Donnerstag, 15. Oktober 2026

Schwalm-Eder-KreisVerkehrsdaten in Echtzeit

[19.11.2025] Eine urbane Datenplattform soll es dem Schwalm-Eder-Kreis künftig ermöglichen, schneller auf Verkehrsprobleme zu reagieren. Dazu integriert die Plattform Echtzeit-Verkehrsdaten eines externen Anbieters, sodass beispielsweise die Einsatzrouten für Rettungskräfte optimiert werden können. Das Projekt wird im Programm Starke Heimat Hessen gefördert.
Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht auf einer Straße in einer Stadt.

Durch die Echtzeit-Verkehrsdaten sollen im Schwalm-Eder-Kreis unter anderem die Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr effizienter gestaltet werden.

(Bildquelle: euregiocontent/123rf.com)

Im Schwalm-Eder-Kreis sollen Verkehrsflüsse optimiert, Staus reduziert, Fahrzeiten verkürzt und die Einsätze von Rettungsdienst und Feuerwehr effizienter gestaltet werden. Der Kreis will dazu eine offene, urbane Datenplattform einrichten, auf der Echtzeit-Verkehrsdaten abgelesen werden können. Das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation unterstütze das Vorhaben „Smarte Daten im Schwalm-Eder-Kreis“ mit rund 235.000 Euro aus der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm Starke Heimat Hessen.

Im Landkreis gibt es bereits grundlegende georeferenzierte Systeme und eigene Verkehrsdaten, berichtet die Kommune. Allerdings werden diese isoliert geführt und sind nicht mit Echtzeit-Verkehrsdaten externer Anbieter verknüpft. Eine schnelle Reaktion auf Verkehrsprobleme ist dadurch kaum möglich. Die offene, urbane Datenplattform soll das ändern, indem sie die Echtzeitdaten eines externen Anbieters integriert.

Das Konzept lehnt sich an ein bereits in Wetzlar erprobtes Projekt an, das ebenfalls im Programm Starke Heimat Hessen gefördert wurde. Dort konnten durch die Echtzeitdaten Verkehrsströme präzise analysiert und entsprechende Rückschlüsse gezogen werden. Unter anderem könne die Zentrale Leitstelle in Wetzlar anhand der Daten schnellere Anfahrtsrouten in Notfällen identifizieren, während die Verwaltung mit den Daten beispielsweise Baustellen besser planen kann. Die Bürgerinnen und Bürger können sich im Bürger-Cockpit über die aktuelle Verkehrslage informieren und ihre Fahrtwege entsprechend organisieren. Die neu geschaffene Dateninfrastruktur erlaube darüber hinaus die spätere Einbindung weiterer Anwendungsfälle wie beispielsweise ein Baustellenmanagement. Grundsätzlich könne die Plattform auch für ganz andere Themenbereiche wie die Pegelstandsüberwachung oder das Hochwassermanagement eingesetzt werden.

Landrat Winfried Becker sagt: „Gerade im Hinblick auf die Verkehrsentwicklung im Schwalm-Eder-Kreis, durch die Eröffnung der A 49, können wir die Echtzeit-Verkehrsdaten gezielt dafür nutzen, anstehende Infrastrukturprojekte besser zu bewerten.“ Becker betonte, auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden könnten die Plattform bei Bedarf mitverwenden. So ließen sich Kosten sparen und Synergien schaffen.





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