Dienstag, 24. Februar 2026

TelekomAustausch zu digitalen Lösungen

[25.11.2024] Durch KI und Automatisierung will die Deutsche Telekom Verwaltungen entlasten. Im Kommunalbeirat wurden Lösungen wie die generative KI Business GPT und Robotic Process Automation vorgestellt.
Ein Sitzungssaal mit Konferenztisch aus hellem Holz, daran sitzen Menschen mit förmlicher Kleidung, im Hintergrund ein Bildschirm mit magentafarbener Anzeige.

Der Kommunalbeirat der Telekom diskutierte erfolgreiche Methoden zur Digitalisierung der Verwaltung, darunter KI-Lösungen und die Smart City App Citykey.

(Bildquelle: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will Städte und Gemeinden bei der digitalen Transformation unterstützen und hat vor fünf Jahren den Kommunalbeirat als Forum für den Austausch zu digitalen Lösungen gegründet. Dieser setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Kommunen in Deutschland zusammen. Beim jüngsten Treffen in Bonn lag der Schwerpunkt laut Telekom auf der Verwaltungsdigitalisierung und den Herausforderungen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und knapper kommunaler Finanzen. Als Gast der Sitzung gab der Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Fedor Ruhose, Impulse aus seinem vorherigen Amt als Staatssekretär und CIO im Digitalministerium. Ruhose setzt sich für ein konsolidiertes Digitalisierungsmanagement ein, das Länder und Kommunen in ihrer digitalen Souveränität unterstützen soll.

Robotic Process Automation entlastet Verwaltungen

Im Rahmen des Treffens präsentierte die Telekom auch neue Technologien, darunter die KI-Lösung Business GPT und die Smart City App Citykey. Mit Testzugängen ermöglicht die Telekom den teilnehmenden Städten und Gemeinden, die neuen Technologien selbst zu erproben. Die Ergebnisse dieser Tests sollen im Beirat geteilt werden, um anderen Kommunen als Orientierungshilfe zu dienen.

Bürgerinnen und Bürger erwarteten, dass sie, ähnlich wie beim Online-Shopping, schnell und einfach Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können, sagte der Vorsitzende des Kommunalbeirats, Gerd Landsberg. Bei vielen Kommunen bestehe hier noch Nachholbedarf. Besonders einfache, häufig wiederkehrende Aufgaben, wie etwa die Hundesteuer, bieten sich für eine erste Automatisierung an. Ein Beispiel ist der Landkreis Bergstraße, der für Hessen eine Robotic Process Automation (RPA) eingeführt hat. Diese automatisiert Standardprozesse, etwa bei Krankmeldungen, und schafft so Freiräume für komplexere Aufgaben.

Digitale Lösungen für Kommunen

Die Telekom bietet Kommunen laut eigenen Angaben mehrere zentrale Lösungen an, welche die Digitalisierung beschleunigen sollen:

  • Die Smart City App Citykey umfasst digitale Bürgerservices und Stadtinformationen. Mit Funktionen wie einem Mängelmelder können Bürgerinnen und Bürger direkt Anliegen an die Verwaltung melden. Citykey basiert auf Open Source und ist flexibel anpassbar.
  • Die Generative KI Business GPT kann rund um die Uhr Anfragen beantworten und Verwaltungsmitarbeitende bei der Informationssuche und Datenanalyse unterstützen. Kommunen können zudem eigene Dokumente hochladen, um die Antworten der KI individuell anzupassen.
  • Das Tool Semasuite soll eine KI-gestützte Dokumentenanalyse ermöglichen, die Daten aus verschiedensten Dokumenttypen extrahiert und in spezifische Verwaltungsformate überführt.

Die Arbeit des Kommunalbeirats soll im Jahr 2025 fortgesetzt werden, wenn im Frühjahr die Themen Netzausbau und weitere Digitalisierungsschritte auf der Agenda stehen.



Stichwörter: Deutsche Telekom,


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich:
Zwei Personen stehen vor einem Feuerwehrauto, neben ihnen befindet sich ein Display, das die Oberfläche der Software rescueTablet angezeigt wird.

Hanau: Tablets unterstützen die Feuerwehr

[24.02.2026] In Hanau sorgt das Einsatzinformationssystem rescueTablet dafür, dass Feuerwehren schon während der Anfahrt relevante Informationen zum anstehenden Einsatz erhalten. Da alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hanau sowie die Berufsfeuerwehr das System nutzen, wird eine flächendeckende und einheitliche digitale Informationsbasis für sämtliche Einheiten geschaffen. mehr...

Screenshot des Dashboards zur lokalen E-Partizipation mit eingeblendeter Werkzeugleiste.

Studie: Erfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation

[23.02.2026] Eine Studie gibt erstmals einen Überblick darüber, welche digitalen Beteiligungsformate Kommunen nutzen, welche Ziele sie damit verfolgen und wie erfolgreich diese Maßnahmen sind. Es zeigen sich unter anderem strukturelle Unterschiede zwischen Großstädten, kleineren Städten sowie Gemeinden in Ost- und Westdeutschland. Fast alle Kommunen wollen mit der E-Partizipation politische Entscheidungsprozesse transparenter gestalten. mehr...

Drei offensichtlich gut gelaunte, lachende Männer in formaler Kleidung vor einem Tisch mit Dokumenten, warme Farbstimmung im Bild.

Hessen: Land und Kommunen gestalten Zukunft

[23.02.2026] In Hessen haben das Land und die Kommunalen Spitzenverbände den Zukunftspakt vereinbart, um die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Dies soll durch den Abbau bürokratischer Lasten, eine faire Finanzierung und engere Zusammenarbeit der Ebenen bei der Digitalisierung erreicht werden. mehr...

KI-Overlay-Komposition mit Open Data-Symbolen vor Stadtlandschaft

Hamburg: Ein Rechtsrahmen für die Datennutzung

[23.02.2026] Ein neues, von der Stadt Hamburg beauftragtes Fachgutachten will Orientierung für die moderne, datengetriebene Verwaltung schaffen. Die frei verfügbare Publikation liefert Hinweise für die Praxis und zeigt Ansatzpunkte, wie Datenteilen rechtssicher und effektiv unterstützt werden kann. mehr...

Screenshot von Chatbot Lio, der als Löwe dargestellt wird.

Braunschweig: Chatbot Lio unterstützt Besucher

[23.02.2026] Mit Chatbot Lio will die Stadtverwaltung Braunschweig den Zugang zu ihren Dienstleistungen erleichtern. Der digitale Assistent steht rund um die Uhr auf der kommunalen Website zur Verfügung und kann ohne Registrierung genutzt werden. Der persönliche Kontakt bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des städtischen Serviceangebots. mehr...

Blick auf das Landratsamt Dingolfing-Landau von oben.

Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen

[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...

Vektorgrafik, die eine Person zeigt, die am Desktop-Rechner eine Umfrage zu Spielplätzen beantwortet.
bericht

E-Partizipation: Leichter Einstieg

[20.02.2026] Das MeldooPLUS-Modul Bürgerbeteiligung bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die digitale Partizipation. Vor allem kleineren Kommunen erlaubt es das Modul, erste Online-Umfragen umzusetzen und zu verstetigen. mehr...

Screenshot einer Stadtansicht von Mosbach in NOKmaps.

Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps

[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...

Blick über eine Marina mit Segelbooten nd einem größeren, hellen Gebäudekomplex.

IT-Planungsrat: Gemeinsam Kurs auf morgen setzen

[20.02.2026] Für den 18. und 19. März 2026 lädt Mecklenburg-Vorpommern zum 14. Fachkongress des IT-Planungsrats nach Rostock-Warnemünde. Rund 400 Beschäftigte der öffentlichen Verwaltung werden erwartet, um sich in mehr als 30 Sessions über die Umsetzung der föderalen Digitalstrategie auszutauschen. mehr...

Ein öffentlicher Mülleimer mit Transponder in Arnsberg.

Arnsberg: Smarte Abfallbehälter

[20.02.2026] Die Technischen Dienste Arnsberg behalten öffentliche Abfallbehälter nun mittels Künstlicher Intelligenz (KI) im Blick. Transponder messen den Füllstand der Behältnisse, die KI wertet die gesammelten Daten aus und berechnet optimale Abfuhrtouren.  mehr...

Aachen: Jetzt auch auf WhatsApp

[20.02.2026] 
Wer sich über Neues aus der Verwaltung der Stadt Aachen auf dem Laufen halten will, kann dazu jetzt den neuen WhatsApp-Kanal der Kommune nutzen. mehr...

Mehrere Personen stehen zum Gruppenfoto versammelt auf einer Außentreppe.
bericht

Low Code / No Code: Kommunen bündeln Kräfte

[19.02.2026] Am Niederrhein haben mehrere Kommunen eine gemeinsame Plattform für digitale Anwendungen beschafft. Mit der Low-Code-/No-Code-Lösung setzen sie auf Tempo bei der Entwicklung neuer Anwendungen und die Wiederverwendung existierender Komponenten. mehr...

Screenshot von Klimaanpassung Haarburg

Hamburg: Bürgerbeteiligung mit offener Lizenz

[19.02.2026] Hamburg startet als erste Stadt die standardisierte Veröffentlichung von Bürgerbeiträgen unter einer Open-Data-Lizenz. Die neue Funktion kommt erstmals beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ zum Einsatz. mehr...

Abstrakte Abbildung einer Hand, die Zahnräder in Bewegung setzt.

PDV: Digital souverän mit neuer VIS-Suite

[19.02.2026] Die VIS-Suite, die Enterprise-Content-Management-Plattform (ECM) aus dem Hause PDV, steht in einer neuen Version zur Verfügung. Mit einem modernen Sicherheitskonzept, der Integration Künstlicher Intelligenz, der Prozessautomation und einem neuen Release-Modell soll VIS 7.1 insbesondere die digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung stärken. mehr...

Holzklötze mit Icons: Buch, Hirn, Schachfigur

Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen

[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...