Dienstag, 3. Februar 2026

BrandenburgSchulen auf dem Weg ins digitale Zeitalter

[08.02.2023] 83.000 Endgeräte, eine wachsende Schul-Cloud, Online-Lerninhalte, KI-basierte Lerndiagnosen und weitere Projekte kurz vor der Umsetzung – in Brandenburg zeigt die aktuelle Erhebung des Bildungsministeriums Fortschritte bei der IT-Ausstattung und Digitalisierung der Schulen.

In Brandenburg führt das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) regelmäßig Erhebungen zur Medienausstattung der öffentlichen Schulen im Land durch. Nun hat es die Ergebnisse für das Schuljahr 2021/2022 vorgestellt. Demnach geht die Digitalisierung der Schulen im Land voran. Das zeigt sich sowohl in der IT- und Medienausstattung in allen Schulformen als auch bei den Bewilligungen von Investitionsmitteln aus dem DigitalPakt Schule. An fast 90 Prozent der Schulen haben digitale Lernformen einen hohen bis sehr hohen Stellenwert.
Brandenburgs Digitalisierungsstrategie setze auf gute Technikausstattung, qualifizierte Lehrkräfte und guten Unterricht auch mit digitalen Lehrmethoden, sagte Bildungsministerin Britta Ernst. Mittlerweile arbeiteten fast alle Schulen mit mobilen Endgeräten, die meisten verfügten über moderne Präsentationstechnik in den Unterrichtsräumen. Zudem hätten sich die Lehrkräfte digitale Lehrmethoden angeeignet und sie in den Unterricht integriert. Brandenburgs Schulen seien auf einem guten Weg, so Ernst, doch es gelte, nun auch beim weiteren Ausbau dranzubleiben.

DigitalPakt Schule als Beschleuniger

Das Bund-Länder-Programm DigitalPakt Schule habe dazu beigetragen, dass in der technischen Ausstattung der Schulen große Fortschritte erzielt worden seien. Da die Bewilligungen nahezu abgeschlossen seien, rechne sie in diesem Jahr mit einem großen Anstieg an Fördermittelabrufen und damit mit einem enormen Ausbau der schulischen IT-Infrastruktur, sagte die Ministerin.
Mithilfe des DigitalPakts konnten wichtige Digitalisierungsvorhaben auf dem Weg gebracht oder schon umgesetzt werden. Für landesweite und regionale Maßnahmen wurden bislang 3,2 Millionen Euro bewilligt. Unter den wichtigen Vorhaben nennt das MBJS die Entwicklung eines zentralen Identitätsmanagementsystems (IDM) für Schüler und Lehrkräfte, die Ausstattung der Studienseminare des Landes in Bernau, Cottbus und Potsdam mit Mobilgeräten und Präsentationstechnik, die Einführung eines Messengers für die schulische Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden sowie den Erwerb von Online-Medien-Lizenzen.
Insgesamt 13 Millionen Euro aus dem DigitalPakt wurden für die Beteiligung an 13 länderübergreifenden Digitalisierungsprojekten bewilligt, deren Ziel der Aufbau einer gemeinsamen digitalen Bildungsinfrastruktur ist. Dazu gehören Infrastrukturen zur Bereitstellung digitaler Bildungsmedien – etwa die offene Bildungsmediathek der Länder MUNDO (wir berichteten) – zur Leistungsfeststellung, zur Verbesserung von Schnittstellen und zur Qualifizierung des Lehrpersonals.

KI und Schul-Cloud

Im Bereich der künstlichen Intelligenz ist das Land Brandenburg gemeinsam mit sieben anderen Ländern an der Entwicklung eines Intelligenten Tutoriellen Systems beteiligt – ein KI-basiertes Lehrsystem mit individuellen Lernwegen und Rückmeldungen für Schülerinnen und Schüler. An diesem Entwicklungsprojekt sollen in diesem Jahr 20 Pilotschulen in Brandenburg teilnehmen. Die künftige Nutzung des Systems im Unterricht soll den Lehrkräften die Möglichkeit geben, in Phasen des selbstständigen Lernens Schülerinnen und Schüler individueller fördern zu können.
In Brandenburg wird die Schul-Cloud als Lehr- und Lern-Management-System seit rund eineinhalb Jahren im Entwicklungsbetrieb eingesetzt. Laut MBJS-Erhebung arbeiten mehr als drei Viertel der Schulen (77 Prozent) mit der Schul-Cloud. Damit steht eine datenschutzkonforme, digitale Lehr-und Lernumgebung bereit, die gemeinsam mit Niedersachsen und Thüringen kontinuierlich weiterentwickelt wird (wir berichteten). So wurde 2022 eine Mathematik-Lernplattform eingebunden (wir berichteten), Ukrainisch ist als neue Sprache verfügbar (wir berichteten), externe Expertinnen und Experten können zu Videokonferenzen zugeschaltet sowie Kurse geteilt und importiert werden.





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