LübeckFinanzwesen aus einer Hand

Der offizielle Startschuss für das Projekt in Lübeck fiel Anfang Oktober 2026.
v.l.: Marian Szymczak, Gunnar Clermont, Jan Lindenau, Regina Schroeder, Dr. Stefan Ivens, Florian Wildner, Manfred Uhlig, Stephan Schellbach, Andreas Kastner
(Bildquelle: Hansestadt Lübeck)
Die Hansestadt Lübeck führt ein Finanzsoftware-Paket des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE aus Baden-Württemberg ein. Wie der Anbieter mitteilte, übernimmt er auch den Betrieb in seinen Rechenzentren sowie den Support. Damit wird erstmals ein Kommunalmaster-Paket für einen Kunden außerhalb Baden-Württembergs in den Rechenzentren von Komm.ONE betrieben. Das Einführungsprojekt startete am 1. Oktober 2026. Die ersten Vorbereitungen für die Umstellung in Lübeck sind laut Mitteilung bereits angelaufen.
Im Mittelpunkt des Pakets steht der SAP-basierte Kommunalmaster Finanzen (KM-Finanzen). Die auf kommunale Aufgaben zugeschnittene Anwendung umfasst Haushaltsplanung, Zahlungsverkehr, Anlagenbuchhaltung, Kostenrechnung, Controlling, Jahresrechnung und Bilanz. Ergänzt wird sie durch KM-Steuern & Abgaben, KM-Rechnungseingangsworkflow sowie KM-Immobilienmanagement. KM-Finanzen wird nach Angaben von Komm.ONE bereits von mehr als 1.100 Kommunen, Zweckverbänden, Eigenbetrieben und weiteren rechtlich selbstständigen Organisationseinheiten in Baden-Württemberg genutzt. Der Anbieter bietet die Lösung auch bundesweit an.
Auswahl und Systemwechsel
„Nach sorgfältiger Recherche und intensivem Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen haben wir uns für die SAP-Lösung der Komm.ONE entschieden, denn so erhalten wir einen umfassenden Service aus einer Hand“, sagte Stefan Ivens, Chief Digital Officer der Hansestadt Lübeck. Den Systemwechsel bezeichnete er als große Herausforderung, die die Stadt gemeinsam mit dem Dienstleister angehen wolle. Nach Einschätzung von Komm.ONE entlastet der Bezug von Software, Betrieb und Support über einen einzigen Anbieter die Kommunen und vereinfacht ihren Arbeitsalltag, weil sie einen einheitlichen Ansprechpartner haben.
„Die Umstellung auf neue Finanzanwendungen ist für eine Kommune ein großer und anspruchsvoller Schritt. Wir werden die Lübecker in dieser Veränderungsphase eng begleiten, umfassend unterstützen und gemeinsam dafür sorgen, dass der Übergang erfolgreich gelingt“, sagte Marko Röttele, der bei Komm.ONE als Centerleiter für den Bereich Finanzen zuständig ist. Über den Lübecker Auftrag hinaus kündigte Bernd Krakau, Geschäftsleitungsmitglied und Chief Operating Officer von Komm.ONE, an, Kunden außerhalb Baden-Württembergs künftig weitere Services anzubieten.
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