HongkongAuf dem Weg zur Smart City

Hongkong soll zur Smart City werden.
(Bildquelle: Sergii Figurnyi/Fotolia.com)
Das Stadt-Management optimieren, die Lebensqualität der Einwohner verbessern und Vorreiter bei der Nachhaltigkeit werden: Diese Ziele verfolgt Hongkong. Wie der Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) mitteilt, hat die Regierung dafür Ende 2017 einen Smart City Blueprint vorgestellt. Demnach stehen die Themen Mobilität, Umwelt, Einwohner, Regierung und Wirtschaft im Mittelpunkt. Viele der für die Realisierung erforderlichen Technologien werden im Hong Kong Science Park, Teil der Hong Kong Science and Technology Parks Corporation (HKSTP), entwickelt. „Im März 2018 ist unsere Data Analytics Platform gestartet, eine Kooperation zwischen HKSTP und den führenden Technologiepartnern Siemens, Hitachi Vantara, CLP Holdings, Infineon und NVIDIA“, berichtet Peter Yeung, Leiter Electronics & ICT Clusters der Smart City Plattform von HKSTP. „Sie soll Lösungen für die Smart City forcieren. Die Partner ermöglichen den Zugang zu Daten, zur hybriden Cloud, datenzentrierten Instrumenten und Software, um das Potenzial von Big Data und IoT für die Entwicklung datengetriebener Innovationen zu nutzen.“ Laut HKTDC handelt es sich bei der Plattform um eine Erweiterung des so genannten Data Studio. Dieses diene Firmen als neutrale und sichere Plattform zum Datenaustausch mit Entwicklern. Bis Ende Juli 2018 habe es über 7.000 Besucher und 760 registrierte Entwickler gezählt, die 832 Anwendungen kreiert haben. Die dort aufgenommenen 283 Datengruppen kamen laut der Mitteilung aus den Bereichen Gesundheit, Finanzen, Umwelt, Erziehung und Transport und sollen die Entwicklung zahlreicher Apps fördern.
Hongkongs Projekte
Im Rahmen des Honkonger Smart-City-Konzepts wurden laut HKTDC unter anderem smarte Straßenlaternen mit IoT-Technologie im Science Park installiert. Sie sammeln Daten etwa zu Wetterbedingungen sowie zum Fußgänger- und Flugzeugverkehr, verfügen über Leuchtdioden und erlauben das schnelle Aufladen von Elektrofahrzeugen. Auch sei eine Reihe von Projekten im Rahmen des The Sensor Hub durchgeführt worden, einer offenen Plattform zum Testen neuer Sensortechnologien etwa in den Bereichen Luft, Wasser und Wetter. In Zusammenarbeit mit Siemens sei seit Dezember 2017 der Smart City Digital Hub aktiv. Speziell für Hongkong erstellt, soll er die Entwicklung von Smart-City-Anwendungen beschleunigen. „Dieses offene Labor erlaubt es Experten, Forschung und Entwicklung für die Herausforderungen der Metropole durchzuführen“, erläutert Yeung. „Dazu gehören die Verkehrssituation, öffentliche Sicherheit, Energieeinsparung und Stadtplanung.“ Im Bereich Ökoenergie führt das Energieunternehmen CLP Power Hong Kong Limited einen so genannten Feed-in Tariff (FiT) sowie Zertifikate für erneuerbare Energien (RECs) ein, berichtet HKTDC weiter. In einem Joint Venture zusammen mit dem Unternehmen TUS-Holdings entwickle und etabliere CLP zudem neue Energie- und Smart-City-Technologien. Nach Aussage von Richard Lancaster, CEO von CLP, wird in der Bay Area Guangdong-Hongkong-Macao ein Netzwerk von Smart Cities entstehen. Aber auch das Building Information Modeling (BIM) steht in Hongkong auf der Agenda. In Asien gehört hier laut HKTDC das in Hongkong ansässige Unternehmen isBIM Limited zu den führenden Beratern. Eingesetzt werde BIM beispielsweise beim Ausbau des Hong Kong Science Park, Projekten der Hong Kong Housing Authority, beim Innovation Tower der Hong Kong Polytechnic University oder im West Kowloon Kulturbezirk.
Studie: Digitale Hochwasservorsorge
[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...
Dresden: Straßenzustand smart erfasst
[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...
Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte
[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...
Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren
[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...
Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter
[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...
Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen
[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...
Kassel: Smart-City-App veröffentlicht
[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...
Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter
[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...
Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen
[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...
Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst
[07.07.2026] In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...
BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen
[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...
Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken
[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. mehr...
Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen
[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...
Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling
[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. mehr...
Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen
[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...





















