Montag, 28. September 2026

Zukunftsradar 2019Neuauflage bestätigt Ergebnisse

[26.07.2019] Die Digitalisierung bleibt in den Städten hierzulande Chance und Herausforderung gleichermaßen. Das zeigt der zweite Zukunftsradar Digitale Kommune, vorgelegt vom Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Institut für Innovation und Technik (iit).
Im Zukunftsradar Digitale Kommune 2019 bestätigen sich die Ergebnisse aus dem Vorjahr.

Im Zukunftsradar Digitale Kommune 2019 bestätigen sich die Ergebnisse aus dem Vorjahr.

(Bildquelle: www.dstgb.de)

Die Ergebnisse des Zukunftsradars Digitale Kommune 2019 (wir berichteten) liegen vor. „Die Ergebnisse der diesjährigen Befragung zeigen erneut, dass die Kommunen die Chancen der Digitalisierung erkannt haben und keineswegs in einer abwartenden Haltung verharren“, sagt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB). „Klar ist aber auch: Es wartet noch eine Menge Arbeit auf die Städte und Gemeinden, wenn sie mit der digitalen Transformation Schritt halten wollen.“ Laut DStGB und dem Institut für Innovation und Technik (iit) – den Herausgebern der Studie – bestätigen sich in der neuen Umfrage die Ergebnisse aus dem Vorjahr (wir berichteten). Nennenswerte Fortschritte im Bereich der Digitalisierung seien nur in knapp einem Drittel der befragten Kommunen zu verzeichnen. „Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass es vielerorts noch an einer ausreichenden Breitband-Infrastruktur als Fundament der digitalen Transformation fehlt“, sagt Professor Volker Wittpahl, Direktor des Instituts für Innovation und Technik (iit). „Fast die Hälfte der befragten Kommunen sieht beim Breitband-Ausbau auch im Jahr 2019 noch einen großen Nachholbedarf.“ Positiv ist laut den Herausgebern zu bewerten, dass 87 Prozent der Befragten den Mehrwert der Digitalisierung als hoch oder sehr hoch einschätzen. „Das zeigt, dass das Thema endgültig in den deutschen Kommunen angekommen ist“, erläutert DStGB-Hauptgeschäftsführer Landsberg. „Städte und Gemeinden wollen den digitalen Fortschritt zum Nutzen ihrer Bürgerinnen und Bürger und der Unternehmen vor Ort. Wir brauchen den digitalen Wandel, wenn wir als Standort für die Wirtschaft und als Wohnort für die Menschen attraktiv bleiben wollen.“

Zusammenarbeit überdenken

Eine zentrale Herausforderung bleibt laut der Untersuchung die Entwicklung einer digitalen Umsetzungsstrategie in den Kommunen. Lediglich sieben Prozent seien bereits dabei, eine auf die Situation vor Ort angepasste Strategie umzusetzen. 55 Prozent haben noch nicht mit der Erarbeitung einer solchen Strategie begonnen, 29 Prozent seien dabei, einen Umsetzungsplan zu erarbeiten. „Digitalisierung ist ein komplexes Thema. Die Frage, womit und wie vor Ort damit begonnen werden soll, muss in jeder Kommune individuell beantwortet werden. Es gibt keinen Umsetzungsplan, der für jede Stadt oder Gemeinde funktioniert“, kommentiert Gerd Landsberg an dieser Stelle. Wittpahl ergänzt: „Die Kommunen orientieren sich bei ihren Vorhaben an den Gegebenheiten vor Ort. Die Technik ist kein Selbstzweck, sondern muss den Menschen nutzen.“ Hohe Potenziale sehen die Kommunen laut dem diesjährigen Zukunftsradar in der interkommunalen Zusammenarbeit. 71 Prozent seien davon überzeugt, dass eine stärkere Vernetzung über die Organisationsgrenzen hinaus die eigenen Digitalisierungsfortschritte unterstützen kann. „Digitalisierung bietet die Chance, Aufgaben aufzuteilen und intensiver zusammenzuarbeiten. Das haben die Kommunen erkannt“, sagt Landsberg. „Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir über Orts-, Kreis- und Landesgrenzen zusammenarbeiten und es schaffen, Deutschland flächendeckend zu modernisieren. Wir müssen unsere bisherigen Arbeitsstrukturen überdenken und neue Konzepte der Zusammenarbeit entwickeln. Die Digitalisierung macht deutlich: Der Schlüssel zur Zukunft liegt bei den Kommunen.“ Der Zukunftsradar Digitale Kommune ist zum zweiten Mal erarbeitet worden und soll jährlich durchgeführt werden. Mehr als 500 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland haben sich laut den Herausgebern an der aktuellen Umfrage beteiligt.





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