gäste der Einladung zum Firmenjubiläum des GIS-Entwicklers Softplan Informatik in die Stadthalle Wetzlar.
Jörg Tieben: „Was uns alle verbindet

Jörg Tieben: „Was uns alle verbindet, ist die Arbeit mit Geo-Informationen.“

(Bildquelle: K21 Media AG / Melanie Schulz)

Sein 25-jähriges Firmenjubiläum hat das Unternehmen Softplan Informatik jetzt gemeinsam mit Mitarbeitern, über 300 geladenen Gästen aus der ganzen Bundesrepublik sowie Partnern und Tochterunternehmen in der Stadthalle Wetzlar gefeiert. Zu den Highlights des Programms zählten neben einer Fachausstellung, Vorträgen und Workshops eine Zeitreise in die Vergangenheit und ein Blick in die hochperformante Zukunft des Geo-Informationssystems INGRADA von Softplan. „Uns alle verbindet eines, und das ist die Arbeit mit Geo-Informationen. Heute ist es für uns selbstverständlich, dass wir mit Geodaten arbeiten, vor 25 Jahren sah das aber noch ganz anders aus“, sagte Softplan-Geschäftsführer Jörg Tieben zur Eröffnung. „Wo gab es schon digitale Katasterkarten?“ Insofern sei es durchaus ein gewagtes Unterfangen gewesen, dass die Ingenieurbüros Zick-Hessler und Grebe & Kaufmann gemeinsam mit dem Informatiker Ulrich Künkel damals beschlossen, ihre Vision eines grafischen Datenbanksystems mit Bits und Bytes in eine reale Anwendung zu überführen. Eine weitreichende Entscheidung nannte Tieben auch die frühe Fokussierung auf kommunale Belange. Das Besondere daran sei gewesen, dass man auch kleinen und mittleren Kommunen und Betrieben die geografische Datenverarbeitung auf dem PC ermöglichte. IT-Experten hielten zu dieser Zeit eine solche nur auf entsprechend leistungsfähigen Großrechnern für möglich. Auch die Softplan-Programmierer mussten zunächst tricksen. So lief die erste Version von INGRADA in der damaligen DOS-Welt noch mit zwei Grafikkarten auf zwei Monitoren. Der erste ermöglichte die Kartendarstellung, der zweite gab die Daten aus der Datenbank wieder. „Heute nutzen bundesweit über tausend kommunale Institutionen und mehr als 30.000 Anwender die Verfahren von Softplan“, betonte Tieben. „Zu diesen zählen mittlere und kleine Kommunen, kommunale Betriebe, Stadtwerke, Energieversorgungsunternehmen, Kirchenverwaltungen, Industriebetriebe, EDV-Dienstleister und Dienstleister aus dem kaufmännischen Bereich.“

Gesteigerte Performance

Zu den zahlreichen Gratulanten gehörte auch Wetzlars Bürgermeister Harald Semler (Freie Wähler). Semler bedankte sich für die Begleitung der Stadt Wetzlar in Sachen Geo-Informationsverarbeitung und erinnerte an die großen alten Flurkarten, mit denen er es früher in der Verwaltung zu tun hatte. „In Wetzlar sind wir vor über zehn Jahren mit zehn Mitarbeiterlizenzen gestartet, mittlerweile sind es fast 100 Mitarbeiter, die mit INGRADA arbeiten“, veranschaulichte das Wetzlarer Stadtoberhaupt die Entwicklung. Joachim Diaz, Professor für Bauinformatik an der Technischen Hochschule Mittelhessen, betonte die enge und Früchte tragende Zusammenarbeit mit Jörg Tieben und Softplan Informatik. So habe man gemeinsam Vorlesungen zu Geografischen Informationssystemen entwickelt und schon viele Tagungen zusammen angeboten. Aus zahlreichen gemeinsamen Projekten sei das erste Stadtinformationssystem in Hessen hervorgegangen, das Anregungs- und Ereignis-Management sowie ein Leerstandsmanagement. Nach Kartentricks am Mittagstisch zauberte der langjährige Softplan-Partner und Software-Entwickler HHK Datentechnik eine Überraschung außerhalb des offiziellen Programms aus dem Hut: Um die Performance von INGRADA zu steigern, konnte die Software pünktlich zum Firmenjubiläum komplett auf eine 64-Bit-Architektur umgestellt werden. Der schnelle Kartenaufbau auf PC, Tablet und Smartphone brachte das Publikum während einer Live-Vorführung zum Staunen. Softplan kündigte an, die neue Architektur vom 11. bis 13. Oktober auf der Intergeo in Hamburg zu präsentieren. Zum ersten November 2016 soll sie dann getreu dem Motto „Zielsicher in die Zukunft“ freigegeben werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Screenshot einer Stadtansicht von Mosbach in NOKmaps.

Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps

[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...

Screenshot Digitaler Zwilling Haar

Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert

[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...

3D-Stadtmodell der Stadt Weinheim

Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell

[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...

Screenshot des Calwer GIS-Portals.

Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin

[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...

Screenshot des Wiesbadener Baustellenmelders.

Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick

[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...

Braunschweig, städtischer Platz mit historischen Bauten aus der Froschperspektive

Braunschweig: Warum heißt die Straße so?

[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...

3D-Modell zeigt Darmstadt aus der Vogelperspektive.

Darmstadt 3D: Grundgerüst für Urbanen Zwilling

[16.12.2025] Von Darmstadt gibt es jetzt ein maßstabsgetreues dreidimensionales Modell mit hoher Detailtiefe. In der browserbasierten Anwendung lassen sich beispielsweise Entfernungen und Flächen messen, Schattenwürfe simulieren oder Sichtbarkeiten analysieren. Perspektivisch bildet sie das Grundgerüst für einen Urbanen Digitalen Zwilling. mehr...

Screenshot vom Digitalen Zwilling der Stadt Karlsruhe.

Karlsruhe: Digitaler Klimazwilling

[02.12.2025] In Karlsruhe soll die Klimafolgenanpassung messbar, vorausschauend und smart gestaltet werden. Mit diesem Ziel baut die Stadt im Projekt Sensor City einen Digitalen Klimazwilling auf, der Geodaten und die Messwerte von Internet-of-Things-Sensoren nutzt.  mehr...

Drohnenvermessung des Ruderatshofener Gemeindegebiets Apfeltrang.

Ruderatshofen: Drohnenvermessung für Hochwasserschutz

[27.11.2025] Ruderatshofen will besser auf Starkregenereignisse und Überflutungen vorbereitet sein. Damit geeignete Schutzmaßnahmen erkannt werden können, hat GIS-Anbieter RIWA ein 3D-Geländemodell vom Gemeindegebiet und den umliegenden Flächen erstellt. Dank Drohnentechnologie konnten 19 Hektar Land innerhalb eines Tages erfasst werden. mehr...

Blick in den vollen Konferenzsaal der Esri Konferenz 2024

Esri Konferenz 2025: GIS eröffnen neue Perspektiven

[21.11.2025] Dass Geo-Informationssysteme die Schlüsseltechnologie für eine nachhaltige Zukunft sind, soll auf der diesjährigen Esri Konferenz (26. bis 27. November 2025, Bonn) in über 100 Fachvorträgen, Live-Demos und Tech-Sessions demonstriert werden. Im Fokus stehen neueste Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, GeoAI, Digital Twins, Earth Intelligence und Enterprise IT. mehr...

Reinhard Kofler ist Geschäftsführer der RIWA GmbH, das Bild zeigt ihn auf dem Messestand des Unternehmens auf der Kommunale in Nürnberg.
interview

Interview: Das Gold der Kommunen

[12.11.2025] Das Unternehmen RIWA, Spezialist für Geoinformationen, war auf der Messe Kommunale mit dem neuen Slogan „Daten gestalten Zukunft“ vertreten. Im Gespräch mit Kommune21 erklärte Geschäftsführer Reinhard Kofler, warum Daten das wichtigste Gut der Kommunen sind und wie aus ihnen konkrete Mehrwerte entstehen. mehr...

Screenshot der Startseite des DigiTal Zwilling Wuppertal.

Wuppertal: Startschuss für DigiTal Zwilling

[28.10.2025] Die erste Ausbaustufe des DigiTal Zwilling Wuppertal ist online. Er umfasst unter anderem ein neues Geoportal, mit dem sich Daten im 3D-Raum visualisieren lassen und hilft dabei, Maßnahmen der Stadtplanung nachhaltiger umzusetzen und Zukunftsszenarien zu vergleichen. mehr...

Intergeo: Lösungen für eine Branche im Wandel

[07.10.2025] Heute startet in Frankfurt die Intergeo 2025 – das weltweit führende Event für Geodäsie, Geo-Information und Landmanagement. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Digitale Zwillinge und Reality Capturing als Zukunftstreiber einer Branche im Wandel. mehr...

Auf einer Stadtkarte von Konstanz werden die Temperaturen mit unterschiedlichen Farben dargestellt.
bericht

Geodatenmanagement: Mit Daten klimaresilient werden

[17.09.2025] In vielen deutschen Städten ist die sommerliche Hitzebelastung aufgrund des Klimawandels merklich angestiegen. Die Stadtplanung ist gefordert, Antworten darauf zu finden und gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen zu ergreifen. Dabei können Geodaten helfen. mehr...

Stadtansicht Hanau

BürgerGIS: Wie Maps, aber für Hanau

[02.09.2025] In Hanau ist das neue digitale Geoportal BürgerGIS online gegangen. Es bietet der Öffentlichkeit zahlreiche interaktive Funktionen für individuelle Auswertungen und ist auch die Basis für künftige Bürgerbeteiligungen. mehr...