Dienstag, 10. Februar 2026

NiedersachsenEntwurf für Transparenzgesetz beschlossen

[03.02.2017] Bürger sollen zukünftig Zugang zu amtlichen Informationen erhalten. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde nun von der Landesregierung Niedersachsen beschlossen.

Die Niedersächsische Landesregierung hat Ende Januar dieses Jahres den Entwurf eines Informationszugangsgesetzes – auch Transparenzgesetz genannt – beschlossen. Nach Angaben der Landesregierung erhalten Bürger demnach einen Auskunftsanspruch gegenüber der öffentlichen Verwaltung. Darüber hinaus sehe das Gesetz vor, dass die Verwaltungen wesentliche Informationen in ein allgemein zugängliches, zentrales Informationsregister einstellen, damit die Bürger diese zukünftig selbst recherchieren können. Interessierte müssen laut Gesetzentwurf keine besonderen Gründe vortragen, um Informationen aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung zu erhalten. Auch Bürgerinitiativen sollen einen Informationszugangsanspruch erhalten. Kostenfrei ist das Antragsverfahren nicht. Dem Aufwand der Behörden müsse Rechnung getragen und einem Missbrauch vorgebeugt werden. Schützenswerte öffentliche oder private Belange sind nach Angaben des Landes dennoch sicher. Für personenbezogene Daten, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse ist die Informationsherausgabe regelmäßig ausgeschlossen, wenn ein betroffener Dritter der Herausgabe der Information nicht zustimmt. Der Gesetzentwurf sieht weiterhin bei einigen Behörden aufgrund ihrer besonderen Aufgaben und rechtlichen Stellung Ausnahmen vom Informationsanspruch vor. Während zum Beispiel ein solcher Anspruch gegenüber Landesbehörden und auch Gemeinden und Gemeindeverbänden vorgesehen sei, bestehe er gegenüber Landtag, Gerichten, Strafverfolgungsbehörden, Finanzbehörden oder Bildungseinrichtungen nur teilweise oder gar nicht.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Open Government
Auf dem Foto sind ein Mann und zwei Frauen vor einem digitalen Board zu sehen, das die Open-Data-Plattform der Landeshauptstadt Wiesbaden zeigt.

Portale: Wiesbaden goes Open Data

[05.02.2026] Eine Beta-Version ihrer Open-Data-Plattform hat die Stadt Wiesbaden vorgestellt. In der kommenden Phase sollen neue Datensätze integriert, Möglichkeiten der Datenvisualisierung ergänzt und die Plattform nutzerzentriert weiterentwickelt werden. Dafür sind verschiedene Beteiligungsformate geplant. mehr...

Schleswig-Holstein: Open-Source-Intranet pilotiert

[26.11.2025] Das Open-Source-Intranet Pleio passt der IT-Dienstleister Dataport an die Anforderungen Schleswig-Holsteins an. Aktuell wird es in Pilotkommunen erprobt und soll anschließend allen Kommunen des norddeutschen Bundeslandes angeboten werden. mehr...

Screenshot des Open-Data-Portals der Stadt Dresden.
bericht

Open Data: Begeisterung wecken

[24.11.2025] Was motiviert Menschen, offene Daten zu nutzen? Ein Forschungsteam an der TU Dresden hat am Beispiel des Dresdner Open-Data-Portals untersucht, wie Kommunen mit solchen Angeboten mehr Menschen erreichen und für deren Nutzung begeistern können. mehr...

drei Menschen vor laptop und Leinwand - Einführung openproject in Gütersloh

Projektmanagement: Gütersloh führt OpenProject ein

[11.11.2025] Getreu dem Motto Public Money, Public Code hat die Stadt Gütersloh die Projektmanagement-Plattform OpenProject eingeführt, die auf Open-Source-Software basiert. mehr...

ZenDIS: Kommunales Open-Source-Board nimmt Arbeit auf

[10.11.2025] Das neue Kommunale Open-Source-Board soll Kommunen dabei unterstützen, digitale Souveränität durch offenen Technikeinsatz zu stärken und gemeinsam Know-how aufzubauen. Die Initiative bündelt Expertise, vernetzt Akteure und fördert den strategischen Austausch zu Open-Source-Lösungen in der Verwaltung. mehr...

bericht

Public-Data-Konferenz: Das Gold der Zukunft

[30.09.2025] Hochwertige Daten bilden für die erfolgreiche Modernisierung der öffentlichen Verwaltung eine wesentliche Grundlage. Mit der Public-Data-Konferenz lenkt das Berliner Fraunhofer-Institut FOKUS den Blick auf die Wertschöpfungspotenziale, die in öffentlichen Daten liegen. mehr...

Screenshot der Browserversion der Statistikapp KOSIS für Augsburg.

KOSIS: Kommunale Statistikapp wird zehn

[23.06.2025] Seit zehn Jahren stellt die Statistikapp KOSIS (Kommunale Statistische InformationsSysteme) kleinräumige Daten zu den Bereichen Bevölkerung, Beschäftigung, Haushalte, Wohnungen und Wahlen zur Verfügung. Die ursprünglich in Augsburg entwickelte Lösung wird heute von bundesweit mehr als 30 Kommunen genutzt. mehr...

Vektorgrafik einer Person, die auf dem Laptop eine Umfrage beantwortet.

Dresden: Umfrage zum Open-Data-Portal

[19.05.2025] Eine Onlineumfrage soll zeigen, wie die offenen Daten der Stadt Dresden noch besser sicht- und nutzbar gemacht werden können. Bis zum 31. Mai können interessierte Bürgerinnen und Bürger dazu Rückmeldung geben. mehr...

Ingolstadt: Offene Daten – durch KI schneller verfügbar

[30.04.2025] Die Stadt Ingolstadt setzt Künstliche Intelligenz bei der Bereitstellung offener Statistikdaten ein. Damit entfällt das zeitraubende händische Verfassen von Metadaten. Rund 200 Datensätze wurden bereits publiziert, weitere sollen folgen. mehr...

Screenshot-Open-data-portal_nuernberg

Bayern: Nürnberg by data

[27.03.2025] Die Stadt Nürnberg stellt jetzt offene Daten für alle zur Verfügung. Dafür wurde eine eigene Präsenz innerhalb des bayerischen Open-Data-Portals eingerichtet. mehr...

Eine Datenreihe, dahinter schemenhaft ein aufgeklappter Laptop und zwei Personen, die darauf etwas anschauen.

Open Source: Wettbewerb für Verwaltungen

[25.03.2025] Moderne Verwaltung, Innovation, digitale Souveränität: Unter diesem Motto lädt die Open Source Business Alliance Behörden und öffentliche Einrichtungen zum Wettbewerb ein. Bis zum 30. Juni können sie sich in den Kategorien Fachverfahren, interne Verwaltungsanwendungen und Transformation bewerben, die Preisverleihung findet im Rahmen der Smart Country Convention statt. mehr...

Dortmund: Bei Open Data weit vorne

[24.03.2025] Das Dortmunder Open-Data-Portal zeigt Daten aus verschiedensten Bereichen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Stadt mit ihrem Angebot in Nordrhein-Westfalen eine Spitzenposition einnimmt – und belegt außerdem, welche Daten am stärksten nachgefragt werden. mehr...

Screenshot der Sozialmonitoring-Datenplattform aus Oldenburg.

Oldenburg: Verbessertes Sozialmonitoring

[17.03.2025] Oldenburg hat seine Sozialmonitoring-Plattform weiterentwickelt: Diese präsentiert Offene Daten in nun optimierter Darstellung und mit neuen Filtermöglichkeiten. So werden wichtige soziale Indikatoren leichter zugänglich. mehr...

ffM-offene-daten-Portal_sreenshot

Frankfurt am Main: Relaunch für Open-Data-Portal

[20.02.2025] Das Open-Data-Portal der Stadt Frankfurt am Main basiert bisher auf einer eigenständigen Softwarelösung und zieht nun auf die Plattform des Statistikportals um. Das soll für mehr Transparenz und bessere Zugänglichkeit sorgen. mehr...

Binärer Code vor blauem Hintergrund

Open Data: Transparenz im Vergleich

[13.02.2025] In Hamburg, Berlin und Dresden werden den Bürgern die meisten öffentlichen Datensätze zur Verfügung gestellt. Das hat eine Analyse der Unternehmensberatung Finatycs ergeben. Insgesamt zeigte sich in den untersuchten Städten aber eine große Diskrepanz in Bezug auf die Verfügbarkeit und Vielfalt offener Daten. mehr...