Mittwoch, 4. November 2026

HamburgFortschritte in der Smart City

[25.05.2016] Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich vor zwei Jahren auf den Weg zur Smart City gemacht. Jetzt wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen. Umgesetzt wurden neben Projekten im Bereich intelligente Straße auch eine App für Touristen sowie ein virtueller Klassenraum am Universitätsklinikum Hamburg, der erkrankten Kindern die Teilnahme am Unterricht ermöglicht.
Freie und Hansestadt Hamburg zieht Zwischenbilanz ihrer Smart-City-Projekte.

Freie und Hansestadt Hamburg zieht Zwischenbilanz ihrer Smart-City-Projekte.

(Bildquelle: MEV Verlag)

Vor rund zwei Jahren hat Hamburg mit dem Unternehmen Cisco vereinbart, in der Freien und Hansestadt innovative Pilotprojekte zur Erprobung neuer Technologien umzusetzen (wir berichteten). Schwerpunkte lagen in den Bereichen Verkehr, intelligente Steuerung von Straßenbeleuchtungen, Bürgerdienstleistungen, Hafen und HafenCity. In einer ersten Zwischenbilanz berichtet nun Wirtschaftssenator Frank Horch, was sich seitdem in der Smart City Hamburg getan hat. So können sich Hamburg-Besucher etwa von einer App zu Kunstwerken oder Baudenkmälern leiten lassen, Busse kommunizieren mit Ampeln, Weichen der Hafenbahn melden über Sensoren eigenständig, wenn sie gewartet werden müssen und die Straßenbeleuchtung wird heller, sobald sich ein Fußgänger oder Radfahrer nähert. Wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation weiter mitteilt, wurden zudem am Universitätsklinikum Hamburg (UKE) zwei Smart-City-Projekte umgesetzt: Dort gibt es nun eine Dolmetscherkabine, die Migranten und Geflüchteten eine Kommunikation mit den behandelnden Ärzten ermöglicht sowie einen so genannten virtuellen Klassenraum, der schwer erkrankten Kindern die Teilnahme am Unterricht in ihrer Klasse möglich macht. Henning Schneider, CIO des UKE: „Durch die große Bereitschaft und Offenheit aller Partner konnten wir IT so einsetzen, dass Kinder per Videokonferenz live am Unterricht an ihrer Schule teilnehmen können. Aktuell suchen wir nach Wegen, dieses Projekt über die drei derzeit laufenden Installationen hinaus weiterzuentwickeln und als Standardangebot für Hamburger Kinder zu etablieren.“
Ein weiteres Beispiel, wie eine Smart City aussehen könnte, liefert laut der Pressemeldung das Projekt smartROAD der Hamburg Port Authority (HPA) zur Erprobung eines Management-Systems für eine intelligente Straße im Hamburger Hafen. Sebastian Saxe, Chief Digital Officer und Chief Information Officer der HPA: „Mit dem Projekt smartROAD testen wir, wie wir den Verkehrsfluss im Hafen und die umgebenden Faktoren wie Lärm oder Kohlendioxid mittels neuester Sensor-Technologien erfassen, auswerten und beeinflussen können.“ Beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) läuft zudem das Projekt ROADS. Die Software soll die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse der Verantwortlichen für Baumaßnahmen im Straßennetz und der Nutzer des Straßennetzes bedienen und den Verkehrsfluss verbessern. Herzstück der Anwendung ist ein Multitouch-Tisch. Er ermöglicht es, die Entscheidungsträger im zeitlichen Vorfeld einer Baumaßnahme übersichtlich mit den relevanten Projektinformationen zu versorgen. So lässt sich nach Angaben der Hamburger Wirtschaftsbehörde schnell erkennen, welche Baumaßnahmen im Sinne eines verbesserten Verkehrsfluss miteinander gekoppelt oder entzerrt werden müssen. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch bilanziert: „In den vergangenen zwei Jahren haben wir mit unseren Partnern einige herausragende Projekte entwickelt. Es geht nicht um Science Fiction, sondern um anwendungsorientierte Innovationen für den Wirtschaftsstandort Hamburg und das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.“ Christian Korff, bei Cisco verantwortlich für die öffentliche Hand, ergänzt: „Hamburg hat sich in Sachen Smart City eine exzellente Ausgangslage erarbeitet: In der Stadt gibt es ein funktionierendes Smart-City-Ökosystem mit vielversprechenden Pilotprojekten. Für den Erfolg von Smart-City-Projekten ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend, und in Hamburg arbeiten Behörden, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen aus verschiedensten Branchen erfolgreich zusammen. Wir von Cisco freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“





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