EU-Benchmark 2017E-Government wird erwachsen

Immer mehr E-Government-Dienste sind für die mobile Nutzung geeignet.
www.capgemini.com/de-de/wp-content/uploads/sites/5/2017/11/02-020-17_ig-1-user-centricity_final-2.pdf
(Bildquelle: Capgemini)
Europas E-Government wird erwachsen: Services, die Bürger auch mobil nutzen können nehmen zu, und die Online-Verfügbarkeit von Behördendiensten schreitet voran. Das ist das Ergebnis der 14. Benchmark-Messung europäischer E-Government-Dienste, welche die EU-Kommission veröffentlicht hat. Erstellt wurde der Studienbericht von Capgemini und Partnern.
Laut Capgemini sind 2017 54 Prozent der angebotenen Dienste für die mobile Nutzung geeignet, im Vergleich zu 27 Prozent im Jahr 2015. Die Nutzerorientierung der europäischen öffentlichen Dienste erreichte einen Durchschnitt von 85 Prozent, was auf ein ausgereiftes Niveau der Online-Verfügbarkeit von Diensten und von Interaktions- und Feedback-Möglichkeiten zwischen Bürgern und Verwaltungen hinweise.
Im Bereich Transparenz liegt Deutschland laut der Pressemitteilung von Capgemini weit über dem europäischen Durchschnitt. Marc Reinhardt, Leiter Public Sector bei Capgemini Deutschland, sagt: „Die Ergebnisse untermauern, wie wertvoll tiefergreifende Transparenzgesetze wie die der Bundesländer Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz für den Ausbau der Transparenz in Behörden und im weiteren Sinne für die Verwirklichung des Open-Government-Gedankens sind. In Deutschland zeigen sich Fortschritte in den Lebenslagen Arbeit und Unternehmensgründung, mit einer stetigen Steigerung sowohl der Quantität von Online-Serviceangeboten als auch der Qualität – gekennzeichnet insbesondere durch nutzerfreundlichen mobilen Zugang und Transparenz in der Erbringung der Dienstleistung.“
Verbesserungspotenzial besteht nach Angaben von Capgemini beim Nutzererlebnis in den Serviceinteraktionen zwischen Bürger und Verwaltung. Reinhardt hierzu: „Deutschland setzt an richtiger Stelle an. Das Digitalisierungsprogramm zielt auf deutschlandweit besser verfügbare Online-Services, der Portalverbund will Benutzerfreundlichkeit und Qualität der Services erhöhen, und mit der Modernisierung und Harmonisierung der Register kommen wir der Vision des „Once Only“ Prinzips einen großen Schritt näher.“
Nach Angaben von Capgemini wurden für den diesjährigen Benchmark 10.000 Websites in den EU28+ Ländern überprüft. Bewertet wurden Quantität und Qualität digitaler Behördenservices für vier Lebenslagen: Unternehmensgründung, Verlust und Suche nach einem Arbeitsplatz, Studium und Familienleben.
Weitere Informationen zum E-Government Benchmark
http://www.capgemini.de
Interview: Wir sitzen im gleichen Boot
[02.04.2026] Im Märkischen Kreis haben sich mehrere Kommunen zum Netzwerk Digitalisierung und E-Government zusammengeschlossen. Welchen Mehrwert der interkommunale Austausch bringt, beschreibt Jasmin Grünschläger, Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Menden. mehr...
Schleswig-Holstein: Digitalstrategie 2026 vorgestellt
[19.03.2026] Schleswig-Holstein hat seine neue Digitalstrategie beschlossen. Erstmalig waren zentrale Partner aus Kommunen und Zivilgesellschaft systematisch in den Strategieprozess eingebunden, um einen breiten gesellschaftlichen Ansatz zu ermöglichen. mehr...
Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digital
[18.03.2026] In Baden-Württemberg haben Land und Kommunen eine neue – die inzwischen dritte – E-Government-Vereinbarung unterzeichnet. Das Land will den Roll-out von Verwaltungsleistungen in den Kommunen mit weiteren zehn Millionen Euro finanzieren. mehr...
Thüringen: Land unterstützt Kommunen intensiv
[17.03.2026] Ein neuer Prüfbericht des Thüringer Rechnungshofs sieht beträchtliche Defizite bei der OZG-Umsetzung und der Digitalisierung der kommunalen Verwaltung. In einer Stellungnahme erläutert das Digitalministerium, wie das Land Kommunen unterstützt. mehr...
Verwaltungsdigitalisierung: Lehren für die Zukunft ziehen
[12.03.2026] In 25 Jahren Verwaltungsdigitalisierung mangelte es nicht an ehrgeizigen Zielen. Diese wurden aber trotz der nötigen finanziellen Ressourcen häufig verfehlt. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit können Lehren für aktuelle Projekte gezogen werden. mehr...
Hochsauerlandkreis: Weichenstellung für die Zukunft
[11.03.2026] Im Hochsauerlandkreis will ein neuer Ausschuss für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung für Zukunftsfähigkeit sorgen. In der Auftaktsitzung befassten sich die Ausschussmitglieder intensiv mit dem aktuellen Stand der Verwaltungsdigitalisierung und dem Ausbau der Breitband- und Mobilfunkinfrastruktur. mehr...
Digitalisierung: Wiens sozialer Auftrag
[10.03.2026] Technologie soll Freiheit schaffen – nicht einengen, sagt Nikolaus Reisel. Kommune21 sprach mit dem Head of Platform der Stadt Wien über digitalen Humanismus, offene Standards und den Einsatz von KI in der Verwaltung der österreichischen Hauptstadt. mehr...
Hessen: Standardbefreiung online beantragen
[09.03.2026] Hessens Kommunen sollen die Möglichkeit haben, neue Wege der Aufgabenerfüllung zu erproben. Die so genannte Standardbefreiung erlaubt es kommunalen Körperschaften, von landesrechtlichen Regelungen abzuweichen, um Abläufe zu modernisieren und Bürokratie abzubauen. Dazu gibt es jetzt einen unkomplizierten Online-Antrag. mehr...
Spitzenverbände: Kommunale Handlungsfähigkeit sichern
[06.03.2026] Die kommunalen Spitzenverbände warnen vor der Handlungsunfähigkeit von Städten, Landkreisen und Gemeinden. Bund und Länder müssten dringend Maßnahmen ergreifen, sollen die kommunalen Haushalte nicht vollständig kollabieren. mehr...
NExT/DigitalService: Nachhaltige Verwaltungsmodernisierung
[05.03.2026] Eine gemeinsame Veröffentlichung von NExT und dem DigitalService des Bundes zeigt Wege zu einer wirksamen Verwaltungsdigitalisierung. Dabei wird deutlich: Nachhaltige Effekte und eine echte Digitalrendite entstehen vor allem durch die gezielte Modernisierung der Verwaltungsstrukturen. mehr...
DStGB: Praxisnaher Rahmen für Parkraumkontrolle
[02.03.2026] Die Kommunalen Spitzenverbände äußerten sich bei einer Anhörung im Bundestag zu geplanten Gesetzesänderungen, die auch die digitale Parkraumkontrolle betreffen. Sie fordern unter anderem eine praxisgerechte, flexible und technologieoffene Umsetzung ohne zusätzliche Bürokratie. mehr...
Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft
[23.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...
Thüringen: Digitalisierung auf Kurs
[17.02.2026] Platz vier im Bundesvergleich, Vorreiter bei digitaler Souveränität und Open Source sowie klare Pläne für 2026 – was hinter den Zahlen steckt und wo Thüringen bewusst andere Wege geht, erläutert Landes-CIO Milen Starke im Interview. mehr...
Frankfurt am Main: Neues Transformation Office
[16.02.2026] In Frankfurt am Main übernimmt nun das Transformation Office die Steuerung der Digitalisierungsvorhaben in der Verwaltung. Wurden die Projekte bislang überwiegend dezentral realisiert, sollen diese fortan beim Transformation Office gebündelt und so effizienter und wirkungsvoller umgesetzt werden. Das Office arbeitet mit allen Ämtern der Stadt zusammen. mehr...
Heidelberg / Hochschule Ludwigsburg: Theorie und Praxis verzahnen
[09.02.2026] Mit dem Ziel, die digitale Modernisierung der Verwaltung voranzutreiben, haben die Stadt Heidelberg und die Hochschule Ludwigsburg jetzt eine Kooperation vereinbart. Geplant sind regelmäßige gemeinsame Forschungsprojekte, aus denen sich Best-Practice-Beispiele auch für andere Kommunen ableiten lassen. mehr...






















