BMDSWenn die KI selbstständig arbeitet

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (l.) im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Pilotprojekte.
(Bildquelle: BMDS)
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat mit einer Kick-off-Veranstaltung die Einführung von agentischer KI in der deutschen Verwaltung eingeläutet. Im Rahmen des Agentic AI Hub starten 18 Pilotprojekte mit dem Ziel, mittels agentischer KI Verwaltungsvorgänge zu beschleunigen. Das bedeutet, dass sogenannte autonome KI-Agenten Anträge auf Vollständigkeit prüfen, fehlende Dokumente nachfordern, Unterlagen analysieren und auch Vorschläge für behördliche Entscheidungen machen. Die Ergebnisse sollen perspektivisch bundesweit einsetzbar sein. Ende Januar startete der Aufruf zur Bewerbung, dem rund 400 Start-ups und knapp 200 Kommunen nachgekommen waren.
Verwaltung und KI-Start-ups zusammenbringen
Das Agentic AI Hub des BMDS ist als zentrale Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und KI-Start-ups konzipiert. Das BMDS sieht ihn als „virtuellen, standortübergreifenden Maschinenraum für Agentic AI“. Dort sollen bürokratische Probleme in technische Prototypen übersetzt und sicher pilotiert sowie der Aufbau einer Community vorangebracht werden. Was funktioniert, wird skaliert. Ziel ist es, dass die autonom handelnden Systeme administrative Routinen übernehmen. So werde die staatliche Handlungsfähigkeit gesichert und Deutschland nachhaltig als souveräner Technologiestandort gestärkt, heißt es vom BMDS. Unterstützt wird das Bundesdigitalministerium beim Agentic AI Hub vom DigitalService des Bundes.
Pilotprojekte in 17 Kommunen
Die Pilotprojekte wurden im Rahmen eines Bewertungsprozesses von BMDS und DigitalService bestimmt. Ein Fachbeirat aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützte beratend. Ausgewählt wurden 17 Kommunen unterschiedlicher Größenklassen und zehn Start-ups, die nun gemeinsam 18 Pilotprojekte umsetzen. Manche Kommunen nehmen mehrfach teil, und auch die Start-ups können mit mehreren Kommunen Pilotprojekte umsetzen.
In den kommenden drei Monaten sollen die Projekte an der konkreten Umsetzung ihrer KI-Lösungen arbeiten. Sie werden dabei vom BMDS mit Unterstützung des DigitalService auf Wirksamkeit und Skalierbarkeit überprüft und im Prozess begleitet. Auch die in der ersten Phase noch nicht berücksichtigten Bewerber und Bewerberinnen bleiben Teil des Hub-Konzepts – sie bilden eine Community zum Austausch und zur Weiterentwicklung und können sich an etwaigen weiteren Vorhaben beteiligen. Dafür soll es regelmäßige Formate zum Austausch geben.
SYNQONY: Voicebot für die Abfallwirtschaft
[13.04.2026] Einen KI-Voicebot für die kommunale Abfallwirtschaft hat das Unternehmen SYNQONY entwickelt. Derzeit wird der digitale Abfallberater Qonny in einem Pilotprojekt mit dem Kreis Leer getestet. mehr...
Niederrhein: Interkommunal zu KI
[09.04.2026] Fünf Niederrhein-Kommunen haben gemeinsam einen datenschutzkonformen KI-Assistenten zur internen Nutzung beschafft. Die Nachnutzung durch weitere Kommunen ist möglich. mehr...
Kreis Dithmarschen: Pionier für LLMoin
[09.04.2026] Den von Hamburg und Dataport entwickelten KI-Textassistenten LLMoin nutzt nun auch der Kreis Dithmarschen - und ist damit ein Pionier in Schleswig-Holstein. mehr...
Voiceagent: Lotse durch den Prozessdschungel
[30.03.2026] Das Unternehmen Onlim hat einen dialogfähigen Voiceagent entwickelt. Im Interview erklärt Marc Isop, Chief Revenue Officer bei Onlim, welche Vorteile die Lösung kommunalen Servicecentern bringt und für welche Anwendungsfälle sie besonders geeignet ist. mehr...
Stade: 24/7 auch telefonisch
[27.03.2026] Die Stader Stadtverwaltung ist jetzt 24 Stunden täglich telefonisch erreichbar. Möglich macht das ein Voicebot, eine Weiterentwicklung des Chatbots Käpt’n Knut. mehr...
Gersthofen: Gersti und CAIA helfen
[26.03.2026] Die Stadt Gersthofen nutzt KI unter anderem für Gersti, einen 24/7-Assistenten für Bürgerservice und Verwaltungsanliegen, und für CAIA, einen lebensgroßen Avatar im Hallenbad. Diese beiden Werkzeuge ebnen den Weg für weitere KI‑unterstützte Prozesse. mehr...
Sitzungen: KI unterstützt Protokollierung
[25.03.2026] Einen neuen Partner für sein Netzwerk hat ITEBO gewonnen: Das Start-up SpeechMind, welches auch am Agentic AI Hub des Bundes teilnimmt, bringt seine KI-basierten Lösungen zur automatisierten Protokollierung von Sitzungen ein. mehr...
Kreis Barnim: Chatbot hilft durch Verwaltungsdschungel
[24.03.2026] Um seinen Bürgerservice moderner, zugänglicher und effizienter zu gestalten, bietet der Kreis Barnim nun einen KI-gestützten Chatbot auf seiner Website an. Das System beantwortet in 100 Sprachen ebenso wie in Leichter Sprache rund um die Uhr Fragen zur Verwaltung, wofür es die entsprechenden Inhalte der Website zusammenfasst. mehr...
Gütersloh: Ausländerbehörde erhält virtuellen Mitarbeiter
[12.03.2026] Ein Software-Roboter unterstützt die Ausländerbehörde der Stadt Gütersloh ab sofort bei Meldevorgängen. Geplant ist, den virtuellen Mitarbeiter in Zukunft auch in anderen städtischen Fachbereichen einzusetzen. mehr...
Nürnberg: Test für KI-gestützten Voicebot
[10.03.2026] Einen Test für einen KI-gestützten Voicebot im Behördenwegweiser startet die Stadt Nürnberg. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme und zum Feedback aufgerufen. mehr...
Fraunhofer FOKUS: Gebrauchsanleitung für den KI-Einstieg
[09.03.2026] Der Potenzial-Check „Startklar für KI“ bietet Kommunen eine systematische Herangehensweise für die Bewertung und Planung von KI-Projekten. Das Werkzeug führt KI-Einsteiger und erfahrene Anwender strukturiert durch relevante Fragen – von strategischen Zielen über technische Anforderungen bis hin zur Ressourcenplanung. mehr...
Frankfurt am Main: Mit Wohni zum Wohngeld
[09.03.2026] Auf KI-Unterstützung bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen setzt jetzt die Stadt Frankfurt am Main. Zum Einsatz kommt die Assistenz Wohni des Münchner Unternehmens forml. mehr...
Kreis Dahme-Spreewald: Intelligenter Verwaltungsassistent im Test
[05.03.2026] Der Kreis Dahme-Spreewald testet in der Ausländerbehörde den intelligente Verwaltungsassistenten iva.AT, der digitale Anträge auf Aufenthaltstitel bereits beim Ausfüllen prüft und unmittelbar auf fehlende oder unpassende Unterlagen hinweist. Es handelt sich um ein Pilotprojekt im Rahmen des Programms Aufenthalt Digital. mehr...
Wiesbaden: KI hilft bei Onlineanmeldung der Eheschließung
[03.03.2026] Bei der Onlineanmeldung zur Eheschließung setzt Wiesbaden nun auch Künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese generiert direkt nach der Anmeldung eine individuelle Übersicht der benötigten Dokumente für das Traupaar und strukturiert die online eingereichten Unterlagen automatisch für die Sachbearbeitung. mehr...





















