Dienstag, 14. Juli 2026

MelderegisterCloudbasierte Lösung in Arbeit

[21.08.2025] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) entwickelt mit IT-Dienstleister Komm.ONE, den Unternehmen Scontain und H&D sowie den Städten München, Augsburg, Ulm und Heidelberg eine cloudbasierte Lösung für das Melderegister. Sie bilden eines von drei Umsetzungskonsortien, die die FITKO und GovTech Deutschland im Wettbewerb Register-as-a-Service (RaaS) ausgewählt haben.
Eine Hand über der ein Wolkensymbol schwebt, das vernetzt ist mit anderen Wolkensymbolen.

Im Wettbewerb Register-as-a-Service (RaaS) sollen cloudbasierte Alternativen zur heutigen Registerhaltung entstehen.

(Bildquelle: pitinan/123rf.com)

Im Rahmen des Wettbewerbs Register-as-a-Service (RaaS) haben die Föderale IT-Kooperation (FITKO) und GovTech Deutschland mehrere Teams gesucht, die eine tragfähige technische Alternative zur heutigen Registerhaltung entwickeln. Cloudtechnologien, Datenschutz und föderale Prinzipien sollen dabei in Einklang gebracht werden. Unter Bewerbern aus ganz Deutschland sind im Juli 2025 dann drei Umsetzungskonsortien ausgewählt worden – darunter das Team unter der Projektleitung der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), bestehend aus dem kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE, der Firma Scontain, der Unternehmensberatung H&D und den Städten München, Augsburg, Ulm und Heidelberg. Wie die AKDB mitteilt, wird sich das Konsortium um das Melderegister kümmern. Wie die anderen beiden Teams starte es sofort mit der Entwicklung prototypischer Referenzimplementierungen für cloudbasierte Registerlösungen. Sie basieren auf einer Referenzarchitektur, die im Vorfeld durch GovTech Deutschland erarbeitet wurde. Auf Basis der Referenzumgebung werde zunächst ein generischer Registeransatz entwickelt, der dann fachspezifisch beim Melderegister und dem Gewerberegister eingesetzt wird. Diese Adaption werde anschließend im Realbetrieb mit den Kommunen getestet.

Eine spezielle Herausforderung ist laut AKDB das Prinzip des Confidential-Computings, das es umzusetzen gilt. Die Daten müssen also nicht nur bei der Speicherung und dem Transport verschlüsselt werden. Sie verbleiben auch während der gesamten Verarbeitung in verschlüsselten Containern, sodass nicht einmal Administratoren die Daten jemals einsehen können.

„Mit Register-as-a-Service bietet sich die Chance, eine moderne Registerinfrastruktur aufzubauen, die Kommunen bei der Umsetzung der Registermodernisierung zu entlasten und gleichzeitig eine einheitliche Datenbasis für Fachverfahren und moderne, plattformbasierte Verwaltungsleistungen zu ermöglichen“, sagt der AKDB-Vorstandsvorsitzende Rudolf Schleyer. „Uns ist wichtig, dass wir die kommunale Ebene frühzeitig einbinden und unsere Lösungen in der kommunalen Praxis erproben.“

William Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Komm.ONE, ergänzt: „Sichere, standardisierte, cloudbasierte Register – das ist es, was wir für die Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland wollen und brauchen. Wir freuen uns, Teil des Teams zu sein, das solche zukunftsfähigen Registerlösungen für die öffentliche Verwaltung entwickelt. Auch für die Umsetzung und fortlaufende Optimierung der Register werden wir an der Seite der Kommunen stehen und sie nachhaltig unterstützen. Mit diesem gemeinsamen Engagement leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger.“

Der Wettbewerb soll Ende Oktober 2025 zum Abschluss kommen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur

Darmstadt: Städtische IT ist zu alt

[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...

Zwie Personen in einem Meetingraum, auf einem Monitor sind weitere Teilnehmer per Videokonferenz zugeschaltet

ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone

[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. 
 mehr...

rescueTablet bei Feuerwehr Hanau im Einsatz
bericht

Hanau: Tablets im Einsatz

[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...

Frau am Schreibtisch mit Overlay aus Ordnericons und Dokumentenicons

Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen

[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...

Symbolbild Cloud Computing

GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf

[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...

Bremen-NRW_API-Strategie

Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen

[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...

Frauenhand die auf einem weißen Telefon eine Nummer eintippt

Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient

[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. 
 mehr...

Markus Bremkamp, Stephan Hauber Porträtfotos
interview

Interview: Zwischen Praxis und Politik

[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...

Kreishaus Düren

Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt

[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...

Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran

[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...

Grün eingefärbte Nahaufnahme einer Computer-Platine.
bericht

Green IT: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Digitalisierung

[08.04.2026] Angesichts der komplexen Aufgaben, denen sich der öffentliche Sektor in seiner digitalen Transformation gegenübersieht, haben Umweltaspekte oft eher niedrige Priorität. Klare Ziele und konkrete, einfache Maßnahmen helfen, Nachhaltigkeitsziele in digitale Strategien zu integrieren. mehr...

Die Verknüpfung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen bildet die Grundlage für datengeschriebene Entscheidungen.

Ennepe-Ruhr-Kreis: Prozessmanagement kommt voran

[08.04.2026] Ergebnisse des interkommunalen Projekts zum Prozessmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis sind ein umfassendes Prozessregister, abgestimmte Standards und ein belastbares Netzwerk. Nun startet das Projekt in die nächste Phase. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt, im Hintergrund ist ein Anmeldeterminal zu sehen.
bericht

Besuchersteuerung: Zeitgemäßer Bürgerservice

[27.03.2026] Die IKT-Ost hat eine neue Lösung zur Termin- und Besuchersteuerung eingeführt. Der IT-Träger für zwei Landkreise und eine Stadt setzt dabei auf eine einheitliche Software für alle Kommunen. Profiteure sind Verwaltungen und Bürger. mehr...

Mehrere Personen stehen in kleinen Gruppen versammelt in einem größeren Raum.

Büdelsdorf: Digitales Zielmanagementsystem

[06.03.2026] Die Stadt Büdelsdorf hat ein digitales Zielmanagementsystem eingerichtet. Es soll eine gezielte Steuerung, Wirksamkeitsmessung und Auswertung wichtiger Kennzahlen seitens der Stadt ermöglichen. mehr...