Freitag, 27. Februar 2026

Bad NauheimKI unterstützt Suche

[15.10.2025] Um digitale Informationen leichter auffindbar zu machen, hat die Stadt Bad Nauheim eine KI-gestützte Suchfunktion in ihre Website integriert. Damit sollen die Benutzerfreundlichkeit erhöht und komplexe Informationen leichter zugänglich werden.
Vier Personen stehen um eine Stele

Bad Nauheim integriert KI-Suche in die städtische Website.

(Bildquelle: Stadt Bad Nauheim)

Auf der Homepage der Stadt Bad Nauheim steht seit Kurzem eine KI-gestützte Suchfunktion zur Verfügung, die das Auffinden von digitalen Informationen nach Angaben der Kommune erheblich vereinfacht. Das neue Tool basiere auf einem leistungsfähigen Sprachmodell und werde mit einem datenschutzkonformen KI-Modul betrieben. Es greife direkt auf die umfassenden Informationen der städtischen Website zu. Es würden grundsätzlich keine persönlichen Nutzerdaten abgefragt. Suchvorgänge würden nicht gespeichert; weiterführende Dialoge, die sich automatisch auf vorangegangene Fragen oder Antworten beziehen, seien derzeit nicht möglich. Bürgerinnen und Bürger können Fragen als Schlagwort, ganzen Satz oder auch mündlich per Spracheingabe stellen und erhalten neben klassischen Suchergebnissen in Form von Links eine generative, sachbezogene und zusammenfassende Textantwort direkt im Suchfenster. So lässt sich laut der städtischen Pressemeldung etwa eine Anfrage an das Bürgerbüro ohne Fachbegriffe formulieren, und die Suchenden bekommen schnell eine kompakte Antwort, oft ohne eine Unterseite öffnen zu müssen.

Vorteile für Nutzende

In der Praxis bedeutet das vor allem weniger Suchaufwand und verkürzte Antwortzeiten. Die KI korrigiert automatisch Tippfehler, antwortet in ganzen Sätzen und weist deutlich darauf hin, wenn in der hinterlegten Wissensdatenbank keine passende Information gefunden wurde. Die Ausgabe sei stets klar strukturiert: „KI Suchergebnisse“ und „Klassische Suchergebnisse“ werden gleichzeitig angezeigt, sodass sofort erkennbar ist, welche Antwort maschinell generiert wurde und welche Treffer aus der Seitenstruktur stammen.

Die neue Suche ist nach Angaben der hessischen Kommune leicht zu finden: Auf jeder Seite befindet sich oben das Suchfeld „Intelligente Suche“ – ein Klick öffnet das Eingabefenster der neuen Funktion. Zusätzlich ist auf der Startseite unterhalb der News-Kategorie ein Kurzlink eingebaut, der direkt zur Suche führt.

Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung, unterstreicht: „Technologie und Innovation sind kein Selbstzweck. Wo sie aber das Leben der Menschen in Bad Nauheim erleichtern, führen wir smarte und datenschutzkonforme Lösungen ein.“ Die neue Suche zeigt, wie digitale Tools im Alltag konkret helfen und Abläufe vereinfachen. „Unsere Homepage enthält eine riesige Informationsfülle, die sich kaum über die klassische Navigation abbilden lässt. Mit der neuen KI-Suche steigern wir die Benutzerfreundlichkeit und machen komplexe Informationen für alle leichter zugänglich“, erläutert Oliver Wolf, Fachdienstleiter für IT und Digitalisierung. Als nächster Schritt sind laut der städtischen Pressemeldung KI‑gestützte Übersetzungen wichtiger statischer Seiteninhalte in mehreren Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) geplant. Andere Funktionserweiterungen würden geprüft, um den digitalen Service kontinuierlich zu verbessern.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Hagenow: KI für Kommunikation und Wachstum

[27.02.2026] Ein KI-gestütztes Redaktionssystem und ein Business-Chatbot unterstützen ab sofort die externe Kommunikation der Stadt Hagenow. Mit dem Redaktionssystem können verschiedene Online-Inhalte schneller erstellt werden, während der Chatbot im Bereich der Wirtschaftsförderung zum Einsatz kommt. Entstanden sind beide Projekte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Go Reply und der Google Cloud. mehr...

Frau in einem hellen Büro starrt mit genervtem Gesichtsausdruck auf einen Computerbildschirm

Bremen: KI-Assistenz für Behördendienste

[25.02.2026] Der Bremer Senat stellt 500.000 Euro für einen KI-Assistenten im Serviceportal bereit. Die Anwendung soll Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen künftig verlässlich durch Verwaltungsleistungen führen und den Zugang zu digitalen Angeboten gezielt erleichtern. mehr...

KI_Werkstatt_LL_Bildschirm und Tastatur auf Tisch

IT-Verbund Landsberg: KI-Werkstatt eröffnet

[25.02.2026] Um konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu entwickeln, hat der IT-Verbund Landsberg eine KI-Werkstatt ins Leben gerufen. mehr...

Screenshot von Chatbot Lio, der als Löwe dargestellt wird.

Braunschweig: Chatbot Lio unterstützt Besucher

[23.02.2026] Mit Chatbot Lio will die Stadtverwaltung Braunschweig den Zugang zu ihren Dienstleistungen erleichtern. Der digitale Assistent steht rund um die Uhr auf der kommunalen Website zur Verfügung und kann ohne Registrierung genutzt werden. Der persönliche Kontakt bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des städtischen Serviceangebots. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander und präsentieren den Förderbescheid für den Heidekreis.

Heidekreis: Niedersachsen fördert KI-Strategie

[18.02.2026] Der Heidekreis will eine Strategie für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung entwickeln und diese später mit anderen Kommunen teilen. Er lässt sich dabei vom Kompetenzaufbau bis hin zur Umsetzung wissenschaftlich begleiten und erhält dafür eine Förderung von rund 40.500 Euro aus dem Programm Zukunftsregionen in Niedersachsen. mehr...

Screenshot der Hanauer Startseite mit zentral platziertem Suchfeld des Chatbots HUgo.

Hanau: HUgo weiß die Antwort

[18.02.2026] Mit Chatbot HUgo ergänzt die Stadt Hanau ihr Informationsangebot auf der kommunalen Website. Der digitale Assistent kennt sich mit Behördenöffnungszeiten, Zuständigkeiten und Servicethemen aus. Für die Antworten fasst er Inhalte des Stadtportals zusammen. mehr...

Der Chatbot der Hansestadt Stade hat das Aussehen eines Kapitäns.

Stade: Käpt’n Knut soll noch besser werden

[13.02.2026] Seit Januar unterstützt Chatbot Käpt’n Knut in der Hansestadt Stade den Kundenservice seitens der Verwaltung. Im ersten Monat haben knapp 900 Personen den Chatbot genutzt und fast 2.000 Nachrichten ausgetauscht. Erste Tests zur Entgegennahme von Anrufen durch Käpt’n Knut laufen bereits. mehr...

Kommunale Services mit KI-Komponenten verbessern.

ÖFIT: Nachnutzung generativer KI-Systeme

[13.02.2026] Eine ÖFIT-Untersuchung zeigt: Die Nachnutzung bestehender generativer KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen ist möglich, die Schaffung einer Plattform für alle Akteure aber schwierig. Stattdessen empfiehlt die Studie eine gemeinsame Referenzarchitektur, basierend auf den Nutzerbedarfen. mehr...

Roboterhand tippt auf einem Computerkeyboard

Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice

[12.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...

Eine Frau sitzt mit Headset über einer PC-Tastatur, im Vordergrund sind die Umrisse eines die künstliche Intelligenz symbolisierenden Gehirns zu sehen.

Kreis Viersen: Sprach-KI nimmt Anrufe entgegen

[09.02.2026] Eine digitale Sprachassistentin beantwortet jetzt beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) die Anrufe der Bürgerinnen und Bürger. Die Künstliche Intelligenz greift dazu auf einen endlichen Wissensspeicher zurück und lernt ständig dazu. mehr...

Montage: Schreibtisch, Laptops, Hände von Jacketttragenden Männern, Überlagerung mit diversen IT-Icons

Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet

[04.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...

Porträtaufnahme von Alexander Stricker.

Künstliche Intelligenz: Avatare für Barrierefreiheit

[03.02.2026] Das Unternehmen alangu hat sich auf die Entwicklung von KI-gestützten 3D-Gebärdensprach-Avataren spezialisiert. Wie diese gehörlosen Menschen den Zugang zur digitalen Welt erleichtern, erläutert Geschäftsführer Alexander Stricker im Kommune21-Interview. mehr...

Mehrere Personen stehen zum Gruppenfoto versammelt auf einer Treppe, halten den Fördermittelbescheid und ein Banner mit der Aufschrift Echtzeit-Frühwarnsystem in den Händen.

Interkommunaler Hochwasserschutz: KI-gestütztes Frühwarnsystem

[30.01.2026] Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz will entlang des Flusses Paar ein Echtzeit-Frühwarnsystem aufbauen, das auf Sensortechnik, Satellitendaten und Künstlicher Intelligenz basiert. Ziel ist eine frühzeitige Warnung der Bürger und Einsatzkräfte über mehrere Plattformen. mehr...

Eine Roboterhand bedient ein Touchdisplay.

KI: In risikoarmer Umgebung testen

[30.01.2026] Kommunen können geplante KI-Anwendungen nun vorab in einer geschützten Umgebung testen. Die von Ewerk Consulting bereitgestellte Infrastruktur basiert auf in Deutschland betriebenen Servern sowie Open-Source-Komponenten. mehr...