TelekomAustausch zu digitalen Lösungen

Der Kommunalbeirat der Telekom diskutierte erfolgreiche Methoden zur Digitalisierung der Verwaltung, darunter KI-Lösungen und die Smart City App Citykey.
(Bildquelle: Deutsche Telekom)
Die Deutsche Telekom will Städte und Gemeinden bei der digitalen Transformation unterstützen und hat vor fünf Jahren den Kommunalbeirat als Forum für den Austausch zu digitalen Lösungen gegründet. Dieser setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Kommunen in Deutschland zusammen. Beim jüngsten Treffen in Bonn lag der Schwerpunkt laut Telekom auf der Verwaltungsdigitalisierung und den Herausforderungen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und knapper kommunaler Finanzen. Als Gast der Sitzung gab der Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Fedor Ruhose, Impulse aus seinem vorherigen Amt als Staatssekretär und CIO im Digitalministerium. Ruhose setzt sich für ein konsolidiertes Digitalisierungsmanagement ein, das Länder und Kommunen in ihrer digitalen Souveränität unterstützen soll.
Robotic Process Automation entlastet Verwaltungen
Im Rahmen des Treffens präsentierte die Telekom auch neue Technologien, darunter die KI-Lösung Business GPT und die Smart City App Citykey. Mit Testzugängen ermöglicht die Telekom den teilnehmenden Städten und Gemeinden, die neuen Technologien selbst zu erproben. Die Ergebnisse dieser Tests sollen im Beirat geteilt werden, um anderen Kommunen als Orientierungshilfe zu dienen.
Bürgerinnen und Bürger erwarteten, dass sie, ähnlich wie beim Online-Shopping, schnell und einfach Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können, sagte der Vorsitzende des Kommunalbeirats, Gerd Landsberg. Bei vielen Kommunen bestehe hier noch Nachholbedarf. Besonders einfache, häufig wiederkehrende Aufgaben, wie etwa die Hundesteuer, bieten sich für eine erste Automatisierung an. Ein Beispiel ist der Landkreis Bergstraße, der für Hessen eine Robotic Process Automation (RPA) eingeführt hat. Diese automatisiert Standardprozesse, etwa bei Krankmeldungen, und schafft so Freiräume für komplexere Aufgaben.
Digitale Lösungen für Kommunen
Die Telekom bietet Kommunen laut eigenen Angaben mehrere zentrale Lösungen an, welche die Digitalisierung beschleunigen sollen:
- Die Smart City App Citykey umfasst digitale Bürgerservices und Stadtinformationen. Mit Funktionen wie einem Mängelmelder können Bürgerinnen und Bürger direkt Anliegen an die Verwaltung melden. Citykey basiert auf Open Source und ist flexibel anpassbar.
- Die Generative KI Business GPT kann rund um die Uhr Anfragen beantworten und Verwaltungsmitarbeitende bei der Informationssuche und Datenanalyse unterstützen. Kommunen können zudem eigene Dokumente hochladen, um die Antworten der KI individuell anzupassen.
- Das Tool Semasuite soll eine KI-gestützte Dokumentenanalyse ermöglichen, die Daten aus verschiedensten Dokumenttypen extrahiert und in spezifische Verwaltungsformate überführt.
Die Arbeit des Kommunalbeirats soll im Jahr 2025 fortgesetzt werden, wenn im Frühjahr die Themen Netzausbau und weitere Digitalisierungsschritte auf der Agenda stehen.
eNoVA-Gesetz: Tool schließt Software-Lücke
[05.11.2026] Ab Januar 2027 gelten neue Vorgaben für den elektronischen Datenaustausch zwischen Kommunen und Notariaten. Da bislang eine geeignete Software fehlt, hat die Stadt München selbst eine Lösung entwickelt, die bundesweit als Open Source zur Verfügung steht. mehr...
Bitkom-Umfrage: Mehr Zuspruch für KI im Amt
[05.11.2026] Elf Prozent der Erwachsenen haben laut einer Bitkom-Umfrage bereits KI bei Behördenangelegenheiten genutzt. Gut die Hälfte würde lieber mit einem KI-Assistenten als mit einem Menschen sprechen, wenn sie dafür Warte- oder Öffnungszeiten vermeiden könnte. mehr...
KielRegion: Pegeldaten für die Klimaanpassung
[05.11.2026] Mit digitalen Sensoren werden in der Region Kiel Wasserstände und Durchflussmengen in Gewässern und Rückhaltebecken überwacht. Die Messdaten stehen ab sofort auf der regionalen Datenplattform DatenDock zur Verfügung und sollen Kommunen bei der Klimaanpassung unterstützen. mehr...
Bayern: Aufenthaltstitel flächendeckend online
[05.11.2026] In Bayern können Aufenthaltstitel jetzt bei allen Ausländerbehörden digital beantragt werden. Damit ist das erste von fünf Vorhaben der Nationalen Digitaloffensive abgeschlossen. Die Initiative soll den Roll-out bestehender Online-Dienste beschleunigen. mehr...
ANGA COM 2027: Erneut auf Erfolgskurs
[05.11.2026] Die ANGA COM 2027 stößt bereits sieben Monate vor ihrem Start auf großes Interesse: 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsfläche sind gebucht. Die Kongressmesse für Breitband, Medien und Konnektivität findet vom 1. bis 3. Juni 2027 in Köln statt. mehr...
München: Stadtplanung spielerisch mitgestalten
[05.11.2026] Mit einem digitalen Beteiligungsspiel hat München erprobt, wie sich Jugendliche stärker in die Stadtplanung einbeziehen lassen. Welche Erfahrungen die Stadt dabei gesammelt hat und was andere Kommunen daraus lernen können, ist Thema eines Online-Praxistalks am 10. Dezember 2026. mehr...
Bürgerservice: Der Avatar als Bürgerberater
[04.11.2026] Wie muss ein Avatar gestaltet sein, um vom menschlichen Gegenüber positiv wahrgenommen zu werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Frankfurt University of Applied Sciences. Zusammen mit einem Start-up werden zudem fotorealistische digitale Avatare entwickelt, die künftig etwa als Bürgerberater zum Einsatz kommen könnten. mehr...
Brandenburg: Kommunales Recht zentral verwalten
[04.11.2026] Das Land Brandenburg führt schrittweise die Fachanwendung Infodienste Kommunales Recht ein, mit der Kommunalverwaltungen Satzungen und interne Regelungen digital erarbeiten, abstimmen und veröffentlichen können. Zunächst beteiligen sich fünf Verwaltungen. mehr...
Braunschweig: Technologien für Katastrophenschutz erprobt
[04.11.2026] Bei einer groß angelegten Übung in Braunschweig hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) demonstriert, wie Drohnen, Satellitendaten, autonome Fahrzeuge und Künstliche Intelligenz den Katastrophenschutz unterstützen können. Im Mittelpunkt stand die Erstellung eines gemeinsamen digitalen Lagebilds. mehr...
Rheinland-Pfalz: Auch im Alter digital selbstständig
[04.11.2026] In Rheinland-Pfalz haben 60 weitere Ehrenamtliche ihre Zertifikate als Digital-Botschafterinnen und -Botschafter erhalten. Das landesweite Netzwerk unterstützt ältere Menschen kostenlos beim Umgang mit Smartphone und Internet, auch bei digitalen Behördengängen. mehr...
Sachsen: Zwei Millionen für smarte Regionen
[04.11.2026] Das Land Sachsen fördert digitale Lösungen für kommunale Aufgaben mit insgesamt bis zu zwei Millionen Euro. Kommunen, kleine und mittlere Unternehmen sowie wissenschaftliche Einrichtungen können vom 10. November bis zum 8. Dezember 2026 Projektskizzen einreichen. mehr...
Niedersachsen: Polizei verteilt digitale Knöllchen
[03.11.2026] Die Polizei Niedersachsen führt mit dem elektronischen Datenermittlungsbeleg (eDEB) ein durchgängig digitales Verfahren zur Erfassung von Verkehrsordnungswidrigkeiten ein. Verstöße werden künftig direkt vor Ort elektronisch dokumentiert und medienbruchfrei an die kommunalen Bußgeldstellen übermittelt. mehr...
re@di-Netzwerk: Städte bekräftigen Zusammenarbeit
[03.11.2026] Beim diesjährigen re@di-Tag in Bühl haben sich mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter aus neun baden-württembergischen Städten über digitale Lösungen für die kommunale Verwaltung ausgetauscht. Mit einer aktualisierten Willensbekundung bekräftigten die beteiligten Kommunen ihre weitere Zusammenarbeit. mehr...
it-sa 2026: Messe vermeldet neuen Besucherrekord
[03.11.2026] Die IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg hat 2026 mit mehr als 33.000 Fachbesuchern und über 1.000 Ausstellern neue Rekordwerte erreicht. Im Mittelpunkt standen aktuelle Cyber-Bedrohungen, Künstliche Intelligenz und digitale Resilienz. Für 2027 kündigt der Veranstalter eine Erweiterung der Messe an. mehr...
Hessen: Über 300 Kommunen erhalten Digitalförderung
[03.11.2026] Das Land Hessen unterstützt mehr als 300 Kommunen mit rund 7,9 Millionen Euro bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungen. Gefördert werden Basistechnologien wie E-Akten und digitale Bezahlsysteme. Finanzschwächere Kommunen erhalten höhere Förderquoten. mehr...


















