Sonntag, 22. März 2026

DortmundDigitalisierungsprojekt wird fortgeführt

[11.09.2025] Die Digitalisierungsoffensive der Stadt Dortmund geht in die nächste Runde. Bis Mitte 2027 wollen die Stadt, ihr Systemhaus und das Unternehmen adesso im Rahmen des Projekts Digitales Bauhaus für mehr Service und weniger Aufwand für die Bürgerinnen und Bürger sorgen.
4 Männer stehen am Tisch, Vertragsunterzeichnung zur Fortführung des Projekts Digitales Bauhaus in Dortmund

Dortmund: Fit für die Zukunft mit dem Digitalen Bauhaus.

v.l.: Bei der Unterzeichnung für die Weiterführung des Projekts „Digitales Bauhaus“ waren dabei: Jörg Zilian, Amtsleiter Dosys; Oberbürgermeister Thomas Westphal; Volker Gruhn, Aufsichtsratsvorsitzender von adesso SE; Personal- und Organisationsdezernent Christian Uhr.

(Bildquelle: Stadt Dortmund / Roland Gorecki)

Die Stadt Dortmund setzt ihre Digitalisierungsoffensive fort: Das Dortmunder Systemhaus führt gemeinsam mit dem IT-Unternehmen adesso das Projekt Digitales Bauhaus bis Mitte 2027 weiter. Ziel ist es nach Angaben der Stadt Dortmund, Verwaltungsangebote für Bürgerinnen und Bürger noch einfacher, schneller und verständlicher zu gestalten.

Hinter dem „Digitalen Bauhaus“ stehen digitale Lösungen, die funktional, bürgernah und leicht zugänglich sind, so die Stadt. Seit dem Start seien bereits mehr als 200 Verwaltungsleistungen digitalisiert worden. Intern seien Abläufe neu aufgestellt, digitale Kompetenzen ausgebaut und zentrale Anwendungen eingeführt worden. Trotz dieser Erfolge sei klar: Die Digitalisierung der Stadtverwaltung Dortmund ist noch nicht abgeschlossen. Um die Ziele des städtischen „Memorandums Digitalisierung 2020 bis 2025“ zu erreichen, braucht es weitere Schritte – mit neuen Schwerpunkten.

Modell für andere Kommunen

Aus diesem Grund sei das erfolgreiche Projekt nun verlängert worden. Das Dortmunder Unternehmen adesso, das sich erneut in einem Vergabeverfahren durchsetzen konnte, begleitet den Veränderungsprozess weiterhin als Partner. Oberbürgermeister Thomas Westphal sagt: „Wir schaffen den nächsten Digitalisierungsschub. Mit dem Digitalen Bauhaus machen wir die Verwaltung fit für die Zukunft – und das ganz im Sinne der Menschen in unserer Stadt. Das Ziel ist klar: Dienstleistungen, die so einfach funktionieren, wie die Menschen es heute erwarten – digital, verständlich und zuverlässig. Das Projekt ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer modernen und serviceorientierten Stadtverwaltung.“

Volker Gruhn, Aufsichtsratsvorsitzender von adesso, ergänzt: „Die Stadt Dortmund zeigt, wie Digitalisierung konkret gelingt: mit klaren Zielen, partnerschaftlicher Kooperation und dem Mut, neue Technologien wie Künstliche Intelligenz gezielt einzusetzen. Dabei beeindruckt besonders, dass nicht nur einzelne Prozesse digitalisiert werden – vielmehr entsteht ein ganzheitlicher, strategisch geplanter Wandel. Das ‚Digitale Bauhaus‘ ist ein Erfolgsprojekt – getragen von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und adesso. Es verbindet technische Innovationskraft mit einem klaren Fokus auf den Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger. Wir freuen uns, diesen digitalen Wandel weiter mitzugestalten und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die auch als Modell für andere Kommunen dienen können.“

Schwerpunkt der nächsten Projektphase

Die Fundamente der nächsten Projektphase sind nach Angaben der Stadt Dortmund zum einen digitale Strategien für den Alltag: Die Stadt plane ihre IT-Zukunft so, dass neue Technologien, Abläufe und Systeme den Service für Bürgerinnen und Bürger verbessern. Dabei stünden Effizienz, Sicherheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Personal und Budget im Vordergrund. Zum anderen sollen alle digitalen Anwendungen künftig noch besser zusammenspielen, damit Verwaltungsprozesse schneller und reibungsloser funktionieren. Des Weiteren wird in Pilotprojekten getestet, wie KI zum Beispiel Anfragen vorsortieren oder Daten auswerten kann, damit die Bevölkerung schneller Rückmeldungen erhält und die Verwaltung entlastet wird. Darüber hinaus soll ein neu aufgestelltes Qualitätsmanagement zukünftig sicherstellen, dass digitale Lösungen nutzungsfreundlich und sicher funktionieren. Ergänzend werde ein Innovationsmanagement etabliert, das technologische Entwicklungen frühzeitig erkennt und in nutzbringende digitale Angebote überführt.

Digitalisierung in Zahlen

Das Projekt Digitales Bauhaus zeige, wie weit der digitale Wandel in Dortmund bereits fortgeschritten ist (Stand August 2025): die Stadt bietet eigenen Angaben zufolge mehr als 200 digitalisierte Verwaltungsleistungen, darunter zentrale Bürgerdienste wie Wohnsitzanmeldung, Führungszeugnisse oder Bauanträge. Aktuell werden 113 Digitalisierungs- und IT-Infrastrukturprojekte gleichzeitig betreut. Weitere 75 Digitalisierungsideen wurden aus der Verwaltung gemeldet – 19 davon befinden sich bereits in konkreter Vorbereitung. Das Dortmunder Systemhaus habe im Zuge der Neuaufstellung zum Digitalen Bauhaus 52 Mitarbeitende in den Bereichen Anforderungsmanagement, Projektleitung, Innovation und Change-Management qualifiziert. Und die Online-Bezahlfunktion ist inzwischen in mehr als 35 Leistungen integriert.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice
Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leipzig: Vieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...

handy in Hand zeigt Nordhorn SuperApp

Nordhorn: SuperApp gestartet

[19.03.2026] In der SuperApp der Stadt Nordhorn finden Bürgerinnen und Bürger digitale Angebote künftig gebündelt. Mit einer NutzerID kann digital bestellt, gebucht und bezahlt werden. Ein KI-Agent gehört ebenfalls zur Architektur mehr...

Werbung für den Nutzerklimatest 2026

Nutzerklima-Test 2026: Bürger bewerten digitale Services

[12.03.2026] Wie nutzerfreundlich ist die digitale Verwaltung wirklich? Bürgerinnen und Bürger können es jetzt bewerten. Ziel ist es, ein systematisches, vergleichbares Stimmungsbild zu erhalten – und damit konkrete Ansatzpunkte für Verbesserungen. mehr...

Vektorgrafik einer Frau mit Laptop in der Hand, im Hintergrund ist ein Kalender zu sehen.

Oldenburg: Neues Terminvergabesystem

[02.03.2026] Oldenburg führt in den Bürgerbüros und der Führerscheinstelle das Online-Terminvergabesystem VOIS/TEVIS ein. Es handelt sich um eine Maßnahme der Oldenburger Digitalisierungsstrategie, wonach der Bürgerservice der Stadt schrittweise vereinheitlich werden soll. mehr...

Eine Frau und ein Mann stehen mit einem zugebundenen Rollkoffer vor der Glasfront des "Bürgerservicecenters der Landeshauptstadt Potsdam".

Potsdam: Bürgerservice unterwegs

[27.02.2026] In Potsdam können Bürgerinnen und Bürger städtische Dienstleistungen künftig auch außerhalb des Rathauses nutzen. Ein mobiler Bürgerservice, der im Jahresverlauf an verschiedenen belebten Orten angeboten wird, soll den Zugang zur digitalen Verwaltung niedrigschwellig für alle erreichbar machen. mehr...

Osnabrück: Bürger bewerten digitale Services

[25.02.2026] Ein bundesweiter Nutzerklima-Test will ein Stimmungsbild zur Nutzerfreundlichkeit der digitalen Angebote von Verwaltungen einfangen. Mit dabei ist unter anderem die Stadt Osnabrück. mehr...

Marburg: GoDonu erweitert eGovSAD

[18.02.2026] Kommunen lernen bei Online-Diensten voneinander und von den Bürgern. Dies steckt hinter dem interkommunalen Projekt GoDonu, welches eine Fortführung von eGovSAD darstellt, das aktuell von 100 Städten und Landkreisen genutzt wird. mehr...

Bürgerterminal im Jobcenter Dresden in Betrieb genommen

Dresden: Bürgerterminal fürs Jobcenter

[12.02.2026] Das Jobcenter Dresden hat ein neues Bürgerterminal in Betrieb genommen. Nach Authentifizierung via BundID können Leistungen des Jobcenters sowie von Stadt und Freistaat Sachsen genutzt werden. mehr...

Frankfurt-Pass im Kartenformat und auf dem Smartphone

Frankfurt: Frankfurt-Pass wird digital

[06.02.2026] Der Sozialpass der Stadt Frankfurt ermöglicht Personen mit geringem Einkommen den Zugang zu Kultur- und Freizeitangeboten. Nun wird er digitaler: Der Pass selbst ist per App aufrufbar, aber auch die Beantragung kann jetzt online erfolgen. mehr...

In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel steht in dieser Woche die Digitalisierung im Fokus.

Kiel: Videoberatung statt Amtsbesuch

[05.02.2026] Das Stadtamt Kiel führt als Pilotprojekt neue Online-Services ein: Vollständig digital und online können Anträge beim Standesamt gestellt werden. Dort wie auch bei der Einbürgerung gibt es zudem eine Videoberatung. Ein persönliches Vorsprechen bei der Behörde kann also vielfach entfallen. mehr...

Wohngeld-App Hamburg

Hamburg: App für Wohngeld

[03.02.2026] In Hamburg können Wohngeldanträge jetzt auch direkt mit dem Smartphone eingereicht werden. Möglich macht dies die Wohngeld-App, die erstmals eine umfassende Ende-zu-Ende-Digitalisierung bietet. mehr...

Start Videotelefonie in Karlsruhe, fünf Personen stehen am Tisch, Bildschirm im Hintergrund

Karlsruhe: Beratung per Video

[29.01.2026] Das Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt Karlsruhe hat die Beratung per Videotelefonie eingeführt. Für die Bevölkerung entsteht ein Mehrwert durch ortsunabhängigen Kontakt und die Stadt erhöht ihre Attraktivität als Arbeitgeberin. mehr...

Zwei anzugtragende, lächelnde Männer neben einer Stellwand mit der Aufschrift "Digitales Nürnberg".

Nürnberg: Wirksame Digitalisierung

[22.01.2026] Nürnberg digitalisiert nicht allein das Rathaus, sondern auch die städtischen Unternehmenstöchter – und zählt zu den digitalsten Großstädten Deutschlands. Als Erfolgsfaktor sieht die Stadt die konsequente Ausrichtung der Angebote auf die Nutzenden. mehr...

Historischer Stadtkern aus der Vogelperspektive, man sieht rote Ziegeldächer, Fachwerkhäuser und eine Kirche.

Weißenburg: Digitalisierung mit System

[21.01.2026] Die Stadt Weißenburg betreibt ihre Digitalisierung mit Struktur – und dem Nutzen im Blick. Viele Projekte sind bereits umgesetzt, weitere stehen kurz vor dem Start. Das Spektrum reicht dabei von Dokumentenmanagement und intelligentem Winterdienst bis hin zu KI und einer Stadt-App. mehr...

Hochgehaltenes Smartphone mit Chatbot-Screen, im Hintergrund Monitor mit Website des Kreis Soest.

Kreis Soest: Chatbot „Bördi“ bewährt sich

[16.01.2026] Seit Jahresbeginn unterstützt der Kreis Soest Bürgerinnen und Bürger mit einem neuen KI-Chatbot. „Bördi“ beantwortet Fragen zu zentralen Dienstleistungen und ergänzt das bestehende digitale Serviceangebot. mehr...