OberhausenSmarte Ideen aus der Stadtgesellschaft

Mit dem Co-Creation-Fund setzt die Stadt Oberhausen auf Zusammenarbeit und Bürgerbeteiligung, indem sie sichtbar macht, wie digitale Lösungen aus der Stadtgesellschaft heraus entstehen und die Kommune voranbringen können.
Der Beigeordnete Michael Jehn (5.v.l.) und CIO Boris van Benthem (2.v.r.) mit Jurymitgliedern sowie Antragstellerinnen und Antragstellern der geförderten Projekte und dem Smart-City-Team.
(Bildquelle: Stadt Oberhausen)
Mit dem Co-Creation-Fund setzt die Stadt Oberhausen auf Zusammenarbeit und Bürgerbeteiligung, indem sie sichtbar macht, wie digitale Lösungen aus der Stadtgesellschaft heraus entstehen und die Kommune voranbringen können.
Der Beigeordnete Michael Jehn (5.v.l.) und CIO Boris van Benthem (2.v.r.) mit Jurymitgliedern sowie Antragstellerinnen und Antragstellern der geförderten Projekte und dem Smart-City-Team.
(Bildquelle: Stadt Oberhausen)
Auf ihrem Weg zur Smart City unterstützt die Stadt Oberhausen nun zum zweiten Mal Digitalprojekte, die seitens der Stadtgesellschaft eingebracht worden sind. Wie die nordrhein-westfälische Kommune mitteilt, werden die sechs Vorhaben im Rahmen des Co-Creation-Funds gefördert. Dieser ist Teil des Smart-City-Projekts der Stadt und werde durch Fördermittel des Bundes ermöglicht. Ziel des Funds sei es, Ideen aus der Bürgerschaft sowie von Initiativen, Organisationen und weiteren Akteurinnen und Akteuren gemeinsam mit der Stadtverwaltung weiterzuentwickeln und umzusetzen.
„Wir als Stadtverwaltung sind froh, dass uns der Fördermittelgeber für den Co-Creation-Fund mehr als anderthalb Millionen Euro zur Verfügung stellt“, sagt der Beigeordnete Michael Jehn. „So können wir Ideen aus der Stadtgesellschaft aufgreifen und zum Nutzen unserer Stadt in die Umsetzung bringen.“
Für einzelne Projekte sind nach Angaben der Stadt Zuschüsse von bis zu 50.000 Euro vorgesehen. Förderfähig seien Lösungen, die digitale Werkzeuge, Künstliche Intelligenz, Sensorik oder andere smarte Technologien einsetzen. Um in der Ideenfindungs- und Projektentwicklungsphase ausreichend Spielraum für Innovationen zu schaffen, sehe die Förderrichtlinie in begründeten Fällen auch eine Unterstützung von Vorhaben mit einem höheren Finanzierungsbedarf vor.
Sechs Vorhaben gehen in die Umsetzung
Für die aktuelle Förderrunde seien elf Projekte eingereicht worden. Sie seien anhand der Förderkriterien geprüft und von einer interdisziplinären Jury bewertet worden. Sechs Vorhaben seien daraufhin durch den Bund bewilligt worden und gehen nun in die Umsetzung.
Konkret handelt es sich um die webbasierte Plattform digital:sozial:lokal, die gemeinnützige Organisationen mit digital affinen Ehrenamtlern in Oberhausen vernetzt. Auch die spielerische Stadterlebnis-App Oberhauslinge hat überzeugt. Mit ihr können Bürger, Familien und Schulklassen Oberhausen über ortsbasierte Touren zu Geschichte, Natur und Kultur entdecken. Fördermittel erhält des Weiteren ein OpenCityCanvas. Die interaktive webbasierte Beteiligungsplattform soll brachliegende urbane Flächen digital sichtbar machen und Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, dort kreativ zu arbeiten.
Das vierte Förderprojekt SmartSideAI erarbeitet ein KI-gestütztes, mobiles System zur Erfassung und Bewertung des Oberflächenzustands von Gehwegen. Mit Treenet wiederum soll ein sensor- und KI-gestütztes Frühwarnsystem zur Erkennung von Waldbrandrisiken entstehen, während es das Vorhaben Utop.AI den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, mithilfe generativer KI Ideen zur Stadt- und Quartiersentwicklung fotorealistisch zu visualisieren und in Beteiligungsprozesse einzubringen.
Alltagsrelevante Digitalisierung
Nach Angaben der Stadt verfolgen alle Projekte ähnliche Ziele. Sie sollen konkrete Probleme im Alltag lösen in Form von mehr Sicherheit und Vorsorge, einer besseren Infrastruktur sowie neuen Formen der Beteiligung. Auch Bildung, das Stadterlebnis und die Unterstützung des Ehrenamts spielen eine Rolle.
„Zusammen ist besser ist zum Leitspruch für das geworden, was wir in Oberhausen tun“, fasst CIO Boris van Benthem die Smart-City-Aktivitäten der Stadt zusammen. „Als eine der 73 geförderten Kommunen sind wir mit dafür verantwortlich, für alle bundesweiten Kommunen den Weg zu bereiten, dass Innovation bei allen ankommt. Die Projekte, die im Rahmen des Co-Creation-Funds gefördert werden, sind ein tolles Beispiel dafür, dass sich Bürgerinnen und Bürger an diesem Prozess aktiv beteiligen können.“
Serie Smart Cities: Daten im Griff
[23.04.2026] Kommunale Daten sind die Grundlage jeder smarten Stadt. Wie gelingt es Städten und Regionen, Daten strategisch zu nutzen und so ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten? Start einer neuen Expertenreihe des Fraunhofer-Instituts IESE. mehr...
Markt Weisendorf: Zukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen
[23.04.2026] Die Gemeinde Markt Weisendorf nutzt einen Digital Twin für Planung, Steuerung und Beteiligung. Aufbauend auf dem Förderprogramm TwinBy hat die Kommune mehrere Anwendungen entwickelt, die Daten bündeln und visualisieren und so kommunale Entscheidungen unterstützen. mehr...
Kassel: Digitale Hilfe für barrierefreie Wege
[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen. mehr...
Etteln: Klein, aber oho
[16.04.2026] Etteln beweist, dass auch kleinste Gemeinden international Maßstäbe setzen können. Als Reallabor für übertragbare kommunale Digitalisierung zeigt das Dorf, was möglich ist, wenn Technik, Politik und Zivilgesellschaft konsequent zusammenspielen. mehr...
Wolfsburg: Smarte Pionierarbeit
[13.04.2026] Im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities hat die Stadt Wolfsburg sieben Jahre lang Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt geleistet. Das Förderprogramm ist Ende März nun zwar ausgelaufen, der Weg zur digitalen Modellstadt geht aber weiter. mehr...
Gera: Mit City-App auf Entdeckungstour
[10.04.2026] Eine City-App hat die Stadt Gera entwickelt. Der digitale Begleiter soll Gera für Einwohner, Besucher und Touristen gleichermaßen noch zugänglicher, informativer und komfortabler machen. mehr...
Eichenzell: Fundament für digitale Daseinsvorsorge
[08.04.2026] Mit einer neuen IT-Infrastruktur, einer Datenplattform und Sensoren hat die hessische Gemeinde Eichenzell das Fundament geschaffen, um eine Vielzahl an Prozessen digitalisieren und automatisieren zu können. mehr...
Gütersloh: Urban Stack ausgezeichnet
[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis. mehr...
Gütersloh: Vernetzt mit Urban Stack
[01.04.2026] Von Kommunen für Kommunen: Nach diesem Prinzip hat die Stadt Gütersloh das digitale Ökosystem Urban Stack entwickelt. Durch gemeinschaftliche Weiterentwicklung können Synergien gehoben und Kosten gespart werden. Erste Interessenten gibt es bereits. mehr...
Aachen / Mannheim: Verlässliche Daten für die Stadtplanung
[30.03.2026] Wie urbane Digitale Zwillinge die klimafeste Stadtplanung unterstützen können, wollen die Städte Mannheim und Aachen in dem vierjährigen Förderprojekt MACspeeDZ zeigen. Die nötigen Daten liefern im Stadtgebiet installierte Sensoren, Künstliche Intelligenz hilft bei der Aufbereitung der Messwerte. Am Ende soll ein Werkzeug entstehen, das auch andere Städte nutzen können. mehr...
Hannover: Neue Messtechnik für alte Bäume
[27.03.2026] Im Rahmen des Projekts BlueGreenCity-KI entwickelt die Stadt Hannover KI-basierte Lösungen, um städtisches Grün klimaresilient und ressourcenschonend zu bewirtschaften. Nun wird ein neues Dendrometer erprobt, das differenzierte Analysen zum Trockenstress eines typischen Stadtbaums ermöglicht. mehr...
Lohmar: Pegel werden digital überwacht
[25.03.2026] Neue Pegelmessstellen an fließenden Gewässern liefern der Stadt Lohmar jetzt kontinuierliche Daten zur Überwachung der Wasserstände. Die Informationen sind über die städtische Datenplattform auch öffentlich einsehbar. mehr...
Amberg: Ist ein Behindertenparkplatz frei?
[25.03.2026] Künftig soll auf der Amberger Website in Echtzeit angezeigt werden, ob die Behindertenparkplätze in der Altstadt belegt oder frei sind. Die entsprechenden Daten liefern Bodensensoren. Eine automatische Kontrolle der Parkberechtigung ist damit nicht möglich. mehr...
Nürnberg: Digitaler Verkehrszwilling im Test
[23.03.2026] Mit einem Digitalen Zwilling will Nürnberg die Auswirkungen von Straßenbaumaßnahmen auf den Verkehr künftig im Vorfeld simulieren und somit Engpässe besser einschätzen und Baustellen noch gezielter aufeinander abstimmen können. Mit diesem Ziel hat die Stadt nun ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt gestartet. mehr...
Schlangen: Wetter- und Pegeldaten im Blick
[23.03.2026] Ein Smart City Dashboard zeigt für die Gemeinde Schlangen Wetter- und Pegeldaten in Echtzeit an. Messstationen und Sensoren liefern über ein offenes LoRaWAN die nötigen Werte. Neben den öffentlich zugänglichen Daten erhält die Verwaltung selbst zusätzliche Auswertungen, um beispielsweise auf kritische Wetterlagen passgenauer reagieren zu können. mehr...
























