Smart City Award 2025Aufruf zur Zusammenarbeit

Keynote zur Verleihung des Smart City Awards: Münchens CDO Laura Dornheim dankte den Mitarbeitenden aus nahezu allen städtischen Ressorts.
(Bildquelle: K21 media GmbH)
Mit einer humorvollen Anleihe bei den Oscar-Verleihungen eröffnete Laura Dornheim, CDO und IT-Referentin der bayerischen Landeshauptstadt München, ihre Keynote zum Smart City Award gestern (30. September 2025) auf der Smart Country Convention: „Ich danke ganz herzlich meiner Mama. Hätte die mich nämlich nicht 1998 in einen HTML-Kurs der Münchner Volkshochschule geschickt, stünde ich wahrscheinlich heute nicht hier.“
Grund für den Auftritt war ein besonderer Erfolg: Zum dritten Mal in Folge wurde München mit dem Smart City Award des Branchenverbands Bitkom ausgezeichnet. Dornheim nutzte die Bühne nicht nur, um den Preis entgegenzunehmen, sondern auch, um die Arbeit der städtischen Verwaltung in ihrer Breite sichtbar zu machen – und klare politische Forderungen zu formulieren.
Dank an die Verwaltung – vom Infrastrukturteam bis zur Stadtbibliothek
Dornheim betonte, dass der erneute Erfolg nicht das Verdienst Einzelner sei, sondern nur durch die Zusammenarbeit vieler möglich wurde. Ihr Dank galt den Mitarbeitenden im IT-Referat ebenso wie Kolleginnen und Kollegen aus nahezu allen städtischen Ressorts: vom Planungsreferat, das Smart City ganzheitlich denkt, über das Kreisverwaltungsreferat mit seinen Onlineservices, bis hin zum Sozialreferat, das zentrale Antragsprozesse digitalisiert.
Auch eher unerwartete Bereiche stellte sie heraus: Das Baureferat mit seinem „digitalen Mindset“, das Gesundheitsreferat, in dem KI bereits bei Diagnoseprotokollen eingesetzt wird, und das Kulturreferat, das gemeinsam mit den Stadtbibliotheken eine datensparsame KI-Lösung zum digitalen Stöbern entwickelt hat. Dornheim hob außerdem die Unterstützung des Gesamtpersonalrats hervor, der Digitalisierung nicht als Bedrohung, sondern als Chance versteht: „Es geht nicht darum, Menschen zu ersetzen, sondern sie zu entlasten.“
Smart City Award als Ansporn
So groß die Freude über den Preis war, Dornheim zeigte sich auch nachdenklich. Es wäre besser, wenn ein solcher Wettbewerb gar nicht nötig wäre: „Ich will mich nicht dafür feiern, dass unsere Schulen flächendeckend schnelles WLAN haben. Ich will, dass das ein bundesweiter Standard ist.“ Digitalisierung dürfe nicht in erster Linie zum Wettbewerb der Städte führen, sondern müsse als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden.
Dornheim nutzte die Bühne für einen klaren Appell an die Politik: Deutschland brauche verbindliche Standards in der digitalen Verwaltung, an denen alle Ebenen – Bund, Länder und Kommunen – mitwirken müssten. „Eine digitale Extrawurst hilft vielleicht einem Land, schadet aber im Verbund aller Länder.“ Nur durch Kooperation könne digitale Souveränität, Teilhabe und eine resiliente Verwaltung erreicht werden.
Als CDO Münchens erklärte sie die Bereitschaft ihrer Stadt, Erfahrungen und Lösungen zu teilen – und im Zweifel auch eigene Ansätze zugunsten besserer gemeinsamer Lösungen anzupassen. „Wir sind bereit, nicht nur Smart City zu sein, sondern Teil eines Smart Country zu werden.“
Politisches Signal
Mit ihrer Keynote verband Dornheim Dankbarkeit und Stolz mit einem eindringlichen politischen Signal: Die digitale Transformation der Verwaltung gelingt nicht durch Konkurrenz, sondern nur durch Zusammenarbeit. Der erneute Smart City Award für München sei deshalb weniger ein Endpunkt als vielmehr ein Auftrag – für die Stadt selbst und für alle Ebenen des föderalen Deutschlands.
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