Donnerstag, 15. Oktober 2026

StudieViele fühlen sich digital abgehängt

[03.07.2025] Eine repräsentative Studie anlässlich des Digitaltags zeigt, dass in Deutschland zwar eine große Offenheit gegenüber digitalen Angeboten besteht, viele Menschen sich aber digital abgehängt fühlen und ihre eigenen Digitalkompetenzen eher schlecht bewerten.
Logo Digitaltag 2025 Digitale Demokratie

Diesjähriger Digitaltag stand unter dem Motto „Digitale Demokratie: Mitreden. Mitgestalten. Mitwirken.“

(Bildquelle: DFA Digital für alle gGmbH)

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sieht die Digitalisierung als Chance – zugleich wünschen sich viele mehr Unterstützung, um im digitalen Wandel nicht abgehängt zu werden. Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland (46 Prozent) hat Angst, mit der technischen Entwicklung nicht Schritt halten zu können. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) fühlt sich von digitalen Technologien häufig überfordert und rund jeder Sechste (16 Prozent) würde lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben. Auch in der Selbsteinschätzung zeigt sich Unsicherheit – im Schnitt bewerten die Menschen in Deutschland ihre eigenen Digitalkompetenzen nur mit der Schulnote befriedigend. 

Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, die Bitkom Research im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ anlässlich des bundesweiten Digitaltags am 27. Juni 2025 durchgeführt hat. Dieser stand unter dem Motto „Digitale Demokratie: Mitreden. Mitgestalten. Mitwirken.“

Mehr digitale Teilhabe

„Wer keinen Zugang zu digitalen Angeboten hat, hat es in immer mehr Bereichen des Alltags schwer, sei es bei der Arbeit, in der Freizeit oder im Kontakt mit Behörden“, kommentiert Renate Künast, Vizepräsidentin des Deutschen Bibliotheksverbands. Digitale Teilhabe und digitale Kompetenzen seien inzwischen eine der Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, denn immer mehr Alltagsgeschäfte würden digitalisiert. „Die Initiative ‚Digital für alle‘ setzt exakt hier an“, so Künast weiter. „Sie begleitet Menschen im digitalen Wandel, fördert Debatten über unser digitales Miteinander und stärkt digitale Kompetenzen quer durch die Gesellschaft.“

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssten sich laut Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst auch im Sinne der Demokratie mehr digitale Teilhabe zur gemeinsamen Aufgabe machen. „Um mehr Menschen bei der Digitalisierung mitzunehmen, braucht es niedrigschwellige Unterstützungsangebote, flächendeckende digitale Bildung und eine gute digitale Infrastruktur für alle“, fordert Wintergerst.

Den Kommunen komme beim Thema digitale Teilhabe eine besondere Verantwortung zu, ergänzt Uwe Conradt, Vizepräsident des Deutschen Städtetags. „Damit niemand den Anschluss verliert, müssen digitale Angebote für alle verständlich und zugänglich sein. Städte und Gemeinden gestalten den digitalen Wandel direkt vor Ort und sichern so die demokratische Teilhabe aller Menschen.“





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