WienOpen Source stärkt Europas Unabhängigkeit

Wiener Rathaus: Mit ihrer Open-Source-Strategie setzt die Stadt europaweit Maßstäbe.
(Bildquelle: K21 media GmbH)
Die Europäische Kommission hebt die österreichische Hauptstadt Wien als Vorreiterin im Bereich Open Source hervor. Dies geht aus dem Bericht „OSS Country Intelligence Report Austria 2025“ hervor. Laut der Kommission hat Wien eine Strategie entwickelt, die in Europa herausragt. Die für Digitalisierung zuständige Wiener Stadträtin Barbara Novak sieht darin einen Beleg für den Kurs der Stadt.
„Diese Anerkennung zeigt, dass Wien mit seiner Open-Source-Strategie europaweit Maßstäbe setzt“, sagt Novak. Sie erklärt, die Stadt gestalte eine digitale Verwaltung, die offen, sicher und selbstbestimmt arbeite. Davon sollten alle Menschen profitieren. Laut der Stadt ist offene Software ein Baustein für diesen Ansatz.
Gründe für offene Software
Ein Vorteil offener Software sei, dass Wien unabhängiger von einzelnen Herstellern werde. Die Stadt verweist darauf, dass dies die digitale Souveränität stärke. Souveränität bedeutet hier Unabhängigkeit in wichtigen technischen Fragen. Offene Software lässt sich an die eigenen Anforderungen anpassen. Sie kann weiterentwickelt und in bestehende Systeme integriert werden.
Digitalisierungsstadträtin Novak betont, dass dadurch flexible Lösungen entstehen, ohne dass man sich an einen Anbieter binden muss. Die Stadt Wien verfolgt dabei einen ausgewogenen Ansatz: Offene und proprietäre, also geschlossene, Lösungen sollen einander ergänzen. So will Wien Stabilität und Sicherheit gewährleisten, ohne auf Offenheit zu verzichten.
Sicherheit und europäische Zusammenarbeit
In einer zunehmend digitalisierten Welt müssten Verwaltungen sicher und widerstandsfähig arbeiten. Offene Software ermögliche die Kontrolle über sicherheitskritische Systeme. Zudem fördere sie die Zusammenarbeit über Behörden- und Landesgrenzen hinweg. Die Stadt verweist außerdem auf europäische Datenschutzstandards.
Novak zufolge spiele die Diskussion über digitale Souveränität in Europa eine wachsende Rolle. Sie verweist auf die Abhängigkeit von großen Technologiekonzernen, die Risiken für den Datenschutz und die Infrastruktur berge. „Open Source stärkt Europas Unabhängigkeit – und Wien zeigt, wie das in der Praxis gelingt. Die EU-Kommission bestätigt unseren Weg und motiviert uns, weiterhin gemeinsam mit Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft mutige Schritte zu gehen“, sagt Novak.
• Open Source Bericht der Stadt Wien 2025
Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt
[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...
Rheinland-Pfalz: OPTIKOM kommt voran
[17.04.2026] Im interkommunalen Prozessmanagement-Projekt OPTIKOM in Rheinland-Pfalz wurden bereits Meilensteine erreicht, wie eine rund 1.000 Prozesse umfassende Blaupause für ein gemeinsames Prozessregister. Im kommenden Jahr können weitere Kommunen in das Projekt aufgenommen werden. mehr...
Green IT: Ganzheitlicher Ansatz für nachhaltige Digitalisierung
[08.04.2026] Angesichts der komplexen Aufgaben, denen sich der öffentliche Sektor in seiner digitalen Transformation gegenübersieht, haben Umweltaspekte oft eher niedrige Priorität. Klare Ziele und konkrete, einfache Maßnahmen helfen, Nachhaltigkeitsziele in digitale Strategien zu integrieren. mehr...
Ennepe-Ruhr-Kreis: Prozessmanagement kommt voran
[08.04.2026] Ergebnisse des interkommunalen Projekts zum Prozessmanagement im Ennepe-Ruhr-Kreis sind ein umfassendes Prozessregister, abgestimmte Standards und ein belastbares Netzwerk. Nun startet das Projekt in die nächste Phase. mehr...
Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform
[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...
Besuchersteuerung: Zeitgemäßer Bürgerservice
[27.03.2026] Die IKT-Ost hat eine neue Lösung zur Termin- und Besuchersteuerung eingeführt. Der IT-Träger für zwei Landkreise und eine Stadt setzt dabei auf eine einheitliche Software für alle Kommunen. Profiteure sind Verwaltungen und Bürger. mehr...
Büdelsdorf: Digitales Zielmanagementsystem
[06.03.2026] Die Stadt Büdelsdorf hat ein digitales Zielmanagementsystem eingerichtet. Es soll eine gezielte Steuerung, Wirksamkeitsmessung und Auswertung wichtiger Kennzahlen seitens der Stadt ermöglichen. mehr...
cit / nextgov iT: Strategische Partnerschaft mit KERN-UX
[03.03.2026] Die Low-Code-Plattform cit intelliForm unterstützt KERN-UX, den User-Experience (UX) Standard für Verwaltungssoftware. Verwaltungsleistungen können somit KERN-konform, also standardisiert, nutzerfreundlich und wiedererkennbar, umgesetzt werden. Als strategischer Partner gestaltet neben cit auch nextgov iT den UX-Standard aktiv mit. mehr...
Round Table: Saubere Daten
[02.03.2026] Das Round-Table-Gespräch von Kommune21 zum Axians-Infoma-Innovationswettbewerb zeigt: Die Datenqualität ist der entscheidende Erfolgsfaktor für Digitalisierungsprojekte. mehr...
Sachsen: Digitale Ehrenamtskarte
[27.02.2026] Auch in Sachsen steht nun die Digitale Ehrenamtskarte über die Ehrenamtskarten-App zur Verfügung. Damit greift ein weiteres Bundesland auf die in Nordrhein-Westfalen erarbeitete EfA-Leistung zurück. mehr...
Eisenach: Zeichen stehen auf Wandel
[24.02.2026] Mit einem „Masterplan zur digitalen Transformation“ schließt die Stadtverwaltung Eisenach Stück für Stück Etappen auf dem Weg zur modernen Verwaltung ab. Immer im Fokus stehen dabei die Mitarbeitenden als wichtigster Faktor im Veränderungsprozess. mehr...
Hanau: Tablets unterstützen die Feuerwehr
[24.02.2026] In Hanau sorgt das Einsatzinformationssystem rescueTablet dafür, dass Feuerwehren schon während der Anfahrt relevante Informationen zum anstehenden Einsatz erhalten. Da alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Hanau sowie die Berufsfeuerwehr das System nutzen, wird eine flächendeckende und einheitliche digitale Informationsbasis für sämtliche Einheiten geschaffen. mehr...
Low Code / No Code: Kommunen bündeln Kräfte
[19.02.2026] Am Niederrhein haben mehrere Kommunen eine gemeinsame Plattform für digitale Anwendungen beschafft. Mit der Low-Code-/No-Code-Lösung setzen sie auf Tempo bei der Entwicklung neuer Anwendungen und die Wiederverwendung existierender Komponenten. mehr...
Registermodernisierung: Wie brauchbar sind die Registerdaten?
[16.02.2026] Geht es um die Registermodernisierung, stehen oft vor allem technische Aspekte wie die Datenaustauschplattform NOOTS im Fokus. Ein Pilotprojekt in Niedersachsen hat nun die Qualität der Registerdaten selbst untersucht und gleichzeitig gezeigt, wie diese automatisiert verbessert werden kann. mehr...
Prozessmanagement: Sachsen-Anhalt sucht Kommunen für Proof of Concept
[12.02.2026] Sachsen-Anhalt will mit Kommunen erproben, ob und in welchem Umfang sich eine zentral bereitgestellte Prozessmodellierungssoftware als Basiskomponente eignet. Interessierte Kommunen können sich an die Kommunale IT-Union (KITU) wenden und die PICTURE-Prozessplattform sowie ausgewählte Dienstleistungen bis Ende 2026 unentgeltlich im Rahmen der verfügbaren Mittel nutzen. mehr...

























