Sonntag, 20. September 2026

Databund/BMDSBesserer Informationsfluss

[06.08.2026] Das BMDS und der Databund haben eine Initiative gestartet, die es ermöglichen soll, dass IT-Unternehmen früher über zentrale Digitalvorhaben des Bundes informiert werden. Gleichzeitig sollen sie ihre Erfahrungen künftig einfacher in die Planungen einbringen.

v.l.: Sirko Scheffler, Vorstandsvorsitzender des Databund und Staatssekretär Dr. Markus Richter bei der Unterzeichnung der Vereinbarung.

(Bildquelle: BMDS & Databund/Fotograf: Vincent Grätsch)

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der Databund wollen mittelständische IT-Unternehmen früher in zentrale Digitalvorhaben des Bundes einbinden. Dazu unterzeichneten beide Seiten eine Kooperationsvereinbarung für eine neue Mittelstandsinitiative. Diese soll dazu beitragen, die Digitalisierung und Modernisierung von Staat und Verwaltung zu beschleunigen. Die Expertise der mittelständischen IT-Branche solle gezielt in die Entwicklung digitaler Verwaltungsdienste und in den Ausbau einer souveränen digitalen Infrastruktur eingebunden werden, so der Databund.

Der Databund vertritt mittelständische IT-Dienstleister und Softwarehersteller, die vor allem Lösungen für den öffentlichen Sektor und kommunale Fachverfahren anbieten. Ihre Kenntnisse der Verwaltungsprozesse sollen nach Angaben der Partner stärker in die Entwicklung digitaler Verwaltungsdienste und den Aufbau einer souveränen digitalen Infrastruktur einfließen. Bereits 22 Unternehmen haben den Kooperationsvertrag vor Ort mitgezeichnet. Die Initiative ist bewusst offen gehalten, sodass sich weitere Verbände, Unternehmen und Organisationen anschließen können.

Frühere Informationen für Anbieter

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht der gegenseitige Informationsaustausch. Das BMDS will die beteiligten Softwareunternehmen frühzeitig und detailliert über geplante IT-Projekte informieren. Diese sollen dadurch rechtzeitig prüfen können, wie sich ihre Lösungen anbinden lassen und welche technischen oder organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Im Gegenzug soll die mittelständische IT-Wirtschaft Rückmeldungen zu den Planungen des Ministeriums geben, insbesondere mit Blick auf die Umsetzung in den Kommunen.
„Durch die Zusammenarbeit mit den Herstellern kommunaler Fachverfahren sowie mit weiteren Akteuren des digitalen Ökosystems stellen wir sicher, dass die digitale Realität der kommunalen Praxis entspricht“, sagte BMDS-Staatssekretär Markus Richter. Die Fachverfahrenshersteller betrachte das Ministerium als Partner bei der Bereitstellung digitaler Lösungen.

Planungssicherheit und offene Standards

Aus Sicht der beteiligten Anbieter soll die frühere Einbindung vor allem die Anschlussfähigkeit neuer Bundeslösungen verbessern. „Kooperation mit bundesweiter Perspektive schafft Planungssicherheit für Hersteller, Dienstleister, Bund, Länder und Kommunen“, sagte der Databund-Vorstandsvorsitzende Sirko Scheffler. Entscheidend sei, dass Basiskomponenten und offene Standards den Anforderungen der Verwaltungsdigitalisierung tatsächlich gerecht würden.
Mehrere Unternehmen verwiesen in ihren Stellungnahmen darauf, dass zentrale Komponenten mit den bestehenden Fachverfahren, Registern und Portalen zusammenspielen müssten. „Fachverfahren sind kein Anhängsel der Digitalisierung, sondern ihr primärer Wirkungsort“, sagte Arne Baltissen, Geschäftsführer des kommunalen Softwareanbieters PROSOZ Herten. Verbindliche offene Standards seien nur tragfähig, wenn Erfahrungen aus Entwicklung, Betrieb und kommunaler Umsetzung von Beginn an einflössen.
Auch der Governikus-Geschäftsführer Stephan Klein verband mit der Vereinbarung die Erwartung, dass sichere und interoperable Lösungen künftig früher an den tatsächlichen Anforderungen der Verwaltung ausgerichtet werden können. Andere Mitzeichnende hoben offene Schnittstellen, den Deutschland-Stack sowie die Anbindung an Identitäts- und Wallet-Lösungen als Voraussetzungen für die Anschlussfähigkeit zentraler Komponenten an bestehende Fachverfahren, Register und Portale hervor.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Jemand schaut sich die Stadtblatt Online-Ausgabe am Handy an


Heidelberg: Stadtblatt wird digital

[18.09.2026] Heidelberg stellt die Verteilung seines Stadtblatts neu auf. Statt einer Zustellung an alle Haushalte setzt die Stadt künftig vor allem auf die digitale Ausgabe. mehr...

Junge Frau zwischen Archivregalen streckt ihr Handy Richtung Kamera

Gütersloh: Webseite zur Stadtgeschichte in neuem Look

[11.09.2026] Die Stadt Gütersloh hat den Bereich zur Stadtgeschichte auf ihrer Website grundlegend überarbeitet. Inhalte wurden neu geordnet und verknüpft, historische Abbildungen durch hochauflösende Digitalisate ersetzt und weitere Seiten um Bilder, Videos und Links ergänzt. mehr...

Mpck-up der Schwammstadt-App

Berlin: Klimaanpassung spielerisch erfahren

[11.09.2026] Mit dem Online-Spiel Schwammtastisch soll das Konzept der Schwammstadt für Berlinerinnen und Berliner anschaulich werden. Straßen und Plätze lassen sich digital mit Bäumen, Pflanzstreifen oder Regenwassernutzung umgestalten und deren Wirkung erkunden. mehr...

Roboterhand tippt auf einem Computerkeyboard

Studie: Automatisierungspotenzial in Behörden nicht ausgeschöpft

[09.09.2026] Eine Studie von Foundry, UiPath und Materna zeigt deutliche Lücken bei der Digitalisierung deutscher Behörden: Nach Einschätzung der Befragten könnten 49 Prozent der Verwaltungsaufgaben automatisiert werden, tatsächlich sind es erst 23 Prozent. Zudem ist ein Drittel der Leistungen noch komplett offline. mehr...

Ausstellung des Goldenen Buches der Stadt Ulm im Rathausfoyer

Ulm: Goldenes Buch ist digital erlebbar

[04.09.2026] Das Goldene Buch der Stadt Ulm können Gäste im Rathaus via Touchbildschirm ab sofort digital durchblättern. mehr...

Ein rotes und viele weiße 3D-Paragrafensymbole auf heller Oberfläche.
bericht

GEAS-Reform (2): Was jetzt auf die Verwaltung zukommt

[03.09.2026] Neue Verfahren, angepasste IT-Systeme und komplexere Rechtsfragen: Mit der GEAS-Reform wächst der Umsetzungsaufwand für die beteiligten Behörden. Sie müssen europäische und nationale Vorgaben stärker gemeinsam berücksichtigen - und up to date bleiben. mehr...

Ein rotes und viele weiße 3D-Paragrafensymbole auf heller Oberfläche
bericht

GEAS-Reform (1): Die rechtlichen Implikationen

[02.09.2026] Die GEAS-Reform regelt wesentliche Bereiche des Asylrechts nun durch unmittelbar geltende EU-Verordnungen. Damit sinken nationale Gestaltungsspielräume, während die Anforderungen an Rechtsanwendung und Verwaltungsvollzug steigen. mehr...

KGSt/Helmut-Schmidt-Universität Hamburg: Agile Arbeitsweisen in Kommunen

[01.09.2026] Die KGSt und die Hamburger Helmut-Schmidt-Universität wollen herausfinden, wie agile Arbeitsweisen in Kommunalverwaltungen eingeführt und etabliert werden. Für eine kurze Umfrage werden noch Personen gesucht, die agiles Arbeiten in ihrer Kommune voranbringen. mehr...

Screenshot: Mann im dunklen Anzug vor professionell ausgeleuchteter heller Wand

Vitako: Schlaglichter auf kommunale Digitalisierung

[31.08.2026] Mit einer neuen YouTube-Reihe zeigt Vitako Perspektiven aus der öffentlichen IT in kurzen Videos. In den ersten Beiträgen geht es um verlässliche digitale Infrastrukturen, digitale Souveränität und interkommunale Zusammenarbeit. mehr...

Blick in den nüchternen Empfangsbereich eines Büros mit digitalen Anzeigetafeln.

digitalSIGNAGE: Digitale Bürgerkommunikation für Rathaus & Co.

[31.08.2026] Digitale Informations- und Anzeigesysteme können das Personal in Kommunen entlasten: Sie erleichtern die Orientierung, organisieren den Besucheraufruf und informieren. Der ISO/IEC 27001 zertifizierte Anbieter digitalSIGNAGE deckt dafür ein breites Produktspektrum ab. mehr...

Farbige Papierfiguren auf weißem Untergrund, verbunden durch Linien

KGSt: Neues Verwaltungsleitbild

[27.08.2026] Die KGSt hat mit der „Netzwerkkommune“ ein neues Verwaltungsleitbild vorgelegt. Es beschreibt eine Verwaltung, die komplexe Aufgaben gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft löst. Die Steuerung solcher Netzwerke muss so angelegt sein, dass Kooperation und Vertrauen möglich werden. mehr...

Gruppenbild vor Aufsteller

Peine: Onlinedienste bekannter machen

[27.08.2026] Die Stadt Peine will ihre digitalen Verwaltungsangebote bekannter machen sowie Bürgerinnen und Bürger über deren Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten informieren. Dazu begann nun eine langfristig angelegte Kampagne, die Werbeflächen in der Stadt und Social Media bespielt. mehr...

Friedhof Kreuz Grabstein

Saarland: Weniger Behördengänge im Trauerfall

[25.08.2026] Ein neuer Online-Dienst ermöglicht Angehörigen und Bestattungsunternehmen, Bestattungen digital anzumelden und Unterlagen hochzuladen. Nach dem Start in St. Wendel steht das Angebot nun auch in Kirkel bereit und allen saarländischen Kommunen zur Nachnutzung offen. mehr...

Ein durchsichtiges Sparschwein steht auf zahlreichen 50-Euro-Scheinen.

European Public Administration Report: Ist eine teure Verwaltung auch gut?

[25.08.2026] Deutschland leistet sich eine der teureren öffentlichen Verwaltungen Europas. Mehr Wirkung folgt daraus aber nicht automatisch. Eine Studie aus Österreich zeigt, dass es gute Organisation, qualifiziertes Personal und digitale Werkzeuge sind, die den Unterschied machen. mehr...

Vektorgrafik, die mehrere Personen zeigt, die an einem Tisch sitzend miteinander diskutieren, teilweise mit Laptopeinsatz.

NExT/RuDi: Gemeinsam digital vernetzt

[25.08.2026] Das Verwaltungsnetzwerk NExT baut seine Zusammenarbeit mit der Plattform RuDi aus. Eine zentrale Dateiablage soll Dokumente aus den NExTcommunities bündeln und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes den Austausch zwischen Treffen und über Communitygrenzen hinweg erleichtern. mehr...