Samstag, 3. Oktober 2026

TelekomAustausch zu digitalen Lösungen

[25.11.2024] Durch KI und Automatisierung will die Deutsche Telekom Verwaltungen entlasten. Im Kommunalbeirat wurden Lösungen wie die generative KI Business GPT und Robotic Process Automation vorgestellt.
Ein Sitzungssaal mit Konferenztisch aus hellem Holz, daran sitzen Menschen mit förmlicher Kleidung, im Hintergrund ein Bildschirm mit magentafarbener Anzeige.

Der Kommunalbeirat der Telekom diskutierte erfolgreiche Methoden zur Digitalisierung der Verwaltung, darunter KI-Lösungen und die Smart City App Citykey.

(Bildquelle: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will Städte und Gemeinden bei der digitalen Transformation unterstützen und hat vor fünf Jahren den Kommunalbeirat als Forum für den Austausch zu digitalen Lösungen gegründet. Dieser setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher Kommunen in Deutschland zusammen. Beim jüngsten Treffen in Bonn lag der Schwerpunkt laut Telekom auf der Verwaltungsdigitalisierung und den Herausforderungen des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und knapper kommunaler Finanzen. Als Gast der Sitzung gab der Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Fedor Ruhose, Impulse aus seinem vorherigen Amt als Staatssekretär und CIO im Digitalministerium. Ruhose setzt sich für ein konsolidiertes Digitalisierungsmanagement ein, das Länder und Kommunen in ihrer digitalen Souveränität unterstützen soll.

Robotic Process Automation entlastet Verwaltungen

Im Rahmen des Treffens präsentierte die Telekom auch neue Technologien, darunter die KI-Lösung Business GPT und die Smart City App Citykey. Mit Testzugängen ermöglicht die Telekom den teilnehmenden Städten und Gemeinden, die neuen Technologien selbst zu erproben. Die Ergebnisse dieser Tests sollen im Beirat geteilt werden, um anderen Kommunen als Orientierungshilfe zu dienen.

Bürgerinnen und Bürger erwarteten, dass sie, ähnlich wie beim Online-Shopping, schnell und einfach Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können, sagte der Vorsitzende des Kommunalbeirats, Gerd Landsberg. Bei vielen Kommunen bestehe hier noch Nachholbedarf. Besonders einfache, häufig wiederkehrende Aufgaben, wie etwa die Hundesteuer, bieten sich für eine erste Automatisierung an. Ein Beispiel ist der Landkreis Bergstraße, der für Hessen eine Robotic Process Automation (RPA) eingeführt hat. Diese automatisiert Standardprozesse, etwa bei Krankmeldungen, und schafft so Freiräume für komplexere Aufgaben.

Digitale Lösungen für Kommunen

Die Telekom bietet Kommunen laut eigenen Angaben mehrere zentrale Lösungen an, welche die Digitalisierung beschleunigen sollen:

  • Die Smart City App Citykey umfasst digitale Bürgerservices und Stadtinformationen. Mit Funktionen wie einem Mängelmelder können Bürgerinnen und Bürger direkt Anliegen an die Verwaltung melden. Citykey basiert auf Open Source und ist flexibel anpassbar.
  • Die Generative KI Business GPT kann rund um die Uhr Anfragen beantworten und Verwaltungsmitarbeitende bei der Informationssuche und Datenanalyse unterstützen. Kommunen können zudem eigene Dokumente hochladen, um die Antworten der KI individuell anzupassen.
  • Das Tool Semasuite soll eine KI-gestützte Dokumentenanalyse ermöglichen, die Daten aus verschiedensten Dokumenttypen extrahiert und in spezifische Verwaltungsformate überführt.

Die Arbeit des Kommunalbeirats soll im Jahr 2025 fortgesetzt werden, wenn im Frühjahr die Themen Netzausbau und weitere Digitalisierungsschritte auf der Agenda stehen.



Stichwörter: Deutsche Telekom,


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich:
Personengruppe unter einer goldenen 50

ab-data: 50 Jahre Softwareentwicklung

[02.10.2026] Mit mehr als 100 Gästen feierte das Softwareunternehmen ab-data sein 50-jähriges Bestehen am historischen Ursprungsort. Neben Erinnerungen an die Gründungszeit ging es um das neue Finanzwesen VOIS|FIWE und die Bedeutung kommunaler Plattformen für die Digitalisierung. mehr...

Blick über die Schulter einer Frau, die ein Smartphone hält, darauf Landkreis-Augsburg-App

Kreis Augsburg: Aktuelles per WhatsApp

[02.10.2026] Der Kreis Augsburg bietet nun neben anderen Social-Media-Angeboten einen WhatsApp-Kanal an. Dort veröffentlicht die Kreisverwaltung Warnmeldungen, Verkehrshinweise und Neuigkeiten aus der Region, auch Stellenangebote des Landratsamts sollen dort neue Zielgruppen erreichen. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Drohne in der Luft, im Hintergrund ist verschwommen ein Gebäude der Feuerwehr Hanau zu sehen

rescueTablet: Aus der Luft direkt ins Lagebild

[02.10.2026] Die Einsatzplattform rescueTablet kann jetzt Live-Luftbilder und Telemetriedaten von Drohnen einbinden. Einsatzleitungen sollen dadurch bei Bränden, Hochwasser oder Sucheinsätzen schneller einen Überblick über die Lage erhalten. mehr...

Hochwassergebiet, knapp über der Wasserfläche sieht man ein Verkehrsschild, im Hintergrund Bäume und eine Stadtsilhouette

Dortmund: Digitale Karten zeigen Hochwassergefahren

[02.10.2026] Die Stadt Dortmund hat erste detaillierte Hochwassergefahrenkarten für kleinere städtische Gewässer veröffentlicht. Die digitalen Karten zeigen Wassertiefen, Fließrichtungen und Strömungsgeschwindigkeiten und sollen unter anderem den Katastrophenschutz, die Stadtplanung und die private Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Advertorial: Ein Weg aus der Abhängigkeit: So kommunizieren Behörden souverän

[01.10.2026] 65 Prozent der deutschen Behörden sind abhängig von IT-Diensten, die fremdem Recht unterliegen. Klar ist, sie müssen die Kontrolle über ihre Daten behalten. Für digital souveräne Kommunikation gibt es jetzt einen neuen Ansatz. mehr...

Gedruckte Ausgabe der Studie von G Data auf einem Tisch
bericht

Studie: Wenn knappe Budgets zur Gefahr werden

[01.10.2026] Die Digitalisierung der Verwaltung schreitet immer weiter voran. Und mit ihr verschärfen sich die Anforderungen an die IT-Sicherheit deutlich. Die repräsentative Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense in Zusammenarbeit mit Statista und brand eins zeigt: Knappe Budgets und fehlendes Fachpersonal treffen auf Cyber-Kriminelle, die schneller und gezielter vorgehen als je zuvor. mehr...

Konferenzteilnehmer in einem hellen Treppenhaus aus der Vogelperspektive aufgenommen

Metropolregion Rhein-Neckar: Kommunale Digitalisierung trotz knapper Kassen

[01.10.2026] Wie können Kommunen digitale Vorhaben trotz knapper Haushalte dauerhaft betreiben? Auf der vierten Smart Region Konferenz der Metropolregion Rhein-Neckar diskutierten Fachleute über klare Verantwortlichkeiten, offene Standards und die Nachnutzung bewährter Lösungen. mehr...

Gruppenbild auf Bühne

Urban Stack: Auszeichnung für Datenplattform

[01.10.2026] Die Stadt Gütersloh erhält für ihre interkommunale Datenplattform Urban Stack das Siegel „Bewährt vor Ort“. Gemeinsam mit Detmold erreicht sie zudem Platz zwei beim Ko-Pionier-Preis. Beim noch laufenden Open-Source-Wettbewerb ist das Projekt für den Community Award nominiert. mehr...

Smart Country Convention: KI, Register und souveräne Cloud im Fokus

[01.10.2026] Agentische KI, Registermodernisierung, souveräne Cloud-Infrastrukturen und Cybersecurity stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von conet auf der Smart Country Convention. Der IT-Dienstleister will zeigen, wie sich diese Bausteine zu durchgängigen und resilienten Verwaltungsprozessen verbinden lassen. mehr...

Hand mit Holzsteinchen, auf denen Icons für Aktenordner und Pfeile aufgedruckt sind

KDN sozial: Registermodernisierung einfach erklärt

[01.10.2026] Die Registermodernisierung gilt als Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung. Doch was ändert sich dadurch eigentlich für die Hersteller und Anwender von Fachverfahren? Ein Informationsangebot von KDN.sozial erläutert die wichtigen Basics. mehr...

Rathaus Siegburg, Außenansicht
bericht

Siegburg: Papierlos glücklich

[30.09.2026] Die Kreisstadt Siegburg hat die Kernsanierung ihres Rathauses genutzt, um die Verwaltungsdigitalisierung weiter voranzutreiben. Diese umfasst nicht nur die Digitalisierung von Prozessen, sondern eine grundlegende Veränderung der Verwaltungskultur. mehr...

E-Mail-Sicherheit: Deutschlands Kommunen mailen souverän

[30.09.2026] Deutschland ist insgesamt deutlich weniger von US-E-Mail-Anbietern abhängig als Österreich oder die Schweiz. Allerdings herrscht ein großer kommunaler Flickenteppich vor, zugleich zeigen sich Versäumnisse bei Schutzstandards. mehr...

Gruppenfoto Team Bauordnung in Detmold

Detmold: Ohne Papier zur Baugenehmigung

[30.09.2026] Ab Anfang Oktober müssen Bauanträge bei der Stadt Detmold digital eingereicht werden. Das Bauportal.NRW und die Kommunikationsplattform ELAN Classic sollen von der Antragstellung über den Austausch bis zur Bearbeitung einen medienbruchfreien Ablauf ermöglichen. mehr...

Ein Straßenschild mit dem Zusatz "Hochwasser" steht vor einer Wasserfläche im Abendlicht.

Leverkusen: KI und Radar erkennen Hochwasserlagen

[30.09.2026] Die Stadt Leverkusen beteiligt sich über die Kooperation ÜVAW am Aufbau von KIRa-Berg, einem KI- und radargestützten Frühwarnsystem im Bergischen Land, das Überflutungsgefahren früher erkennt. Die Stadt könnte im Ernstfall schneller handeln und die Bevölkerung besser warnen. mehr...