Freitag, 30. Oktober 2026

TelekomAustausch zu digitalen Lösungen

[25.11.2024] Durch KI und Automatisierung will die Deutsche Telekom Verwaltungen entlasten. Im Kommunalbeirat wurden Lösungen wie die generative KI Business GPT und Robotic Process Automation vorgestellt.
Ein Sitzungssaal mit Konferenztisch aus hellem Holz, daran sitzen Menschen mit förmlicher Kleidung, im Hintergrund ein Bildschirm mit magentafarbener Anzeige.

Der Kommunalbeirat der Telekom diskutierte erfolgreiche Methoden zur Digitalisierung der Verwaltung, darunter KI-Lösungen und die Smart City App Citykey.

(Bildquelle: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will Städte und Gemeinden bei der digitalen Transformation unterstützen und hat vor fünf Jahren den Kommunalbeirat als Forum für den Austausch zu digitalen Lösungen gegründet. Dieser setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Kommunen in Deutschland zusammen. Beim jüngsten Treffen in Bonn lag der Schwerpunkt laut Telekom auf der Verwaltungsdigitalisierung und den Herausforderungen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und knapper kommunaler Finanzen. Als Gast der Sitzung gab der Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Fedor Ruhose, Impulse aus seinem vorherigen Amt als Staatssekretär und CIO im Digitalministerium. Ruhose setzt sich für ein konsolidiertes Digitalisierungsmanagement ein, das Länder und Kommunen in ihrer digitalen Souveränität unterstützen soll.

Robotic Process Automation entlastet Verwaltungen

Im Rahmen des Treffens präsentierte die Telekom auch neue Technologien, darunter die KI-Lösung Business GPT und die Smart City App Citykey. Mit Testzugängen ermöglicht die Telekom den teilnehmenden Städten und Gemeinden, die neuen Technologien selbst zu erproben. Die Ergebnisse dieser Tests sollen im Beirat geteilt werden, um anderen Kommunen als Orientierungshilfe zu dienen.

Bürgerinnen und Bürger erwarteten, dass sie, ähnlich wie beim Online-Shopping, schnell und einfach Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können, sagte der Vorsitzende des Kommunalbeirats, Gerd Landsberg. Bei vielen Kommunen bestehe hier noch Nachholbedarf. Besonders einfache, häufig wiederkehrende Aufgaben, wie etwa die Hundesteuer, bieten sich für eine erste Automatisierung an. Ein Beispiel ist der Landkreis Bergstraße, der für Hessen eine Robotic Process Automation (RPA) eingeführt hat. Diese automatisiert Standardprozesse, etwa bei Krankmeldungen, und schafft so Freiräume für komplexere Aufgaben.

Digitale Lösungen für Kommunen

Die Telekom bietet Kommunen laut eigenen Angaben mehrere zentrale Lösungen an, welche die Digitalisierung beschleunigen sollen:

  • Die Smart City App Citykey umfasst digitale Bürgerservices und Stadtinformationen. Mit Funktionen wie einem Mängelmelder können Bürgerinnen und Bürger direkt Anliegen an die Verwaltung melden. Citykey basiert auf Open Source und ist flexibel anpassbar.
  • Die Generative KI Business GPT kann rund um die Uhr Anfragen beantworten und Verwaltungsmitarbeitende bei der Informationssuche und Datenanalyse unterstützen. Kommunen können zudem eigene Dokumente hochladen, um die Antworten der KI individuell anzupassen.
  • Das Tool Semasuite soll eine KI-gestützte Dokumentenanalyse ermöglichen, die Daten aus verschiedensten Dokumenttypen extrahiert und in spezifische Verwaltungsformate überführt.

Die Arbeit des Kommunalbeirats soll im Jahr 2025 fortgesetzt werden, wenn im Frühjahr die Themen Netzausbau und weitere Digitalisierungsschritte auf der Agenda stehen.



Stichwörter: Deutsche Telekom,


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich:

Hamburg: Neue App informiert über Verkehrsstörungen

[30.10.2026] Mit der neuen App HH!mobil informiert Hamburg über Baustellen, Verkehrsstörungen und Großveranstaltungen. Nutzer können Meldungen nach ihren Interessen auswählen und bei kurzfristigen Beeinträchtigungen auch Push-Nachrichten erhalten. mehr...

Die bayerische Landeshauptstadt München leuchtet digital.

München: Open Source für Server-Virtualisierung

[30.10.2026] Die Landeshauptstadt München setzt bei der Virtualisierung ihrer IT-Infrastruktur künftig verstärkt auf Open Source. Mit einer hybriden Strategie will die Stadt ihre Abhängigkeit von einzelnen Herstellern verringern und Lizenzkosten besser steuern. mehr...

Darmstadt: Stadtgeschichte online entdecken

[30.10.2026] Das Stadtarchiv Darmstadt macht ausgewählte historische Quellen direkt im Internet einsehbar. Historische Ratsprotokolle, Verwaltungsberichte und Grafiken geben Einblick in politische Entscheidungen, die Arbeit städtischer Ämter und das Leben in früheren Jahrhunderten. mehr...

Roboterhand auf einer Tastatur

Kreis Bergstraße: EMMA entlastet die Verwaltung

[29.10.2026] Der Kreis Bergstraße setzt auf Robotic Process Automation (RPA) und die Software EMMA, um wiederkehrende Verwaltungsaufgaben zu automatisieren. Allein im Gesundheitsamt wurden rund 100 Prozesse auf ihr Automatisierungspotenzial untersucht. mehr...

Porträt Andreas Hibbeler
interview

Interview: Der Mix macht’s

[29.10.2026] Digitale Souveränität setzt offene Schnittstellen, interoperable Systeme und Wahlmöglichkeiten voraus. Im Kommune21-Interview erläutert Andreas Hibbeler, Chief Technology Officer bei MACH, welche Rolle Open Source und der Deutschland-Stack dabei spielen. mehr...

Kaiserslautern: KI optimiert Verkehrsmanagement

[29.10.2026] Kaiserslautern setzt auf Künstliche Intelligenz und vernetzte Verkehrstechnik, um den Verkehr effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten. Bei einem bundesweiten Netzwerktreffen stellte die Stadt ihre Projekte KIMONO I und AORTA vor. mehr...

Die Auszeichnung Inklusion Plus Award

Karlsruhe: Barrierefreie Web-App ausgezeichnet

[29.10.2026] Für ihre Web-App „Karlsruhe barrierefrei“ hat die Stadt Karlsruhe den Inklusion Plus Award 2026 erhalten. Die Anwendung informiert über barrierefrei zugängliche Orte, den Status von Aufzügen und freie Behindertenparkplätze. Entwickelt wird sie gemeinsam mit Betroffenen. mehr...

Samsung: Vernetzte Displays sicher betreiben

[29.10.2026] Digitale Informationsdisplays kommen zunehmend auch in Behörden und kommunalen Einrichtungen zum Einsatz. Mit der wachsenden Vernetzung steigen die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Samsung setzt bei seinen Digital-Signage-Lösungen deshalb auf einen mehrstufigen Sicherheitsansatz. mehr...

Hausfassade mit Klimasensor, dieser sieht etwa aus wie ein weiß angestrichenes Mikrofon.

Bonn: Sensordaten weisen den Weg ins Kühle

[29.10.2026] Die Stadt Bonn ergänzt ihre Stadtklimaanalyse um ein Netz von Klimasensoren. Aktuelle Messwerte sollen die Bedingungen vor Ort sichtbar machen und helfen, an heißen Tagen kühlere Aufenthaltsorte zu finden. Die Daten sind über das Geoportal öffentlich zugänglich. mehr...

bericht

Registermodernisierung: Was Kommunen jetzt tun sollten

[28.10.2026] Die Registermodernisierung nimmt Fahrt auf. Was Kommunen bereits jetzt vorbereiten können, welche Erfahrungen erste Pilotprojekte liefern und wie gemeinsame IT-Lösungen die Umsetzung erleichtern sollen, diskutierten Experten im Webinar „Kommune21 im Gespräch“. mehr...

Frau mit VR-Brille schaut durch ein Panoramafenster auf eine Stadtlandschaft

Hamburg: Digitale Zwillinge gezielt fördern

[28.10.2026] Hamburg hat ein Zentrum Digitaler Zwilling gegründet und fördert erste Vorhaben über einen Zwillingsfonds. Die neuen Strukturen sollen Fachwissen in der Verwaltung bündeln und den Einsatz der digitalen Stadtmodelle über Ressortgrenzen hinweg voranbringen. mehr...

Zwei Frauen und vier Männer stehen neben einem der neuen smarten Mülleimer in Dortmund.

Dortmund: Smarte Mülltonnen für saubere Parks

[28.10.2026] In Grünanlagen und im Zoo der Stadt Dortmund melden smarte Abfallbehälter jetzt automatisch den Füllstand und ermöglichen so eine bedarfsgerechte Leerung. Das soll Fahrwege reduzieren, Ressourcen schonen und die Parks sauber halten. mehr...

Börsensaal des Lübecker Rathauses

Lübeck/Mühlhausen/Hilpoltstein: Drei Städte setzen auf Mängelmelder Pro

[28.10.2026] Die Städte Lübeck, Mühlhausen und Hilpoltstein setzen bei der digitalen Erfassung und Bearbeitung von Bürgeranliegen auf den Mängelmelder Pro des Anbieters wer denkt was. Während die Lösung in Mühlhausen und Hilpoltstein bereits im Einsatz ist, bereitet Lübeck die Einführung vor. mehr...

Würzburg: Ankommen mit Integreat

[28.10.2026] Integreat ist eine gut etablierte digitale Integrationsplattform für Geflüchtete und Fachkräfte aus dem Ausland. Auch die Stadt Würzburg nutzt nun die Anwendung, um lokale Informationen mehrsprachig bereitzustellen. mehr...

Nürnberg: Gesundheitsamt setzt digitale Impulse

[28.10.2026] Mit dem Abschluss des Projekts DIGiN wurden in Nürnberg wichtige Grundlagen für ein modernes und zukunftsfähiges Gesundheitsamt geschaffen. Unter anderem wurde in den vergangenen drei Jahren eine digitale Terminvergabe mit integriertem Managementsystem eingeführt. mehr...