Mittwoch, 23. September 2026

Fraunhofer IESEMarktplatz für Smart-City-Lösungen

[11.07.2024] Der vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering IESE entwickelte digitale Marktplatz Deutschland.Digital ist Teil des neuen Stufenplans Smarte Städte und Regionen des BMWSB. Der Marktplatz soll Kommunen bei der Beschaffung und Implementierung digitaler Lösungen wirksam unterstützen.
Der vom Fraunhofer-Institut IESE entwickelte Marktplatz ist jetzt Bestandteil des BMWSB-Stufenplans Smarte Städte und Regionen.

Der vom Fraunhofer-Institut IESE entwickelte Marktplatz ist jetzt Bestandteil des BMWSB-Stufenplans Smarte Städte und Regionen.

(Bildquelle: Deutschland.Digital)

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) hat im Juni 2024 den Stufenplan „Smarte Städte und Regionen“ vorgestellt (43932+wir berichteten). Unter Federführung des BMWSB wurde dieser von einem Beirat unter Beteiligung von mehreren Bundesressorts, fünf Ländern, Kommunen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft entwickelt. Dieser soll ein Rahmenwerk für die Digitalisierung der Kommunen in Deutschland schaffen und sie bei der Implementierung digitaler Lösungen unterstützen. Die Erstellung eines solchen Stufenplans war bereits im Koalitionsvertrag verankert.
Der vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering IESE entwickelte Marktplatz Deutschland.Digital ist Teil dieses Stufenplans. „Ein digitaler Marktplatz ist ein ganz wesentliches Element zur Verbreitung von Smart-City- und Smart-Region-Lösungen in die Fläche“, sagt Steffen Heß, der am Fraunhofer IESE den Forschungsbereich Digital Innovation & Smart City verantwortet.

Unterstützung bei der Beschaffung

Ein digitaler Marktplatz bietet für Kommunen, die andernorts entwickelte digitale Lösungen implementieren wollen, einen wichtigen Service: Er unterstützt die Beschaffung und letztendlich auch die Anwendung von digitalen Leistungen, ohne dass bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kommunen eigene IT-Kenntnisse vorausgesetzt werden. „Der Beirat hat acht Marktplätze verglichen und spricht sich im Stufenplan explizit für die Nutzung und Weiterentwicklung unseres Marktplatzes aus. Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Steffen Heß.
Der Marktplatz liefert eine kuratierte Übersicht über Angebote und Dienstleistungen und ermöglicht den objektiven Vergleich der verschiedenen Lösungen. Auf diesem Weg unterstützt er bei der Durchführung des Vergabeverfahrens und beim Betrieb der entsprechenden Lösungen.

Weiterentwicklung des Marktplatzes geplant

Entworfen wurde der Marktplatz Deutschland.Digital im Rahmen des Modellvorhabens Smarte.Land.Regionen. Dieses Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und hilft seit 2021 Landkreisen bei der Erstellung einer Digitalstrategie sowie der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen für Probleme im ländlichen Raum. Insgesamt haben 20 Regionen in ganz Deutschland an der Förderung teilgenommen. Dort gewonnene Erkenntnisse zum Marktplatz fließen in dessen Weiterentwicklung ein.
In den kommenden zwei Jahren soll der Marktplatz an Funktionsumfang zunehmen und mit der Expertise aus BMEL, BMWSB und weiteren Expertinnen und Experten zu einem etablierten Instrument der digitalen Transformation in Kommunen entwickelt werden. So soll etwa eine transparente und neutrale Bewertung der Online-Angebote durch Nutzer-Kommunen möglich gemacht werden, wodurch weitere Kommunen bei der Auswahl der für sie passenden Lösungen unterstützt werden.





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