Sonntag, 11. Oktober 2026

DigitalstrategieVier Layer für digitale Souveränität

[07.07.2025] Die Münchner CDO Laura Dornheim erklärt im ZDF-Interview, worauf es bei digitaler Souveränität ankommt. Die Stadt setzt auf eigene IT-Infrastruktur, Open Source und digitale Teilhabe. Doch es bleiben Herausforderungen – etwa bei offenen Daten.

LinkedIn-Account der Münchner CDO Laura Dornheim.

(Bildquelle: www.linkedin.com/in/lauradornheim)

Laura Dornheim, Chief Digital Officer (CDO) und IT-Referentin der bayerischen Landeshauptstadt München, hat in einem Beitrag auf LinkedIn ihre Einschätzung zur digitalen Souveränität geteilt. Dornheim schreibt: „Vier wesentliche Layer brauchen wir, um digital souverän zu sein.“ Dazu zählt sie die technische Infrastruktur, Software, Daten sowie die Menschen, die digitale Angebote nutzen:

  • Eigenes Rechenzentrum als Grundlage: Im Bereich Infrastruktur sieht Dornheim München gut aufgestellt. Die Stadt betreibt ein eigenes Rechenzentrum. Das sei ein Vorteil – aber mit Kosten verbunden: „Was natürlich seinen Preis hat“, so Dornheim.
  • Open Source und große Verträge: Bei Software verfolgt die Stadt nach ihren Angaben einen offenen Ansatz. Dornheim betont: „Wir setzen auf Open Source.“ Gleichzeitig gebe es zahlreiche große Verträge mit internationalen Konzernen. Ziel sei es, diese Abhängigkeiten langfristig zu verringern.
  • Offene Daten als Baustelle: Kritisch äußert sich Dornheim zum Stand der offenen Daten in deutschen Verwaltungen. Hier gebe es „noch sehr viel Luft nach oben“. Verbesserungen könnten nur schrittweise gelingen – „steter Tropfen…“, schreibt sie.
  • Digitale Teilhabe als Ziel: Besonderes Gewicht legt Dornheim auf die Rolle der Menschen. Ohne verständige Nutzerinnen und Nutzer könne es keine digitale Souveränität geben. Sie warnt: „Sonst sind wir auch als Verwaltung, als Gesellschaft immer in der Abhängigkeit von großen Konzernen und ihren Algorithmen.“ Digitale Teilhabe sei deshalb ein zentrales Anliegen in München.

Anlass für den LinkedIn-Post von Dornheim war ein Interview für die ZDF-Nachrichtensendung heute. Geführt wurde das Gespräch im Rechenzentrum der Stadt München.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Souveränität

E-Mail-Sicherheit: Deutschlands Kommunen mailen souverän

[30.09.2026] Deutschland ist insgesamt deutlich weniger von US-E-Mail-Anbietern abhängig als Österreich oder die Schweiz. Allerdings herrscht ein großer kommunaler Flickenteppich vor, zugleich zeigen sich Versäumnisse bei Schutzstandards. mehr...

Dortmund: Strategie für digitale Souveränität erarbeitet

[21.09.2026] Die Stadt Dortmund will ihre digitale Souveränität systematisch stärken. Eine entsprechende Strategie soll dem Rat im Oktober zur Beratung vorgelegt werden. Im Mittelpunkt stehen Technologie, Sicherheit, Wissen und Kooperation. mehr...

Smart Country Convention: Werkzeuge für digitale Souveränität

[16.09.2026] openCode, openDesk und ein neuer Kriterienkatalog für digitale Souveränität stehen im Mittelpunkt des Auftritts des ZenDiS auf der Smart Country Convention. Vorgestellt werden außerdem Projekte für sichere Softwarelieferketten und einen cloudbasierten Notfallarbeitsplatz. mehr...

bericht

Digitale Souveränität: Völlig losgelöst

[10.09.2026] TEK-Service hat sich mit einer eigenen Systemlandschaft technologisch unabhängig gemacht. Nach mehr als zehn Jahren Transformation hat sich der Einkaufsdienstleister von den Plattformen großer Softwareanbieter völlig losgelöst. mehr...

Smartphone-Ansicht des sicheren Messengers Threema Work mit einer Übersicht verschiedener Einzel- und Gruppenchats.
bericht

Messenger-Dienste: Kommunikation unter eigener Kontrolle

[10.09.2026] Digitale Souveränität entscheidet sich auch bei der täglichen Kommunikation. Kommunen sollten deshalb darauf achten, wer Zugriffe kontrolliert, wie transparent die eingesetzte Software ist und ob Kommunikationswege auch im Krisenfall funktionieren. Eine Alternative zu US-amerikanischen Messenger-Diensten bietet Threema. mehr...

NEGZ-Herbsttagung: Impulse für die Verwaltungsdigitalisierung

[10.09.2026] Bei der Herbsttagung des NEGZ haben Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aktuelle Fragen der Verwaltungsdigitalisierung diskutiert. Im Mittelpunkt standen unter anderem EUDI-Wallet, Open Source, Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität. mehr...

Kaiserslautern: Verwaltungsweiter DMS-Einsatz.

Open-Source-Wettbewerb: Kaiserslautern mit drei Projekten dabei

[20.08.2026] Bevölkerungsdaten auswerten, Ferienprogramme organisieren, Gäste einchecken: Mit drei eigenen Open-Source-Anwendungen tritt Kaiserslautern beim diesjährigen Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung an. Über den Community-Award entscheidet auch das Publikum. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Gemeinsam schneller digitalisieren

[13.08.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll an Tempo gewinnen. Dafür braucht es nach Ansicht von Roland Bernhard, Landrat des Landkreises Böblingen und Verwaltungsratsvorsitzender von Komm.ONE, und William Schmitt, Vorstandsvorsitzender von Komm.ONE, vor allem mehr Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ sprachen sie zudem über durchgängige digitale Prozesse, langfristige Finanzierung und digitale Souveränität. mehr...

Advertorial: Digitale Souveränität und Resilienz für die kommunale Daseinsvorsorge

[23.07.2026] Wie können Kommunen und kommunale Unternehmen die Resilienz ihrer kritischen Infrastrukturen stärken, ohne an Innovationsfähigkeit einzubüßen? Diese Frage steht im Zentrum des bundesweiten Kongresses CIVI/CON, der im September in Wuppertal stattfindet. mehr...

Werbeflyer für den Tag der Offenen Tür der Bundesregierung

BMDS/ZenDiS: openDesk live erleben

[19.06.2026] Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung präsentieren BMDS und ZenDiS in Berlin den mobilen openDesk-Showroom. Besucherinnen und Besucher können die souveräne Office- und Kollaborationssuite ausprobieren und weitere Angebote des neuen Ministeriums erleben. mehr...

Transparente, kubische Trophäen stehen aufgereiht auf einem grauen Podest.

Open-Source-Wettbewerb: BMDS übernimmt Schirmherrschaft

[17.06.2026] Zum zweiten Mal findet – unter Schirmherrschaft des BMDS – der Open-Source-Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Institutionen können noch bis zum 30. Juni ihre Projekte einreichen. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...

Delos Cloud: Sopra Steria wird Partner

[08.06.2026] Sopra Steria unterstützt Behörden und öffentliche IT-Dienstleister bei der Migration in eine souveräne Cloud-Umgebung. Dazu wurde nun eine strategische Partnerschaft mit Delos Cloud vereinbart. mehr...

Nikolaus_Hagl-Porträt
interview

Delos Cloud: Klar auf Kurs

[18.05.2026] Die Debatte um Cloud und digitale Souveränität hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Nikolaus Hagl von Delos Cloud spricht im Interview über geopolitische Risiken, technologische Abhängigkeiten und den Bedarf an souveränen Plattformen. mehr...

Gruppenfoto vor KRZN-Gebäude

KRZN: Digitale Souveränität im Blick

[27.04.2026] Nordrhein-Westfalens Digitalministerin Ina Scharrenbach hat das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) besucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen ihre IT unabhängiger betreiben können. Das KRZN setzt dafür bereits in vielen Bereichen auf Open Source. mehr...

Abstrakte Darstellung einer Hand, die einen Open-Source-Schriftzug antippt.
bericht

Kreis Traunstein: Souverän dank Open Source

[31.03.2026] Der Kreis Traunstein möchte seine digitale Zukunft selbstbestimmt gestalten. Mit diesem Ziel richtet er seine IT neu aus: weg von proprietärer hin zu quelloffener Software. Eine politisch klar verankerte Open-Source-Strategie weist den Weg zur digitalen Souveränität. mehr...